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Ein Blick auf ferne Planeten und in die Spitzenforschung

Gleich zweimal konnten interessierte Unternehmer einen Blick auf ein hoch interessantes Forschungsgebiet werfen. Die Sparten Information & Consulting und Industrie luden die international führende Exoplanetenforscherin Lisa Kaltenegger zu Vorträgen ein. 

Foto von Prof. Lisa Kaltenegger, Dr. Wolfgang Reiger und Dr. Martin Niklas
© WKS/Neumayr Prof. Lisa Kaltenegger warf mit IC-Spartenobmann Dr. Wolfgang Reiger (re.) und IC-Spartengeschäftsführer Dr. Martin Niklas einen Blick auf ferne Planeten.

„Als ‚Zukunftssparte‘ wollen wir unseren Mitgliedern neue Einblicke ermöglichen“, sagte Wolfgang Reiger, Obmann der Sparte Information und Consulting, den Vortrag von Lisa Kaltenegger in der Vega Sternwarte einbegleitend. Diese  Absicht wurde mehr als erfüllt: Die gebürtige Kuchlerin gab einen inspirierenden Überblick über den Stand eines der derzeit faszinierendsten Forschungsgebiete: die Suche nach anderen Planeten im Universum.

Kaltenegger leitet das renommierte Carl-Sagan-Institute und unterrichtet an der Cornell University, war für die ESA tätig und gehört auch dem Astrobiologischen Institut der NASA an. Mit ihren Forschungen und Entdeckungen von erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems hat sie sich einen exzellenten Ruf in der internationalen Forschungsgemeinde erarbeitet. Bereits 1995 wurde der erste Planet außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt, wofür es auch den Nobelpreis gab. Mittlerweile finden die Astronomen fast regelmäßig Planeten im Universum. „Wir haben bereits 4.516 Exo-Planeten entdeckt. Die Zahl ändert sich fast täglich. Und wir haben über 7.700 weitere Kandidaten“, berichtete Kaltenegger, die zur Spitzengruppe der Forscher auf diesem Gebiet gehört.

Auf der Suche nach möglichem Leben

Hier wird mit enormen technischen Aufwand gearbeitet, wie Kaltenegger in der Vega Sternwarte in Obertrum erzählte. Das dort installierte Teleskop ist zwar das leistungsstärkste öffentliche Teleskop Europas, für die Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystem kommen jedoch weit größere Fernrohre und höchst ausgefeilte Software-Technologie zum Einsatz.

Foto von Prof. Lisa Kaltenegger, Dr. Peter Unterkofler und Mag. Anita Wautischer
© WKS Star-Astronomin Prof. Lisa Kaltenegger (Bildmitte) sprach auf Einladung der Sparte Industrie über Spitzenforschung und Innovation. Im Bild mit Spartenobmann Dr. Peter Unterkofler und Spartengeschäftsführerin Mag. Anita Wautischer.
Diese Systeme finden nicht nur die Exo-Planeten, wenn sie vor ihren Sonnen vorüberziehen und errechnen aus den minimalen Helligkeitsschwankungen Größe und Abstand zum Stern. Sie erkennen auch die chemische Zusammensetzung der Atmosphären – und ob sich der Planet in einer „habitablen Zone befindet“, also in entsprechendem Abstand zu seiner Sonne, sodass flüssiges Wasser erdähnliches Leben auf diesen Planeten ermöglichen könnte. „Wir suchen nach dem Lichtfingerabdruck des Lebens“, erläuterte Kaltenegger das Forschungsziel. „Unser Weltbild ändert sich gerade sehr“, betonte die Astronomin, die noch bis Ende des Jahres in Salzburg ein Forschungs-Sabbatical einlegt, bei ihrem Vortrag auf Einladung der Sparte Industrie in der WKS.  Denn die Zahl an schon jetzt bekannten Planeten lässt den statistischen Schluss zu, dass jede zweite Sonne im Universum Planeten aufweist und jeder fünfte Stern von Planeten im richtigen Abstand umkreist wird, um Leben hervorzubringen.

„Noch haben wir nicht Leben im All gefunden, doch stehen wir an der Schwelle dazu“, ist Kaltenegger überzeugt. Neue Erkenntnisse erhofft sie sich von der nächsten Generation an Teleskopen. Das in den 1990er Jahren in Betrieb gegangene Weltraumteleskop Hubble wird im Dezember vom größeren James-Webb-Teleskop im Erdorbit abgelöst. Das wird der Suche nach Leben weiteren Auftrieb geben.

Industrie-Spartenobmann Peter Unterkofler verwies in seiner Einleitung auf die enorme Bedeutung von Innovation und Forschung, um die Zukunft zu bewältigen. Dazu hatte die renommierte Forscherin einen konkreten Tipp parat: „Nur neue Ideen bringen uns in der Forschung voran. Und die entstehen am besten in diversen Teams  aus unterschiedlichen Kulturen, Nationen und Fachrichtungen.“

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