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WEF sieht Österreich im Wohlstandsranking auf Platz zehn

© APA (AFP) Davos wird ab Dienstag zum Wirtschafts-Treffpunkt

In einem vom Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos erstellen Wohlstandsranking, das neben dem Bruttoinlandsprodukt auch Faktoren wie Klimaschutz, Staatsschulden, Armut oder Gerechtigkeit berücksichtigt, belegt Österreich den zehnten Platz und rangiert vor allen führenden Industriestaaten. Weltweit vorne im WEF-Ranking liegt wie im Vorjahr Norwegen, gefolgt von Island, Luxemburg und der Schweiz.

Unter den G-7-Ländern bietet Deutschland laut dem jährlich erstellten "Inclusive Development Index" die beste Lebensqualität und belegt den 12. Rang von insgesamt 103 untersuchten Ländern. Deutschland liegt damit vor den übrigen G-7-Staaten Kanada (Platz 17) Frankreich (18), Großbritannien (21), den USA (23), Japan (24) und Italien (27), wie das Weltwirtschaftsforum (WEF) am Montag in Davos vor Beginn seiner Jahrestagung mitteilte.

Von Dienstag an treffen sich mehr als 3.000 Wirtschaftslenker und Politiker aus aller Welt in den Schweizer Bergen. Immer lauter wird dabei von Jahr zu Jahr die Kritik, dass Wirtschaftswachstum allein den Menschen nicht unbedingt eine Verbesserung ihrer Lebenssituation bringt. So prangerte die Hilfsorganisation Oxfam an, dass Wohlstand sich immer stärker auf die ohnehin schon Reichen konzentriere.

Das WEF selbst räumt ein, dass die zentrale Kenngröße zur Wirtschaftsleistung eines Landes - das Bruttoinlandsprodukt - zu kurz greift. Im eigenen Ranking werden deshalb Kategorien wie Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit hinzugenommen, um beispielsweise zu sehen, wie sehr die heutige Staatsverschuldung künftige Generationen belastet. So seien die USA zwar eines der Länder mit dem höchsten Wachstum, allerdings würden längst nicht alle Menschen daran teilhaben, stellte das Weltwirtschaftsforum fest.

Wirtschaftspolitik setze trotz besorgniserregender sozialer Ungleichheit noch zu sehr auf kurzfristiges Wachstum, hieß es weiter. Die Bevölkerung erwarte dagegen ein "Nettoergebnis", und das seien "breite, nachhaltige Fortschritte bei den Lebensstandards", sagte Richard Samans vom Weltwirtschaftsforum.