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Mit der Kraft der Natur

Seit 50 Jahren vertraut SonnenMoor auf die natürliche Kraft aus der Natur. Im Interview lüftet Siegfried Fink das Erfolgsrezept des Antheringer Familienunternehmens.

SonnenMoor Inhaber Siegfried Fink  feiert heuer das 50-jährige Firmenjubiläum
© WKS/Neumayr SonnenMoor Inhaber Siegfried Fink feiert heuer das 50-jährige Firmenjubiläum.

Von einem Zwei-Personen-Betrieb hat sich SonnenMoor zu einem Unternehmen mit knapp 60 Mitarbeitern, 85 verschiedenen Produkten und rund 2.000 Handels­partnern im In- und Ausland entwickelt.

Die Erfolgsgeschichte von SonnenMoor begann ganz ungewöhnlich: „Es waren die Beschwerden meines Vaters, die ihn sich auf das seit 150 Jahren überlieferte Kräuterwissen seiner Familie zurückbesinnen ließen“, erzählt Inhaber Siegfried Fink, ältester Sohn des Firmengründers. Nachdem gängige Kräutermischungen aus diversen Kräuterbüchern nicht den erhofften Erfolg erzielten, habe sein Vater aus 19 Kräutern einen Kräuterauszug hergestellt, den er Magenwohl Herz- und Nerventrost nannte. Mit diesen heilte er zuerst sich von allen Beschwerden und entwickelte dann auch noch ein Gurgelwasser, das seine Frau Anna von einer langwierigen Angina befreite. Die Vorzüge von Franz Finks Rezepturen, die laufend ausgebaut wurden, sprachen sich schnell herum. „Diese waren auf die Heilung einzelner Organe und nicht auf einzelne Krankheiten ausgerichtet“, erzählt Fink. Viele dieser Produkte finden sich noch heute im SonnenMoor-Sortiment wieder.

Produziert wurde zu Beginn im Privathaus der Familie Fink, wo auch die Beratungen stattgefunden haben. Nachdem die Produktion die Räumlichkeiten sprengte, erwarb sein Vater 1978 in Anthering die alte Käserei. „Plötzlich haben wir 500 Quadratmeter Betriebsfläche gehabt, wobei wir zunächst nicht wussten, was wir damit anfangen sollen“, berichtet Fink, der 1983 als ältester Sohn in die Firma eingestiegen ist, 1992 die Geschäftsführung übernahm und 2001 zu 100% die Geschäftsanteile erworben hat. Nach wie vor zählten Privatpersonen zu deren Kunden.   

Vaters Kräuterbibel als Marketingtool

„Nachdem ich mich entschlossen hatte, fix im Unternehmen zu bleiben, wurde mir klar, dass ich etwas unternehmen muss, um die Produktion auszubauen“, erinnert sich Fink. Es kamen ihm mehrere Ideen in den Sinn: Eine davon war, das erste Buch seines Vaters „Gesundheit aus dem Kräutertopf“, das im Buchhandel aufgrund einer beanstandeten Passage nicht verkauft werden durfte, an 200 Hoteliers und Gastronomen in der Region Saalbach zu schicken. Diese kannte Fink aus seiner Zeit, als er noch in der Gastro­nomie gearbeitet hat. Daher wusste er, dass diese stets irgendwelche Beschwerden hatten. „Diese erste Marketing-Aussendung war ein voller Erfolg, der Rücklauf von 30% war enorm“, berichtet Fink. Unmittelbar darauf sind die Hoteliers reihenweise nach Anthering gekommen, um sich von seinem Vater beraten zu lassen, welche Produkte sie kaufen sollten. „Von da an haben wir stark expandiert“, berichtet Fink.

Das Erfolgskonzept von ­SonnenMoor stützt sich auf mehrere Säulen: auf verlässliche Mitarbeiter, die Wirksamkeit der Produkte, auf Durchhaltever­mögen und auf das gute Gespür, zum richtigen Zeitpunkt Entscheidungen zu treffen. „Das braucht auch Mut und Risikobereitschaft.
SonnenMoor Inhaber Siegfried Fink

Aktuell verzeichnet das Unternehmen einen Jahresumsatz von 8 Mill €. Die Heimmärkte sind Österreich und Deutschland sowie Südtirol.  

SonnenMoor Erlebniswelten

Bis heute sind alle Produktionsschritte unter einem Dach vereint, vom Moorstich über die labortechnischen Analysen der Rohstoffe bis hin zur Abfüllung und zum Versand. Der Spatenstich für den Zubau neuer Büroräume, Lagerräumlichkeiten, Krämerei und Moor- und Kräuter­erlebniswelt stellte 2017 einen weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Antheringer Unternehmens dar. Corona hat das Online-Geschäft um 40% angehoben, da viele Geschäfte nur bedingt offen hatten oder geschlossen waren. „Das hatte auch zur Folge, dass wir ein eigenes Beratungsteam mit vier Mitarbeitern aufgebaut haben, um unsere Kunden optimal beraten zu können“, schildert Fink.

In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen 750.000 Euro in neue Geräte und Abfüllanlagen investiert. „Rentiert hat sich das allemal, denn die positive Entwicklung gab uns recht“, sagt Fink. Die momentane Situation rund um den Krieg sei spürbar. „Wir sind aber der Überzeugung, dass es wieder besser wird. Aktuelle Marktanalysen haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Fink.

 

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