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China bald Land des Skisports?

Wirtschaftliche Stärke nach erfolgreichem Kampf gegen die Corona-Pandemie, diese Faktoren prägen aktuell das Bild der Volksrepublik China. Gemeinsam mit anderen Landeskammern hat die WK Salzburg kürzlich den „China-Tag 2021“ veranstaltet. Das Interesse am digitalen Event war groß.

Olympia in Peking
© Kien Fan Cesar Hung Sam/stock.adobe.com

Über 400 Teilnehmer, knapp 100 Beratungsgespräche, sechs Webinare und drei Info-Sessions zu verschiedenen Themen zeigen die starke Resonanz, wenn es darum geht, Informationen über den chinesischen Markt einzuholen. Und das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass China ein respektables Wirtschaftswachstum verzeichnet, während andere Länder weltweit in die Rezession abrutschen.

China - herausfordernd aber chancenreich

Für die Salzburger Exportwirtschaft steht China an 13. Stelle der wichtigsten Absatzmärkte. Die Warenexporte bewegen sich mit rund 230 Mill. € noch auf relativ niedrigem Niveau im Verhältnis zur Größe des Marktes. Importseitig werden Waren im Wert von rund 690 Mill. € aus China bezogen. Trotz des enormen Handelsbilanzdefizits ist China für Salzburgs produzierende Wirtschaft einer der wichtigsten weltweiten Beschaffungsmärkte. „China ist sicherlich ein herausfordernder Markt, er bietet aber gleichzeitig die Chance auf langfristiges Wachstum, auch für kleine und mittelständische Unternehmen. Für Salzburgs Unternehmen mit ihren weltweit gefragten Qualitätsprodukten finden sich hier viele Einsatzmöglichkeiten“, sagt Mag. Thomas Albrecht, Leiter des WKS-Fachbereichs Handelspolitik und Außenwirtschaft.

Wintersportmarkt boomt in China

Insbesondere in der Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2022 können viele österreichische Unternehmen interessante Projekte abwickeln und ihr Know-how einbringen. Der Salzburger Firmenvertreter Georg Winkler von der Commend International GmbH meint zu seinen Erfahrungen speziell im Bereich des chinesischen Wintersportmarktes: „Empfehlenswert ist es, sich vor Ort ein Bild von Land und Leuten zu machen. Das ist wichtig, um in kein Fettnäpfchen zu treten, denn in diesem Kulturkreis ist vieles anders.“ Generell sind Österreicher gerne gesehen. Etwa das Neujahrskonzert wird geliebt und ist in China vielen bekannt. Die Olympischen Winterspiele bringen für österreichische Firmen viele Chancen, denn die Großveranstaltung bedingt, dass Infrastruktur errichtet werden muss, ist Winkler überzeugt: „Unsere Firma hat beispielsweise viele Flughäfen in China mit einem Funkmanagementsystem ausgerüstet. Wir sind auch in Skigebieten mit Notrufsystemen tätig, wir stellen Kommunikationssysteme für die Beschneiungstechnik bereit und erwarten uns noch weitere Aufträge. Klar ist, dass China ein Garant für stetiges Wachstum ist, daher ist es für heimische Unternehmen auf jeden Fall empfehlenswert, sich am chinesischen Markt zu engagieren.“

Dr. Michael Berger, Wirtschaftsdelegierter in Peking.
© WKÖ Dr. Michael Berger, Wirtschaftsdelegierter in Peking.

Olympia in China bringt viele Chancen

Laut aktuellen Medienberichten glaubt Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping trotz Corona fest an die Durchführung der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Die „Salzburger Wirtschaft“ hat bei Dr. Michael Berger, Wirtschaftsdelegierter in Peking, nachgefragt, wie die Chancen stehen, dass die Winterspiele vom 4. bis 20. Februar 2022 tatsächlich stattfinden.

Wie wahrscheinlich sind Olympische Winterspiele in Peking?

Das Olympische Organisationskomitee in Peking hat uns bestätigt, dass nach wie vor an einer planmäßigen Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 festgehalten wird und dass die Vorbereitungen dazu normal weiterlaufen, wenn auch etwas langsamer als geplant.  

