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Fachkräftemangel bremst das Wirtschaftswachstum

© APA (Symbolbild/dpa) Fachkräfte sind rar

Fachkräfte sind rar. Der Mangel nimmt Ausmaße an, die das Wirtschaftswachstum bremsen, so das Ergebnis einer Umfrage des Unternehmensberaters Deloitte unter rund 1.400 Finanzvorständen in 20 Ländern, davon 35 CFO (Chief Financial Officers) in Österreich. Technologisches Fachwissen und eine entsprechende Ausbildung fehlten. 61 Prozent der heimischen Manager orten hier "hohes Risiko".

Generell sei die Stimmung unter den österreichischen Unternehmen in den vergangenen Monaten "stark abgeflacht", heißt es in der Erhebung weiters. Neben dem Fachkräftemangel verunsicherten auch geopolitische Risiken und Cyber-Security-Themen.

"Der Fachkräftemangel ist das Thema Nummer eins in der Wirtschaft", bekräftigt Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich. Neben der mangelnden Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften drückten auch das "herausfordernde regulatorische Umfeld" und "hohe Kosten" auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich. In diesen Punkten rechnen die Finanzchefs den Angaben zufolge auch 2019 mit keiner wesentlichen Verbesserung. Die hohe Lebensqualität sei aber nach wie vor ein großer Pluspunkt.

Um die Chancen zu erhöhen, gutes Personal zu finden, bemühen sich die Finanzchefs um eine "attraktivere Gestaltung des Arbeitsumfelds", aber auch um eine Ausweitung der Zielgruppen bei der Mitarbeitersuche. Weiters dürfte die zunehmende Automatisierung eine Entlastung bringen.

Derzeit wollen jedenfalls 72 Prozent der in Österreich befragten CFO keine großen Risiken eingehen. Knapp die Hälfte rechnet aber damit, demnächst eine Übernahme durchzuziehen. Als Kaufziel werden direkte in- oder ausländische Mitbewerber genannt.

Rund ein Fünftel (21 Prozent) der in Österreich befragten Finanzchefs begleiten Unternehmen mit über 1 Mrd. Euro Jahresumsatz, 10 Prozent sind in Betrieben mit einem Jahresumsatz über 500 Mio. Euro tätig.