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Festspiele und Wirtschaft: Eine fruchtbringende Symbiose

Als weltweit führendes Musik- und Theaterfestival sind die Salzburger Festspiele auch das Zentrum eines über die Jahrzehnte organisch gewachsenen wirtschaftlichen Ökosystems. Dieses löst hohe Wertschöpfungswirkungen aus, die den Unternehmensstandort Salzburg tief prägen. 

Mag. Helmut Eymannsberger, WKS, und Dr. Oskar Dohle, Direktor des Salzburger Landesarchivs, sind die Herausgeber des Buches „Die Kraft einer Vision: 100 Jahre Salzburger Festspiele – Motor für Kultur und Wirtschaft“
© WKS/Neumayr Mag. Helmut Eymannsberger, WKS, und Dr. Oskar Dohle, Direktor des Salzburger Landesarchivs, sind die Herausgeber des Buches „Die Kraft einer Vision: 100 Jahre Salzburger Festspiele – Motor für Kultur und Wirtschaft“

Das kürzlich in der wissenschaftlichen Schriftenreihe der Wirtschaftskammer Salzburg und der Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs erschienene Buch „Die Kraft einer Vision: 100 Jahre Salzburger Festspiele – Motor für Kultur und Wirtschaft“ beleuchtet erstmals die einzigartige Symbiose zwischen Kunst, Kultur und Wirtschaft. Wurden früher Berechnungen zur „Umwegrentabilität“ angestellt, um den Einsatz der öffentlichen Mittel zu untermauern, so wurde mittlerweile ein breiterer Ansatz entwickelt, der viele Impulse im „Ökosystem Festspiele“ aufnimmt. Das Buch „Die Kraft einer Vision: 100 Jahre Salzburger Festspiele – Motor für Kultur und Wirtschaft“ fasst die wichtigsten Ergebnisse dieser Analysen zusammen.   

183 Mill. € Wertschöpfung

  • Die Salzburger Festspiele schaffen demnach direkt und indirekt eine Wertschöpfung in Salzburg von 183 Mill. € und in Österreich von 215 Mill. €.
  • Die Festspielbesucher lösen einen zusätzlichen Umsatzimpuls von rund 120 Mill. € aus.
  • Allein im Bundesland Salzburg ermöglichen damit die Festspiele einen Einkommenseffekt von 104 Mill. €, in Österreich von 122 Mill. €. Dieses Einkommen schafft natürlich ganz konkret Arbeitsplätze in den verschiedensten Branchen, wenn es wieder ausgegeben wird.
  • Das beginnt in den Tourismusbetrieben, reicht über den Handel und weitere Dienstleister bis hin zu Verkehrsdienstleistern. Konkret geht es etwa um zusätzliche Umsätze etwa im Luxussegment der Textil-, Uhren und Schmuckgeschäfte, bei den Friseuren und weiteren persönlichen Dienstleistern.
  • Dass Handwerksunternehmen von Sanierungsarbeiten über den Kulissen- und Bühnenbau bis hin zum Aufbau der Jedermann Tribüne jährlich Aufträge über die Festspiele lukrieren, rundet dieses breite Bild an Branchen ab, für welche die Salzburger Festspiele von großer Bedeutung sind.  
  • Die Festspiele sichern damit in Salzburg eine Beschäftigung (inklusive der Jahresbeschäftigten und Saisonkräfte der Festspiele) rund 2.800 Vollzeitarbeitsplätzen in Salzburg und 3.400 in Österreich. 
  • Sie erbringen direkt und indirekt in ihrer Wirkung in anderen Branchen für die öffentliche Hand rund 77 Mill. € an Steuern und Abgaben.
  • Die Salzburger Festspiele sind definitiv ein besonders wichtiges Zugpferd für die Salzburger Tourismuswirtschaft. Die Mehrheit der Festspielgäste nächtigt in den Hotels der Innenstadt, aber auch in den umliegenden Regionen wie im Salzkammergut (und sogar im benachbarten Bayern). In den Kernmonaten Juli und August hält sich ein großer Teil der Gäste u.a. wegen der Festspiele in Salzburg auf.

Die Salzburger Festspiele: Seit 100 Jahren Motor der Wirtschaft.
© WKS/Kolarik Die Salzburger Festspiele: Seit 100 Jahren Motor der Wirtschaft.

