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Hohe Dürreschäden für heimische Bauern

© APA (dpa) Ernteeinbußen bei Getreide von bis zu 20 Prozent

In Europa wie auch in Österreich halten Hitze und Dürre weiter an. Auch für die nächsten Wochen herrscht in der Landwirtschaftskammer wenig Optimismus. Dort rechnet man mit Ernteeinbußen bei Getreide von bis zu 20 Prozent. Deutlich höher sollen die Einbußen bei Grünland ausfallen, sagte Adi Marksteiner, Referent für Marktpolitik in der Landwirtschaftskammer, am Donnerstag zur APA.

Anfang August hatte die Agrarmarkt Austria (AMA) die erwartete Getreide-Erntemenge auf 2,8 Mio. Tonnen (ohne Mais) geschätzt, 12 Prozent unter dem fünfjährigen Schnitt. Inklusive Mais rechnete man damals mit einer Gesamtproduktion von 4,9 Mio. Tonnen und einer notwendigen Importmenge von rund 1,2 Mio. Tonnen.

Auch in der Landwirtschaftskammer geht man von Ertragseinbußen bei Getreide und Mais in Höhe von einer Million Tonnen aus. Treffen werde dies vor allem die Viehwirtschaft, erklärte Marksteiner. Schon jetzt kämpfen heimische Bauern wegen der Dürre mit Preissteigerungen bei Futtermittel. Wie sich der Futtermangel im kommenden Winter für die Bauern auswirkt, konnte Marksteiner noch nicht sagen. Ein endgültiges Schadensbild werde man erst Ende August abgeben können, erklärte er. Man wolle nicht unnötig schwarzmalen, es schaue aber nicht gut aus, so der Landwirtschaftskammer-Experte.

Vergangenen Dienstag hatte die Hagelversicherung die durch die Hitze entstandenen Schäden in der Landwirtschaft auf rund 210 Mio. Euro geschätzt. Marksteiner geht davon aus, dass die Schäden möglicherweise noch höher sein werden.

Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich fordert staatliche Unterstützung für heimische Viehbauern. Die wirtschaftlichen Schäden seien vor allem im Grünland und im Futterbau besonders dramatisch, Oberösterreich sei das von der Dürre hauptbetroffene Bundesland, heißt es in der Aussendung. Die für die oberösterreichischen Viehhalter erforderlichen Ersatzfuttermittelkäufe seien durch die steigenden Preise belastend, viele Betriebe seien bereits gezwungen, den Tierbestand überhaupt zu reduzieren. "Öffentliche Hilfsmaßnahmen für die hauptbetroffenen Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter in Oberösterreich sind angesichts der heurigen klimatischen Ausnahmesituation unverzichtbar", so LK-OÖ-Präsident Franz Reisecker.