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Wirtschaft dynamischer als erwartet

© APA (dpa) Bauinvestitionen stiegen schlechter als erwartet

Österreichs Wirtschaft hat sich Ende 2017 noch dynamischer entwickelt als bisher gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal real um 0,9 Prozent anstelle der zunächst errechneten 0,8 Prozent, erklärte das Wifo am Mittwoch. Der Außenhandel verlief zu Jahresende sehr dynamisch. Und die Industrie expandierte so stark wie seit Mitte 2010 nicht mehr.

Im Jahresabstand wuchs das BIP in letzten Vierteljahr real 2,9 Prozent und damit ebenfalls 0,1 Prozentpunkt stärker als ursprünglich angenommen. Im dritten Quartal hatte das Plus im Jahresabstand 3,1 Prozent und gegenüber dem Vorquartal - wie auch nun zu Jahresende - 0,9 Prozent betragen. Laut Eurostat-Kriterien legte das BIP zuletzt im Quartalsabstand saison- und arbeitstagsbereinigt um 0,8 Prozent zu, wie bereits im dritten Quartal (und stärker als die +0,6 Prozent von Euroraum und EU); heimische Forscher präferieren aber die konstantere Trend-Konjunktur-Komponente.

Das positive internationale Umfeld begünstige weiterhin den Außenhandel, dessen Dynamik sich zu Jahresende nochmals beschleunigt habe, so das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorquartal um 1,9 Prozent, wobei hier vor allem die Güterexporte kräftig anzogen. Der Anstieg der Importe (+1,3 Prozent) blieb hinter den heimischen Waren- und Dienstleistungsausfuhren zurück; der daraus resultierende positive Wachstumsbeitrag machte im vierten Quartal laut Wifo mehr als ein Drittel des BIP-Wachstums aus.

Auch die Konsumnachfrage erwies sich den Experten zufolge "weiterhin als stabile Wachstumsstütze". Die privaten Konsumausgaben (inklusive private Organisationen ohne Erwerbszweck) expandierten um 0,4 Prozent - die öffentlichen Konsumausgaben mit 0,6 Prozent etwas stärker.

Leicht an Schwung verloren haben im Schlussquartal 2017 hingegen die Bruttoanlageinvestitionen, sie legten nur noch um 0,8 Prozent zu, nach noch 1,2 Prozent Plus im vorhergehenden Vierteljahr. Etwas schwächer als im zweiten und dritten Quartal stiegen zu Jahresende sowohl die Bauinvestitionen (+0,3 Prozent) als auch die Ausrüstungsinvestitionen (+1,7 Prozent).

Die heimische Industriekonjunktur verlief laut Wifo "passend zur guten Exportdynamik weiterhin sehr dynamisch". Die Wertschöpfung in der Sachgüterproduktion expandierte mit 3,0 Prozent (nach +2,8 Prozent im dritten Quartal) und erzielte damit das höchste Wachstum seit Mitte 2010. Auch im Bauwesen hielt die gute Konjunktur zu Jahresende an (+0,9 Prozent).

Ebenso unterstützten laut Wifo die Marktdienstleistungen das Wirtschaftswachstum: Die Wertschöpfung in den Bereichen Handel sowie Beherbergung und Gastronomie wuchs um 0,5 Prozent bzw. um 0,4 Prozent.

Die nächste vierteljährliche Konjunkturprognose von Wifo und IHS steht bereits am 16. März an, der Termin wurde um eine Woche vorverlegt; zuletzt wurde für 2018 ein reales BIP-Plus von 3,0 Prozent (Wifo) bzw. 2,7 Prozent (IHS) vorhergesagt. Für 2019 gingen im Dezember beide Institute gegenüber heuer von einer Wachstumsabschwächung aus: auf 2,2 (Wifo) bzw. 1,9 Prozent (IHS).