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Alten Drahteseln neues Leben einhauchen

Jakob Deutschmann ist vor zwei Jahren mit seiner Firma Fanzy Bikes in die Selbstständigkeit gestartet. Mittlerweile ist er an zwei Standorten in Salzburg aktiv und will in Zukunft noch Größeres erreichen: Er will die erste Fahrrad-Upcycling-Fabrik der Welt gründen.

dds
© WKS/Hechenberger Jakob Deutschmann zelebriert in seinem Geschäft auch abendliche Jam Sessions für die Bike-Community.

Mit Fanzy Bikes setzt Jakob Deutschmann ein klares Statement gegen die Wegwerfgesellschaft. Er haucht alten, schrottreifen Fahrrädern neues Leben ein. „Viele ältere Räder landen irgendwann im Keller oder werden weggeworfen. Dabei braucht es oft nur ein paar Handgriffe, um aus dem alten Drahtesel wieder ein neues Bike zu machen“, erläutert Deutschmann. Das Herzstück jedes Rades ist der Rahmen. „Der hält im Grunde genommen ein Leben lang“, betont Deutschmann. Auch Gabeln, Lenker und Bremshebel funktionieren meist noch gut. Verschleißteile wie Ketten, Reifen oder Bremsteile tauscht er dafür öfters aus.

Um die Fahrräder auch optisch neu aussehen zu lassen, bekommen sie bei Fanzy Bikes auf Wunsch einen neuen Anstrich. „Der Spaß am Aufpeppen von Rädern ist mir aus meiner Jugendzeit geblieben“, so Deutschmann weiter. Bereits als Achtjähriger hat er die BMX-Räder seiner Freunde repariert und optisch aufgebessert. Später hat er eine Lehre als EDV-Techniker samt Matura gemacht, ist aber von seinem starken Interesse für Räder nie losgekommen. Als Fahrradkurier und Mitarbeiter bei Bergspezl hat er wieder zu seiner alten Leidenschaft zurückgefunden. Und durch sein KMU-Management-Studium an der FH Salzburg ist schließlich die Entscheidung für die Selbstständigkeit gefallen.

Kreislaufwirtschaft fördern

Heute betreibt Deutschmann eine Reparaturwerkstätte in der Karolingerstraße und einen Verkaufsladen in der Aiglhofstraße in der Stadt Salzburg. Unterstützt wird er dabei von zwei WG-Kollegen, die er als Teilzeitmitarbeiter angestellt hat. „Uns vereint die Begeisterung für Räder“, sagt Deutschmann. Diese wird nicht nur in der Firma und bei abendlichen Jam Sessions für die Bike-Community zelebriert, sondern auch beim BMX- und Fixiefahren mit Freunden.

Bei allen unternehmerischen Aktivitäten legt Deutschmann größten Wert auf Kreislaufwirtschaft. Alles wird so gut es geht wiederverwendet oder neugestaltet. Benötigte Ersatzteile bezieht er wenn möglich aus dem Großraum Salzburg. Alte Räder sucht er im Recyclinghof, auf Flohmärkten oder im Internet und verkauft diese nach der erfolgreichen Generalüberholung. Bei Rädern, die von Kunden gebracht werden, gibt es den Radservice ab 49 €, größere Eingriffe starten bei 150 €. „Ein Fahrrad ist für viele Menschen ein sehr persönliches und emotionales Produkt. Ich sorge dafür, dass sie es möglichst lange behalten und immer wieder neuen Spaß daran haben können“, so Deutschmann.

„Das Potenzial für mein Geschäft ist riesig“, resümiert Deutschmann. Daher ist er auch überzeugt davon, seinen großen Traum irgendwann in die Tat umsetzen zu können: Die Gründung der ersten Fahrrad-Upcycling-Fabrik der Welt.

www.fanzybikes.com

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