th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

IDA Lab: Wo aus Daten Unternehmensprojekte werden

Seit Oktober 2020 gibt es in Salzburg das IDA Lab. Sein Ziel ist es, Data Sciences praxisnahe anzuwenden und in interdisziplinäre Projekte umzusetzen. Die Forscherinnen und Forscher des IDA Labs wollen den Unternehmen helfen, den Datenschatz zu heben und sinnvoll zu nutzen. 

Trutschnig Profilbild
© Peter Hellekalek Als Professor für Stochastik/Statistik an der Paris Lodron Universität Salzburg und Leiter des IDA Labs will Wolfgang Trutschnig den Unternehmen mit konkreten Projekten den Weg in die Datenwissenschaften ebnen.

Das 2020 gegründete IDA Lab steht für „Lab for Intelligent Data Analytics“ und ist eine Kooperation der Paris Lodron Universität Salzburg, der Paracelsus Medizinischen Universität, der Salzburg Research Forschungsgesellschaft und der Fachhochschule Salzburg. Mittlerweile ist das Team seit einem Jahr komplett: Bestehend aus zehn Mitarbeitern, setzte das IDA Lab bereits erste Projekte mit Unternehmen wie Porsche Informatik/Holding, AMAG, Wüstenrot und der Forschungsförderungsgesellschaft um. Denn das IDA Lab dient ausdrücklich als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die fast immer auf Datenschätzen sitzen und sinnvolle Wege zu deren Verwendung finden wollen.

„Ein Großteil der Unternehmen sammelt Daten mit dem Ziel, diese weiterzuverarbeiten. Das kann zum Beispiel die Automatisierung von Prozessen bedeuten oder aber die Optimierung der Logistik und der Kundenzufriedenheit. Die Problemstellungen, mit denen Unternehmen zu uns kommen, setzen aber meist Grundlagenforschung voraus. Das bedeutet: Man muss sich erst in die Daten einarbeiten und entwickelt dann neue Methoden, mit denen die Probleme bestmöglich gelöst werden können“, meint der Leiter des IDA Lab, Univ.-Prof. Wolfgang Trutschnig.

Ressourcen schonen und optimieren

Mit künstlicher Intelligenz und Data Science können die Datensammlungen so verwendet werden, dass die Unternehmen davon profitieren. So können zum Beispiel Verkaufszahlen in den einzelnen Filialen des Unternehmens prognostiziert werden. Basierend auf präzisen Prognosen der Verkaufszahlen kann nachfolgend auch die Logistik, wie die Liefermengen oder der Lagerbestand, optimiert werden.

Als weiteres Beispiel nennt Wolfgang Trutschnig die Wartung von Maschinen: „Wenn ich weiß, wann ich meine Maschine warten muss, kann ich die Maschinenauslastung besser planen. Ich mache nicht zu viele und nicht zu wenige Wartungen.“ Angewandte Datenanalyse hilft dabei, Prognosen über den optimalen Wartungszeitpunkt und viele weitere Anwendungen zu entwickeln und dadurch Ressourcen zu optimieren.

"Viele Menschen haben Angst vor der Digitalisierung, weil sie sehr weit von der Sache entfernt sind. Je weniger Know-how, desto größer ist tendenziell die Angst."
Wolfgang Trutschnig

Daten als neuer Rohstoff

Wolfgang Trutschnig vergleicht Daten gerne mit dem Rohstoff Holz. „Holz wächst und muss verarbeitet werden, um es vernünftig verwerten zu können. Jedes Unternehmen braucht Daten: Von Unternehmen zu Unternehmen ist es jedoch unterschiedlich, wie wichtig Daten sind. Dennoch verwenden alle Daten, um daraus relevante Informationen zu ziehen. Daten sind überall. Woran es meist scheitert, hängt mit der konkreten Fragestellung zusammen. Genau hier kommt optimalerweise das IDA Lab zum Einsatz.“

