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US-Notenbank erhöht Zinsen vorerst nicht

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) legt eine Zinspause ein. Nach der Erhöhung vom März beließ sie den geldpolitischen Schlüsselsatz am Mittwoch in der Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent. Die Teilnehmer an den Finanzmärkten rechnen angesichts anziehender Inflation und de facto erreichter Vollbeschäftigung allerdings für Juni mit dem nächsten Schritt nach oben.

Die Fed nährte diese Erwartung, indem sie auf Fortschritte auf dem Weg zum Erreichen des selbst gesteckten Inflationsziels hinwies. Sie strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent an und ist im März mit 1,9 Prozent nahe an den Idealwert herangerückt. Die Inflationsrate werde sich wohl auch mittelfristig nahe diesem Niveau bewegen, so die Prognose der Fed.

Zudem bescheinigten die Währungshüter dem Arbeitsmarkt Stärke. Mit 4,1 Prozent ist die Arbeitslosenquote bereits auf dem niedrigsten Niveau seit 17 Jahren.

Die Fed hatte für dieses Jahr insgesamt drei Zinserhöhungen ins Auge gefasst, doch manche Experten rechnen mit vier Schritten. Sie erwarten, dass sich die Währungshüter stärker gegen eine drohende Überhitzung der Wirtschaft stemmen werden, die durch die radikale Steuerreform von US-Präsident Donald Trump zusätzlich befeuert wird.

Die New Yorker Börsen reagierten positiv auf die Fed: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,2 Prozent zu, der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,1 Prozent. Die Nasdaq baute frühere Gewinne aus und notierte 0,4 Prozent höher. Der US-Dollar-Index drehte dagegen ins Minus.