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Die Talente erkennen, fördern und auf die nächste Stufe bringen

FH-Prof. Dominik Engel ist der neue Geschäftsführer der FH Salzburg. Der Leiter des Zentrums für sichere Energieinformatik an der FH Salzburg tritt die neue Position am 1. September 2022 an. Im Interview erläutert der designierte Geschäftsführer seine Ziele für die FH Salzburg. 

FH-Prof. Dr. Dominik Engel
© WKS/Neumayr FH-Prof. Dr. Dominik Engel, der designierte Geschäftsführer der Fachhochschule Salzburg.

Wie würden Sie die derzeitige Position der FH beschreiben?

Die FH ist in den vergangenen Jahren erfolgreich gewachsen und zu einem bedeutenden Standortfaktor geworden, auch über die Region hinaus. Die Organisationsstrukturen konnten da nicht so schnell mitwachsen. Das macht jetzt eine Anpassung der Strukturen notwendig. Das Schöne ist, dass diese Reform ja aufgrund einer sehr erfolgreichen Entwicklung in Gang gesetzt wurde. Nach dieser Reform stehen wir daher noch besser da und können noch klarere Akzente als eine Fachhochschule setzen, die in der Region wichtige Schlüsselkräfte in vielen Zukunftsbereichen ausbildet. Die Rahmenbedingungen werden zudem ja nicht leichter: Es kommen geburtenschwache Jahrgänge, es herrscht eine gewisse Verunsicherung der jungen Menschen durch die Pandemie, und es gibt mehr Bildungsangebote – da müssen wir uns noch besser aufstellen. 

Was ist das Ziel für die nächsten Jahre?

Die FH soll in allen Disziplinen der sechs neuen Departments einen ausgezeichneten Ruf aufweisen. Das kann je nach Bereich anders gelagert sein. In manchen Bereichen werden wir weiterhin sehr forschungsstark sein, in anderen wird man näher an der Berufsausbildung sein, – aber immer mit einem exzellenten Ruf. Mir ist wichtig, dass wir vermehrt auf Interdisziplinarität setzen, eine ganz große Chance, denn an den Schnittstellen spielen sich die großen Fragen ab. Etwa, wenn es um Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit geht, oder um die Digitalisierung in der Gesundheit. Es braucht außerdem ein neues Bekenntnis zur Internationalisierung. Wir werden deutlich mehr englischsprachiges Angebot liefern. Wir sollten auch noch attraktiver für internationale Vortragende werden. Und es soll mehr Student:innen von uns auf Gast-Hochschulen gehen können, und umgekehrt. Bei uns soll ein inspirierendes Klima einer internationalen Lehr- und Forschungskultur herrschen. Und nicht zuletzt werden wir uns die Qualität der Lehre in allen Bereichen vorantreiben. Die FH sind angetreten, eine Fachausbildung auf akademischem Niveau, aber mit starkem Praxisbezug anzubieten. Das ist das Erfolgsgeheimnis des FH-Sektors. Das wollen die Student:innen und das braucht der Wirtschafts- und Arbeitsstandort Salzburg. 

Sie wollen mehr Talente für die FH heranziehen, auch solche, die nicht aus dem akademischen oder schulischen Bereich kommen, Stichwort „soziale Durchlässigkeit“. Wie kann man sich das vorstellen?

Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir wollen attraktiver werden für junge Menschen, die nicht aus Akademikerhaushalten kommen, die vielleicht noch mehr Förderung brauchen, um bei uns studieren zu können. Hier werden wir stark mit dem WIFI oder dem BFI  kooperieren. Wir wollen aber auch inhouse weitere Programme auflegen. 

Uns geht es darum, dass wir Talente erkennen und fördern und dann auf die nächste Stufe bringen.
FH-Prof. Dr. Dominik Engel

Die FH ist stark in der Forschung. Was ist da von der FH Salzburg zu erwarten? 

Ich sehe künftig große und wichtige Schwerpunkt in der Frage der Digitalisierung und Nachhaltigkeit, in der Holz- und Rohstofftechnologie, aber auch im Gesundheitsbereich. Wir haben erste übergreifende Forschungsprojekte für Gesundheit und KI-Anwendungen etabliert. Mit zwei aktiven Ressel-Zentren decken wir das Gebiet der Digitalisierung und Sicherheitsanwendungen ab, etwa in der industriellen Automatisation und in der Energietechnik. Ganz wichtig: Wir müssen als FH unsere Ausrichtung als anwendungsorientierte Forschungseinrichtung beibehalten! Die Fragen kommen von den Unternehmen, das sind Fragen aus der Praxis. Wir sind diejenigen, die diese Anwendungsfragen grundlagenorientiert beantworten können. Das ist die große Forschungsstärke der FH Salzburg! 

Biografie

FH-Prof. Dr. Dominik Engel, geboren am 20. Jänner 1978 in Innsbruck, hat eine bemerkenswerte akademische Ausbildung und Karriere hinter sich. Der habilitierte Informatiker kann auf mit Auszeichnung abgeschlossenen Studien im Bereich Technische Wissenschaften, Anglistik und Amerikanistik und Informatik verweisen. Bevor er 2010 in die FH Salzburg kam, arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Salzburg und Bremen und entwickelte Software für die Bank Austria und für das US-amerikanische Softwareunternehmen Windriver. Von 2008 bis 2010 war Dominik Engel International Product Manager für Content Security bei Sony DADC Austria. 2010 dockte er bei der FH Salzburg als hauptberuflicher Mitarbeiter in Lehre und Forschung am Studiengang „Informationstechnik & Systemmanagement“ an, wo er 2011 zum FH-Professor ernannt wurde. Als seinen Forschungsschwerpunkt wählte Engel schließlich die Zukunft der Energienetze, zunächst als Leiter des Josef-Ressel-Zentrums für „Anwenderorientierte Smart Grid Privacy, Sicherheit und Steuerung“ und schließlich als Leiter des Zentrums für sichere Energieinformatik seit Jänner 2018. Dominik Engel ist verheiratet und Vater zweier Kinder. 

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