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Trump und EZB trieben Euro auf höchsten Stand seit Ende 2014

© dpa-Zentralbild Der Höhenflug der vergangenen Monate setzte sich fort

Der Euro ist am Mittwoch im frühen Handel auf den höchsten Stand seit Dezember 2014 gestiegen. Während US-Präsident Donald Trump durch seine Handelspolitik verunsichert und den Dollar schwächt, sorgen Spekulationen um den künftigen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) beim Euro für Auftrieb. In der Nacht kletterte der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,2335 Dollar.

Damit setzte sie ihren Höhenflug der vergangenen Monate fort. Seit Anfang November zog der Euro zum Dollar um rund sechs Prozent an - über die vergangenen zwölf Monate summiert sich das Plus auf fast 15 Prozent.

Ein wichtiger Grund für den Euro-Anstieg ist eine Schwäche der US-Währung, die auch gegenüber anderen wichtigen Devisen wie dem japanischen Yen nachgab. Laut Antje Praefcke, Expertin bei der Commerzbank, hat Trump den Dollar zuletzt durch seine Einführung hoher Einfuhrzölle auf Solarpaneele und Waschmaschinen unter Druck gebracht. Nun werden die Anleger eine für diesen Freitag angesetzte Rede des US-Präsidenten beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Blick behalten. "Trompetet Trump in Davos weiter Protektionismus, bleibt der Dollar aus Sorge vor einem drohenden Handelskrieg unter Druck", sagte Praefcke.

Zudem wird der Euro durch Spekulationen gestärkt, die EZB könnte nach ihrer Zinsentscheidung am Donnerstag Hinweise in Richtung einer schnelleren Abkehr von ihrer extrem lockeren Geldpolitik geben. Demnach könnte sie die Wortwahl zum künftigen Kurs ändern oder Hinweise auf das endgültige Ende der milliardenschweren Anleihekäufe geben. Mit Spannung wird auch erwartet, inwieweit sich EZB-Chef Mario Draghi zur jüngsten Euro-Stärke äußern wird.