Ein wesentlicher Vorteil des IDA Labs ist der direkte Kontakt mit den Menschen, die im Datenbereich tätig sind. Aktuelle Trends hinsichtlich der Methoden werden ausfindig gemacht, es werden Abschätzungen vorgenommen, wo neues Entwicklungspotenzial steckt oder Altbewährtes genutzt werden kann. Das IDA Lab ist offen für Problemstellungen jeglicher Art, ist jedoch keine Beratungsfirma und fokussiert auf anwendungsmotivierte Grundlagenforschung. Automatisierungsprozesse, Prognosen und Mustererkennung zählen zu den bisher häufigsten Fragestellungen.

KI-Einsatz unaufhaltsam

Doch wie sehr können Unternehmen bereits mit KI umgehen? „Österreichische Unternehmen sind in Sachen künstlicher Intelligenz (KI) sehr unterschiedlich aufgestellt, weil auch der Bedarf für den Einsatz von KI von Branche zu Branche verschieden ist. Was das für die Zukunft bedeutet: Es werden vermutlich viele Arbeitsplätz wegfallen, genauso werden aber neue Arbeitsplätze entstehen. Viele Menschen haben Angst vor der Digitalisierung, weil sie sehr weit von der Sache entfernt sind. Je weniger Know-how, desto größer ist tendenziell die Angst“, sagt Trutschnig. Digitalisierungspotenzial und Möglichkeiten für neue Arbeitsplätze bestehen aber mit Sicherheit in jeder Branche. Unabhängig davon, ob im Unternehmen schon eine Data-Science-Abteilung vorhanden ist oder nicht: dass das Fortschreiten der Digitalisierung per se und somit auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz unaufhaltsam ist, ist unbestritten.


Zur Person

Ursprünglich kommt Wolfgang Trutschnig, Jahrgang 1977, von der Mathematik. Studium und Promotion absolvierte er an der TU Wien. Dabei interessierte er sich vor allem für die Grundlagenforschung im Bereich Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik. Auf das Potenzial der Data Sciences wurde er vor allem während seiner Tätigkeit im European Centre for Soft Computing, einem Forschungszentrum in Mieres, Spanien, aufmerksam. Theoretisches Wissen aus der Mathematik/Statistik oder Informatik konnte hier praxisnahe Anwendung finden.

Seit 2019 ist er Universitätsprofessor für Stochastik an der Uni Salzburg. Zudem leitet er das IDA (Intelligent Data Analytics) Lab, das 2020 mit mehr als zwei Millionen Euro Förderung des Landes Salzburg gegründet wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Gruppe Jungunternehmer mit WKS_Präsident Peter Buchmüller und WKS-Direktor Manfred Pammer.

Junge Wirtschaft startete durch

Die Junge Wirtschaft Salzburg feierte kürzlich mit dem Business Clubbing „Sinn & Tonic“ in der ARGE Salzburg den Neustart nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie. Das Thema Nachhaltigkeit stand dabei im Mittelpunkt des Abends. mehr

Flanierendes Publikum bei der Opern-Premiere "Don Giovanni"

Salzburger Festspiele als wirtschaftlicher Impulsgeber

Die Salzburger Festspiele bieten von 17. Juli bis zum 31. August in 17 Spielstätten 168 Aufführungen, für die 209.071 Karten aufgelegt wurden. Die jüngste Analyse der WKS zeigt, dass die Salzburger Festspiele eine Wertschöpfung in Salzburg von 183 Mill. € und in Österreich von 215 Mill. € ergeben. mehr

Portrait von Präsident Peter Buchmüller

Mehr Anreize, einen Job anzunehmen

„Der Fachkräftemangel ist schon jetzt zu einer gefährlichen Dynamik-Bremse geworden. Wir müssen hier eine Trendwende schaffen!“, betont WKS-Präsident Peter Buchmüller. Darum braucht es jetzt in einem ersten Schritt dringend eine Reform der Arbeitslosenversicherung. mehr