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Handybeschwerden gingen 2017 weiter zurück

© APA (dpa) Datenroaming als Zankapfel zwischen Kunden und Netzbetreibern

Die Zahl der Handybeschwerden ist 2017 weiter zurückgegangen. 1.893 Fälle im Bereich Telekommunikation und Medien brachten Nutzer voriges Jahr bei der Schlichtungsstelle ein, so der Telekomregulator RTR am Montag. Das ist im Vergleich zu 2016 ein Minus von fünf Prozent und der niedrigste Wert der vergangenen 15 Jahre. In 84 Prozent der Fälle kam es zu einer Einigung - ein Rekord.

Die Bilanz ist aber nicht in allen Bereichen positiv: Auffallend stark gestiegen ist von 2016 auf 2017 die Zahl der eingebrachten Fälle bei Entgeltstreitigkeiten über Datendienste-Roaming (von 117 auf 216), dies wegen der neuen EU-Roamingregeln. Auch über die Handy-Netzqualität haben sich deutlich mehr Kunden beschwert (148 nach 79). Dagegen gab es dank der "großen Kooperationsbereitschaft der Betreiber" weniger Entgeltstreitigkeiten über Dienste von Drittanbietern (247 nach 398).

Allgemeine Vertragsstreitigkeiten etwa wegen unklarer Klauseln oder Kündigungsfragen stellten die größte Beschwerdegruppe dar (629 Fälle). 93 Prozent aller Verfahren wurden binnen 90 Tagen beendet. RTR-Geschäftsführer Johannes Gungl zufolge sind die Betreiber bereit, schnell eine einvernehmliche Lösung zu finden. Im Bereich Pay-TV gab es voriges Jahr 80 Fälle.

Um ganze 74 Prozent zugelegt hat die Zahl der Schlichtungsanträge bei den Postdiensten (von 159 auf 277). Grund für das große Plus dürfte laut RTR sein, dass die Postdienste-Schlichtungsstelle stark beworben und damit bekannter wurde. "Im Vergleich zu den rund 720 Millionen im Inland beförderten Paketen und Briefen 2017 sehen die 277 Fälle aber sehr gering aus", so Gungl in einer Aussendung. Die meisten Probleme gab es bei der Zustellung (83 Fälle).

Derzeit hat die RTR sogenannte Ping-Anrufe am Radar. "Dabei lassen es Anrufer mit ausländischen Nummern nur einmal kurz klingeln und legen wieder auf. Der Grund: Sie wollen zu einem Rückruf verleiten", erklärte die RTR. Das kann bei Ferngesprächen teuer werden. Die Regulierungsbehörde weiß noch nicht, wie viele Österreicher betroffen sind und hat zwecks Datenerhebung die Meldestelle Rufnummernmissbrauch (http://www.rufnummernmissbrauch.at/) eingerichtet. Betroffene können dort verdächtige Nummern bekanntgeben.