Welche Bedeutung hat Olympia generell für China, und wie laufen die Vorbereitungen?

Peking hat die Olympischen Sommerspiele 2008 erfolgreich ausgerichtet und wird bald die Olympischen Winterspiele 2022 ausrichten. Dies ist von außerordentlicher Bedeutung für die Geschichte der Olympischen Spiele aber auch für China, denn das Land kann der Welt so seine jüngsten Errungenschaften zeigen. Insbesondere die Großregion Peking hat durch beide Events eine enorme Entwicklungsdynamik erhalten. Darüber hinaus tragen die Olympischen Winterspiele enorm zur Weiterentwicklung des chinesischen Wintersports bei.

Wie groß ist das Interesse der chinesischen Bevölkerung am Wintersport?

Die Olympischen Winterspiele haben der chinesischen Wintersportindustrie die Möglichkeit eröffnet, sich noch schneller zu entwickeln. Seit der Vergabe der Olympischen Winterspiele an Peking im Jahr 2015 ist die Zahl chinesischer Skifahrerbesuche von 12,5 Millionen im Jahr 2015 auf 20,9 Millionen im Jahr 2019 angestiegen, das entspricht einem Wachstum von 67,2%. Das Interesse der chinesischen Bevölkerung am Wintersport ist weiterhin stark steigend.

Welche Chancen bieten sich durch Olympia in China für österreichische bzw. Salzburger Firmen?

Österreichs Seilbahnen und Zugangskontrollsysteme werden in den Austragungsorten der Olympischen Winterspiele 2022 eingesetzt. Gleichzeitig wird Österreichs hochwertige Skiausrüstung auch von Sportlern der chinesischen Nationalmannschaft bevorzugt. Auch in der Skilehrerausbildung arbeiten wir eng mit China zusammen. So wurde beispielsweise mit Unterstützung der österreichischen Bundesregierung, der WKO und der österreichischen Skiindustrie das Projekt „1.000 chinesische Skilehrer“ gestartet. Mit der Entwicklung der chinesischen Wintersportindustrie kann man davon ausgehen, dass immer mehr hochwertige österreichische Produkte und Dienstleistungen gefragt werden.

Inwieweit helfen die Olympischen Spiele dabei, chinesische Urlauber für Wintersport in Österreich zu begeistern?

Österreich hat in den vergangenen Jahren als bedeutendes Land des Wintertourismus immer mehr die Aufmerksamkeit der Chinesen auf sich gezogen. Im Winter 2018/19 verzeichnete Österreich 20,39 Mill. Touristenankünfte (2,8%), davon 344.200 (6,9%) aus China. Zeitgleich wurden 72,88 Mill. Nächtigungen (1,4%) gezählt, davon 498.100 (8,9%) von chinesischen Touristen.

Chinas Wirtschaft ist trotz der Corona-Krise im vergangenen Jahr stark gewachsen. Auch für dieses Jahr werden hohe Wachstumsraten vorausgesagt. Wie konnte das gelingen?

Mit strengen Einschränkungen, Kontrollmaßnahmen und Contact-Tracing ist es China bereits Mitte des letzten Jahres gelungen, die weitere Ausbreitung der Pandemie zu verhindern und somit seine Wirtschaft zu schützen. Bereits im zweiten Halbjahr zog das Wachstum wieder kräftig an, sodass für das gesamte Jahr 2020 ein Plus von 2,3% verzeichnet werden konnte. Für 2021 werden plus 8 bis 9% BIP-Wachstum erwartet. Sowohl der Inlandskonsum als auch die starke Exportnachfrage sind Träger dieser Konjunktur.

Worauf sollte man sich bei Geschäftsbeziehungen mit chinesischen Partnern einstellen. Was gilt es zu beachten?

Wenn man Angebote oder Anfragen aus China erhält, sollte man sich in erster Linie immer darüber informieren, ob es sich dabei um eine wirklich existierende und seriöse Fima handelt. Die AußenwirtschaftsCenter in China übermitteln gerne kostenlose Erstinformationen über einen potenziellen chinesischen Geschäftspartner. 




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