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Mit Service und Qualität bestehen

Seit 1422 wird im Areal der Lederergasse und der Dreifaltigkeitsgasse Leder verarbeitet. 1820 hat Stephan Schliesselberger, der Urgroßvater vom jetzigen Besitzer, die alten Gerbereien übernommen und damit den Grundstein für die Lederfachgeschäfte Schliesselberger gelegt.

Seit 1987 spezialisiert sich Wolfgang Schliesselberger auf die ­Produktion und Veredelung von Damen- und Herrengürteln.
© WKS/wildbild Seit 1987 spezialisiert sich Wolfgang Schliesselberger auf die ­Produktion und Veredelung von Damen- und Herrengürteln.

Wolfgang Schliesselberger wurde das Arbeiten mit Leder gewissermaßen in die Wiege gelegt. Die einstige Werkstätte war direkt an das Wohnhaus angebunden.

Nach der Schule hat er im elterlichen Betrieb die Lehre als Einzelhandelskaufmann absolviert. Danach folgten mehrere Jahre in München in einer Ledergroßhandlung.

Viele Jahrzehnte hat alles gut funktioniert. In der Werkstätte wurden Transmissionsriemen für Sägewerke produziert, die später durch Geweberiemen ersetzt wurden. „Die Auslagerung der Produktion in den asiatischen Raum hat es dann mit sich gebracht, dass der Handel immer weniger wurde“, informiert Schliesselberger.  

Produktion im Wandel der Zeit

Zu diesem Zeitpunkt hat sein Vater überlegt, mit welchen neuen Produkten er das Geschäft aufrechterhalten konnte. „Da genügend Leder da war, hat mein Vater damit begonnen, kleine Bügelbörsen, Trachtengürtel und Trachtentaschen zu produzieren“, berichtet Schliesselberger. Ab 1960 wurden dann die Original Salzburger Trachtentaschen produziert. Einige wenige der handgemachten Salzburger Trachtentaschen werden heute noch in der Werkstatt der Manufaktur aufbewahrt.

Als im Jahr 1987 der Großhandelsvertrieb und die Produktion der Original Salzburger Trachtentasche eingestellt wurden, hat sich das Familienunternehmen in der hauseigenen Werkstatt auf die Produktion von Damen- und Herrengürteln spezialisiert.

Mit Vielfalt, höchster Qualität und herausragendem Service gelingt es dem Salzburger Meisterbetrieb, sich als Österreichs einzigartiges Gürtelfachgeschäft gegenüber namenlosen Massenprodukten zu behaupten.

Im Lager der Manufaktur Schliesselberger finden sich 400 Lederarten in unterschiedlichen Farben. Welches Material für welchen Gürtel verarbeitet wird, entscheidet der Bedarf.
© WKS/wildbild Im Lager der Manufaktur Schliesselberger finden sich 400 Lederarten in unterschiedlichen Farben. Welches Material für welchen Gürtel verarbeitet wird, entscheidet der Bedarf.
Internationale Stammkunden

Zu den Stammgästen des Familienunternehmens zählen sehr viele internationale Gäste, die jährlich zu den Oster-, Pfingst- und Salzburger Festspielen oder zum
Adventsingen kommen. „Die machen 50% unserer Kunden aus“, informiert Schliesselberger. „Die Salzburger Kunden kommen leider immer weniger in die Altstadt.“ Gründe dafür ortet er darin, dass der Branchenmix bereits vor Jahren ausgedünnt wurde, und auch die Erreichbarkeit ist nach wie vor ein Thema.

Skurriles und ­Alltägliches

Der Alltag gestaltet sich bunt, und das nicht nur aufgrund der 400 Ledersorten, die der passionierte Altstadtunternehmer in verschiedenen Farben und Strukturen in der Werkstätte präsentiert. „Nicht selten kommen unsere Kunden mit ihren Kleidungsstücken und lassen sich zu jedem einzelnen den dazu passenden Gürtel anfertigen“, erzählt Schliesselberger. Neben den gewöhnlichen Anfragen hat Schliesselberger eine ganze Menge skurriler Kundenwünsche erlebt, wie zum Beispiel das Reparieren von Luftmatratzen, Damendessous oder Badehosen.

Das Erfolgsrezept von Österreichs einzigartigem Gürtelfachgeschäft heißt Service und Vielfalt: „Unser Kunden schätzen es, dass wir hochwertige Taschen und Gürtel auch reparieren“, sagt Schliesselberger.

Jährlich gibt es Spezialanfertigungen für die Festspiele und das Landestheater. Was die Preisgestaltung betrifft, so finden sich maßangefertigte Gürtel in der Preisklasse industriell erzeugter Ware. So kann man einen Ledergürtel bereits ab 50 Euro erstehen. 

Anstieg der Preise für Rohmaterialien

„Wie in anderen Branchen sind durch den Ukraine-Krieg auch bei uns die Preise für die Rohmaterialien bis um die 16 % angestiegen.“ Corona hat dem Unternehmer Mitarbeiter gekostet. Daher arbeitet er zurzeit gemeinsam mit seiner Frau und einem Lehrling, der bei ihm eine Einzelhandelskaufmannslehre absolviert.

Ob eines seiner beiden Kinder ins Unternehmen einsteigen wird, ist noch offen. „Allgemein muss man in den nächsten zehn Jahren schauen, wie sich die Altstadt entwickeln wird“, sagt Schliesselberger. 

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