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Geprägt durch die Beziehung mit Holz

Mit dem ersten Holzhaus legte Walter Meiberger den Grundstein zur Entwicklung seiner Marke im Premium-Holzbausegment. Verschiedenste Auszeichnungen und Preise würdigen die Vorreiterrolle des Familienbetriebes mit Sitz in Lofer. Großaufträge im In- und Ausland bestätigen den Erfolg des Unternehmens.

Mit dem ersten Holzhaus legte Walter Meiberger den Grundstein zur Entwicklung seiner Marke im Premium-Holzbausegment.
© WKS/Neumayr Der Holzgeruch hat Walter Meiberger von Kindesbeinen an begleitet.

Wie gestaltet sich Ihre „Beziehung“ zum Rohstoff Holz?

Dadurch, dass die Werkstätte meines Vaters im Elternhaus untergebracht war, hat mich der Holzgeruch von Kindesbeinen an begleitet. Ich habe in den Holzscharten gespielt und auch schon damals kleine Häuser aus Holz gebaut. Ich war immer sehr nahe am Holz. 

Nach dem plötzlichen Tod Ihres Vaters mussten Sie den Betrieb mit 25 Jahren übernehmen. Wie haben Sie das gemeistert?

Das Wesentliche war, dass mich mein Vater sehr früh in die Firma eingebunden hat, und zwar in alle Bereiche. Nach der Fachschule habe ich auf der Baustelle begonnen. Mit 21 Jahren habe ich bereits im Büro konstruiert, gezeichnet und kalkuliert. Da habe ich am meisten gelernt. Die älteren Gesellen haben mich sehr unterstützt. Was mich damals sehr bestärkt hat, waren meine Mitarbeiter, die hinter mir gestanden sind. 

Können Sie kurz die Entwicklung skizzieren?

Nach meiner Übernahme 1985 waren es zunächst sehr schwierige Jahre. Wir haben begonnen, in Maschinen zu investieren, aber es gab keine Grundstücke, wo wir räumlich expandieren hätten können. Dann kam 1990 die Gelegenheit, hier – am jetzigen Standort – Industriehallen einer Großtischlerei zu kaufen. Wir haben einige Millionen Schilling investiert. Das war damals sehr viel Geld und es bedeutete ein großes Risiko, aber zugleich auch eine große Chance. 

Was braucht es neben der  Risikobereitschaft, um erfolgreich zu sein?

Eine intakte Familie und Mitarbeiter, die hinter dem stehen, was man tut. Das ist schon der Hauptpart. Man braucht aber auch die Visionen, mit denen man sich seine Ziele vorgibt und die den Weg aufzeigen, wohin man gehen will. Dabei geht es nicht darum, den Ball so weit hinauszuschießen, dass man ihn nicht mehr einholen kann, aber schon so weit hinaus, dass man von dort aus eine Vorreiterrolle einnehmen kann. Weil ich immer einen Vorzeigebetrieb haben wollte: Ganz egal, ob im technischen Bereich oder in der Personalpolitik mit den Arbeitsplätzen und Bedingungen. Der Kunde, der zu einem kommt und das Unternehmen sieht, soll überzeugt sein, dass das Produkt, das er bekommt, auch zu 100% stimmt. 

Wenn alle zusammenhalten, dann stellt sich der Erfolg von alleine ein.
Walter Meiberger

Was bedeutet Ihnen Erfolg? 

Meine Erfolgsdefinition setzt sich aus Erlebnissen in der Familie als auch in der Firma zusammen. Vor allem geht es darum, nicht stehen zu bleiben und Perspektiven für die Mitarbeiter zu schaffen: So konnten sich bereits mehrere Lehrlinge über den Weg des Vorarbeiters bis zur Arbeitsvorbereitung weiterentwickeln und stellen in dieser Position einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Wenn es meinen Mitarbeitern gut geht, weil sich diese in ihrem Urlaub oder in ihrer Freizeit ein Haus bauen können, dann ist das sowohl für mich als auch für das Unternehmen selbst ein Erfolg.  

Was waren die bisherigen größten Meilensteine?

Durch bestimmte Produktentwicklungen war es uns möglich, im mehrgeschossigen Holzbau Fuß zu fassen. Das Projekt Samer Mösl, Österreichs größte Passivwohnhaus-Anlage mit sechzig Wohneinheiten, war 2006 sicher so ein Meilenstein. Das Gebäude ist bis auf Fundamente, Keller und Stiegenhäuser vollständig aus Holz erbaut. Diesen europaweit ausgeschriebenen Passivhauswettbewerb haben wir gemeinsam mit dem Architekturbüro sps-architekten, Simon Speigner, gewonnen. Einen weiteren Meilenstein haben wir dann 2009 in der Schweiz mit dem damals größten gewerblichen Holzbau gelegt.

Welche Dienstleistungen decken Sie neben dem Holzbau ab?

Von der Beratung über die Planung – die wir nicht nur hausintern, sondern auch in Kooperation mit Architekten durchführen – bis zum letzten Detail der perfekten, konstruktiven Aufarbeitung des gesamten Projektes, wo wir uns auch mit Statikern beraten. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Architekten ermöglicht es unseren Kunden, sich aus eine breiten Palette ihren Wunschstil auszusuchen. 

Wo bauen Sie Ihre Häuser?

Im DACH-Raum, aber auch darüber hinaus. In Tschechien haben wir zum Beispiel zwei wunderschöne Holzhäuser gebaut. Das war der Startschuss für den Premium Holzbau. 

Sie sind als Visionär bekannt. Was sind Ihre nächsten Pläne?

Eine meiner wesentlichen Visionen war es, ein nachhaltig agierendes Unternehmen zu werden. Den Prozess dazu haben wir bereits vor 15 Jahren gestartet. Jetzt, wo viele erst damit begonnen haben, sind wir damit fertig. Als Nächstes wollen wir in die Produktoptimierung gehen: Die Holzhausfertigung, die jetzt an drei Tischen erfolgt, soll künftig in einer durchgängigen Fertigung automatisiert werden. In der Planung ist bereits alles digitalisiert.

Wieviel kostet ein Quadratmeter Holzhaus?

Aufgrund der Baukostensteigerung muss man mit 4.800 bis 5.000 € netto für den Quadrat­meter Wohnnutzfläche rechnen. 

Auf welche Erfolgsfaktoren setzen Sie?

Familie, Mitarbeiter und Authentizität. Wesentlich sind die Ehrlichkeit und die nachhaltige Lebens- und Unternehmensphilosophie. Dass man das auch lebt, was man verkauft. An unserem Gebäude ist alles Natur.  Da gibt es keinen Farbanstrich. Und auch die Sorge um unsere Mitarbeiter. Das ist bei uns ganz wesentlich. Deshalb  haben wir auch keinen Lehrlingsmangel. 

Wie könnte der Titel Ihrer Erfolgsgeschichte ­lauten?

Leidenschaft für Holz.

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