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Celina Schuster ist „Lehrling des Jahres 2022“

„Bist du g'scheit!“ Die 20-jährige Saalfeldnerin Celina Schuster arbeitet als Seilbahn- und Elektrotechnikerin bei der Schmittenhöhebahn AG in Zell am See und erhielt nun den Titel „Lehrling des Jahres 2022“. 

Seilbahn- und Elektrotechnikerin Celina Schuster ist „Salzburgs Lehrling 2022“.
© WKS/Neumayr/Leopold Seilbahn- und Elektrotechnikerin Celina Schuster ist „Salzburgs Lehrling 2022“.

Die Entscheidung ist gefallen. Sieben Wochen lang lief die von WKS, ORF und RegionalMedien Salzburg veranstaltete Suche nach dem Lehrling 2022. Zahlreiche Jugendliche wurden angemeldet, eine Expertenjury nominierte zehn davon für die Finalrunde. Daran schloss sich ein Online-Voting auf www.sehrgscheit.at an. Die Wahl fiel auf Celina Schuster aus Saalfelden. Im Mittelpunkt der Bewertung standen nicht nur schulische und berufliche Leistungen. Augenmerk wurde vor allem auf individuelle Persönlichkeitsmerkmale, Zielstrebigkeit und Einsatzbereitschaft sowie Entwicklungspotenzial gelegt. Celina Schuster, eine 20-jährige Seilbahn- und Elektrotechnikerin, hat die Wahl im Online-Voting schließlich für sich entschieden. Sie wurde am Dienstag von der Wirtschaftskammer Salzburg, dem ORF und den RegionalMedien Salzburg bei der Gala „Bist du g'scheit!“ im WIFI Salzburg als „Salzburgs Lehrling 2022“ ausgezeichnet.

Ein Beruf, bei dem es hoch hinaus geht

Für Celina geht es hoch hinaus. Die Saalfeldnerin macht eine Doppellehre zur Seilbahn- und Elektrotechnikerin bei der Schmittenhöhebahn AG in Zell am See. Nachdem die 20-Jährige das erste Lehrjahr als Seilbahntechnikerin mit ausgezeichnetem Erfolg abschließen konnte, entschied sie sich zur Doppellehre Seilbahn- und Elektrotechnik - mit Matura - und ist damit die erste Frau mit dieser Ausbildung in Österreich. Um für ihren Beruf bestmöglich vorbereitet zu sein, macht sie neben ihrer Lehre auch noch Fortbildungen am Technischen AusbildungsZentrum Mitterberghütten, konkret besucht sie den Elektrotechnik Grundkurs und den Kurs Elektrotechnik-Steuerungstechnik. In ihrer Freizeit ist sie als Rettungssanitäterin unterwegs und spielt bei der Musikkapelle Leogang als aktives Mitglied Gitarre und Saxofon.

Celina Schuster
© WKS/Hauch

Nächstes Ziel: Betriebsleiter-Anwärter

Die Freude über die Auszeichnung als „Lehrling des Jahres 2022“ war groß, schildert Celina: „Unglaublich, ich freu mich sehr über diesen Titel. Das Gefühl kann ich gar nicht in Worte fassen. Ursprünglich bin ich ins Gymnasium gegangen, habe dann aber entdeckt, dass das nicht das Richtige für mich ist. Als ich dann bei der Schmittenhöhebahn AG als Seilbahntechnikerin schnuppern war, hat es mir so gut gefallen, dass ich sofort wusste, dass das genau das Richtige für mich ist.“

Dass sie als Frau in einem männerdominierten Arbeitsbereich tätig ist und unter anderem auch auf 43 Meter hohe Masten klettern muss, stört die Pinzgauerin nicht. „Meiner Meinung nach ist es kein Problem, wenn man diesen Beruf als Frau ausübt, denn ich kann gleich viel wie meine Kollegen, das ist nur eine Gewohnheitssache.“ Die Teilnahme an „Bist du g'scheit!“ hat sich in jedem Fall ausgezahlt, ist Celina überzeugt: „Ich kann diesen Bewerb auf jeden Fall weiterempfehlen, denn es haben mich sehr viele Menschen darauf angesprochen. Das Tolle daran ist, dass damit wieder vermehrt über die verschiedenen Lehrberufe gesprochen wird und auch neue Lehrberufe bekannt werden. Gerade für die nächste Generation ist es wichtig herauszufinden, wie viele coole Sachen man mit einer Lehre machen kann. Ich würde sofort wieder mitmachen.“ Durch ihren Fleiß und Einsatz hat Celina schon viele beruflichen Ziele in Angriff genommen und erreicht. Der nächste große Schritt auf der Karriereleiter ist die Ausbildung zum Betriebsleiter-Anwärter.

Stolzer Chef

Celinas Chef, Dr. Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG in Zell am See, ist stolz auf seinen Lehrling: „Wir sind sehr glücklich, dass Celina diese Auszeichnung erhalten hat. Das ist für sie ein persönliches Highlight und sie hat es sich wirklich verdient. Eine Doppellehre und auch noch die Matura zu machen, also das ist schon etwas ganz Besonderes. Für uns ist der Sieg ein Ansporn, vermehrt auch Frauen für den Bereich der Seilbahnen zu begeistern. Das ist nicht einfach und ich hoffe sehr, dass Celina hier ein Vorbild für andere Frauen ist. Vielleicht können wir mit diesem Sieg zeigen, was in dieser Branche möglich ist, die ja derzeit noch sehr männerdominiert ist. Celina stellt in diesem Beruf ihre Frau und sie macht ihre Arbeit genauso gut wie ihre männlichen Kollegen und mit riesigem Engagement.“ 

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