Kompetenz- und Netzwerkeffekte 

Die Salzburger Festspiele erzeugen darüber hinaus aber auch schwer messbare Effekte wie Image-Förderung, Bildungsnachfrage und fördern Kompetenz-Cluster in Branchen und Unternehmen.

  • Der Kompetenz- und Netzwerkeffekt am Standort Salzburg ist unübersehbar: In keiner Stadt vergleichbarer Größenordnung kann gleichzeitig während der Festspiele in den verschiedensten Spiel- und Aufführungsstätten künstlerisch, technisch und auch logistisch ein derartiges Programm bewältigt werden.
  • Dass Salzburg Standort von Top-Tourismusschulen ist, kommt nicht von ungefähr, sondern ist auch Ergebnis des Kulturtourismus, den die Festspiele auslösen.
  • Die Festspiele tragen einen wesentlichen Beitrag zur Markenbildung der Destination Salzburg bei:  Davon profitiert nicht nur die Tourismuswerbung, sondern auch der Tourismusstandort generell und reicht bis hin zum Messe- und Kongresswesen.
  • Die Siemens-Festspielnächte ermöglichen seit 15 Jahren die Übertragung aktueller  und historischer Aufführungen, wodurch die breite Bevölkerung in den Genuss großartiger Festspieldarbietungen kommt. Zahlreiche weitere kulturelle Aktivitäten während der Festspielzeit lassen Hofmannsthals Leitgedanken von „der Stadt als Bühne“ Wirklichkeit werden.
    Das Buch beleuchtet die vielschichtigen wirtschaftlichen Aspekte der Salzburger Festspiele vor dem Hintergrund ihrer 100-jährigen Geschichte.
    © WKS/SLA/Köck Das Buch beleuchtet die vielschichtigen wirtschaftlichen Aspekte der Salzburger Festspiele vor dem Hintergrund ihrer 100-jährigen Geschichte.

In diesem Zusammenhang sei auch auf den Beitrag von Lukas Crepaz, dem kaufmännischen Direktor der Salzburger Festspiele hingewiesen: Unter dem Titel „Aus Tradition die Zukunft gestalten“ geht er auf einen wichtigen Teilaspekt des Ökosystems „Salzburger Festspiele“ ein: Der Anwendung, Mitentwicklung und Förderung neuer Technologien, wie dies bereits seit Jahrzehnten im Rahmen der Festspiele der Fall war.

Lukas Crepaz, der kaufmännische Direktor der Salzburger Festspiele beschreibt in seinem Beitrag
© SF/Neumayr Lukas Crepaz, der kaufmännische Direktor der Salzburger Festspiele beschreibt in seinem Beitrag "Aus Tradition die Zukunft gestalten" einen wichtigen Teilaspekt des Ökosystems.

Die Pandemie als Treiber der Digitalisierung

Die Pandemie bedingten Umstände stellten sich für die Salzburger Festspiele als Schubkraft für die weitere Entwicklung der Digitalisierung dar: So musste ein eigenes Ticketing-System entwickelt werden, das den Corona-Bestimmungen entsprach. Obwohl die Besucheranzahl aufgrund der gesetzlichen Vorschriften auf 76.500 limitiert werden mussten, gelang es den Festspielen gemeinsam mit der „Unitel“ und „arte concert“ jeden Tag im August eine Produktion der Festspiele per Streaming anzubieten. Ein Angebot, durch welches über 3,5 Millionen Personen per Radio, TV und Kino und über 1 Million per Stream die Festspielproduktionen erleben konnten. „Der sich hier durch ergebende Marken- und PR-Wert für Salzburg kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betont Crepaz.

Die Kraft einer Vision als wirtschaftlicher Impuls

Mit der vorliegenden Publikation wird das letzte Puzzle im 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele hinzugefügt. Der Sammelband dokumentiert die vielfachen wertschöpfenden Wechselwirkungen zwischen der Salzburger Wirtschaft und ihren Festspielen – über viele Höhen und manche Tiefen hinweg. Es bildet eine Zusammenschau wirtschaftlicher Aspekte der Vorgründungs- und Gründungsphase sowie der Entwicklung der Salzburger Festspiele  inmitten des Wirtschaftsstandortes Salzburg.

Das Buch „Die Kraft einer Vision“ kann in der ­WK Salzburg  unter der E-Mailadresse
mdordevic@wks.at bestellt werden (solange der Vorrat reicht).




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