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Oö. Amering übernimmt Lieferanten von Toni's Freilandeier

© APA (dpa) 110 Eier-Lieferanten haben einen neuen Abnehmer

Der Vorchdorfer Familienbetrieb Amering Salzkammergut Eiprodukte GmbH übernimmt 110 Lieferanten des insolventen steirischen Unternehmens Toni's Freilandeier. Rund 50 Mio. Eier pro Jahr werden sie künftig liefern, bestätigte Geschäftsführer Roman Amering der APA Berichte in den "OÖN" und der "Kleine Zeitung" vom Dienstag.

Ein Obmann eines Vereins der Lieferanten sei an ihn herangetreten. "Er hat geschaut, dass die Bauern nicht in der Luft hängen", erklärte Amering, der Gewerbe und Lebensmittelindustrie aber auch den Handel mit unterschiedlichen Produkten von Vollei bis zu Sondermischungen und Frischeiern bedient. Spätestens im Mai, nach Ablauf einer sechsmonatigen Frist ab Insolvenz von Toni's, wahrscheinlich aber schon ab Ostern, dürfen die Landwirte an den oberösterreichischen Verarbeiter liefern. "Ich gehe davon aus, dass der Masseverwalter mit Ostern in der Steiermark dicht macht." Laut "OÖN" sollen am 2. März bei einer Tagsatzung am Landesgericht Leoben Kaufangebote geprüft und dann entschieden werden.

Amering habe den Bauern aus der Steiermark, aber auch Ober- und Niederösterreich angeboten, 30 Prozent ihrer Ausfälle durch die Insolvenz zu übernehmen, "ein Willkommensbonus", nannte es der Firmenchef. An der Eiersammlung ändere sich nichts, derselbe Lieferant wie bisher hole die Eier ab und bringe sie dann zum neuen Abnehmer.

Der Betrieb im Salzkammergut wurde vor zwei Jahren ausgebaut und könne mit einer der modernsten Anlagen weltweit die zusätzliche Ware gut managen, betonte Amering. Seine derzeitigen Lieferanten von Vorarlberg bis Wiener Neustadt bringen jährlich 100 bis 120 Mio. Eier. Im Freilandbereich war die Firma bisher nicht so stark, mit den neuen Bauern bekomme man "einen tollen Markt auf einen Tusch", freute sich der Geschäftsführer. Betriebsstätten und die Marke "Toni's Freilandeier" interessieren ihn nicht. Ob die Eier unter "Amering" oder als Eigenmarke der Handelsketten in den Verkauf gehen, sei mit diesen noch abzuklären.

Das Unternehmen setzt jährlich rund 20 Mio. Euro um, für heuer erwartet Amering einen Umsatz von 30 bis 35 Mio. Euro durch die zusätzlichen Lieferungen. Auch durch den Fipronil-Skandal hätten sich bereits Zuwächse bei Flüssigei ergeben. Die Gastronomie tendiere zu gesicherter Ware aus Österreich. Vier bis fünf neue Mitarbeiter sollen eingestellt werden, sodass Ende des Jahres 43 bis 45 Leute für den Betrieb arbeiten werden..