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Zuckerberg kündigt Dating-Funktion bei Facebook an

© APA (AFP/Getty) Facebook will das Geschäft von Flirt-Apps aufmischen

Facebook will das Geschäft von Flirt-Apps aufmischen. Bei der neuen Dating-Funktion werde man künftig auch auf Partnersuche gehen können, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstag auf der Entwicklerkonferenz F8 an. Der Datenschutz sei dabei besonders beachtet worden, versicherte er.

Das spezielle Profil werde unter anderem dafür sorgen, dass nur Personen außerhalb des eigenen Facebook-Freundeskreises vorgeschlagen werden. Die Aktie der Match Group, der Mutterfirma von Konkurrenten wie Tinder, sackte nach der Ankündigung sofort ab.

Ebenso will Facebook das Geschäft mit virtueller Realität mit Hilfe einer günstigeren Datenbrille ohne Kabel ankurbeln. Das Gerät mit dem Namen Oculus Go kommt im Gegensatz zu bisherigen VR-Brillen ohne Anschluss an einen leistungsstarken Computer aus. Das neue Gerät hat weniger Einsatzmöglichkeiten als das Top-Modell Oculus Rift, der Preis ist mit 219 Euro aber auch nur etwa halb so hoch. Dabei hat die Brille ein eigenes eingebautes Display: Wer VR günstig nutzen wollte, musste bisher auf Brillen-Gehäuse zu Preisen bei 100 Euro ausweichen, in die ein Smartphone eingesteckt werden muss.

Die Oculus Go sei vor allem für Menschen gedacht, die VR ausprobieren oder in der Brille Filme oder Videos ansehen wollen, sagte Produktmanager Madhu Muthukumar am Dienstag am Rande von Facebooks Entwicklerkonferenz F8. Außerdem gibt es eine Plattform für virtuelle Besuche von Konzerten und anderen Events. Die Entwickler seien bei der Rift selbst überrascht davon gewesen, wie viele Nutzer in VR Filme und Videos ansehen wollten, sagte der Manager. Für die Oculus Go seien die Linsen der Rift noch einmal verbessert worden.

Zuvor kündigte Facebook an, Nutzern eine einfachere Möglichkeit zu geben, einige gesammelte Informationen wie die Liste besuchter Websites oder angeklickter Links zu löschen. Außerdem könnten die Nutzer künftig auch verhindern, dass Daten über ihre Interaktionen mit anderen Websites und Apps überhaupt gespeichert werden, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstag an. Er verglich die Funktion "Clear History" mit dem Entfernen ähnlicher Informationen in Webbrowsern. Genauso könne ein solcher Schritt auch die Nutzung von Facebook weniger komfortabel machen, betonte er.

Es werde "einige Monate" dauern, die Funktion zu entwickeln, hieß es. Zunächst werde man in ihr Informationen sehen, die andere Websites und Apps mit Hilfe von Facebooks Analysewerkzeugen über die Nutzer gesammelt hätten. Bei der Entwicklung wolle Facebook auch mit Datenschützern, Aktivisten und Wissenschaftern zusammenarbeiten.

Facebook steht seit dem jüngsten Skandal um den Abfluss von Nutzerinformationen an die Analysefirma Cambridge Analytica unter massivem Druck, den Datenschutz zu verbessern. Das Online-Netzwerk schränkte bereits unter anderem den Zugang von Softwareentwicklern zu Nutzerdaten ein.