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Österreich krönt furioses Finale der Berufs-WM in Salzburg mit weiterem Weltmeistertitel und zwei Mal Bronze

WorldSkills: Betonbauer Jonas Schulner und Oliver Waily (NÖ) holen Gold, Chemielabortechnikerin Caroline Pahle (Tirol) und Speditionslogistiker Marko Nebrigic (Vbg.) sichern sich Bronze.

Jonas Schulner und Oliver Waily
© SkillsAustria/Florian Wieser Jonas Schulner und Oliver Waily

Rot-Weiß-Rot räumt beim Finale von WorldSkills, den 46. Berufsweltmeisterschaften der Fachkräfte (keine Lehrlinge!), in Salzburg noch einmal ab: Die Niederösterreicher Jonas Schulner aus Groß Gerungs und Oliver Waily aus Waldenstein werden Weltmeister im Teambewerb der Betonbauer. Es ist die sechste Goldmedaille für Team Austria bei dieser Berufs-WM.

Im Bewerb Chemielabor-Technik sichert sich die Tirolerin Caroline Pahle eine Bronzemedaille. Komplettiert wird das rot-weiß-rote Medaillentrio durch Marko Nebrigic. Der Vorarlberger gewinnt Bronze im Bewerb der Speditionslogistiker.

Fotos von der Siegerehrung und den Gewinnern finden Sie hier (werden laufend ergänzt).

Die siegreichen Fachkräfte wurden am Sonntagabend vor 1.000 Gästen bei der „Closing Ceremony“ im Messezentrum Salzburg prämiert. Insgesamt verfolgten an den drei Wettbewerbstagen rund 30.000 Menschen die Bewerbe vor Ort.

Österreichs Betonbauer sind Weltklasse

Oliver Waily und Jonas Schulner, die bei Leyrer + Graf beschäftigt sind, haben gegenüber ihren internationalen Mitstreitern mit vollem Einsatz und höchster Genauigkeit gepunktet. Konkret hat das niederösterreichische Weltmeister-Duo einen großen Unterzug sowie einen Bewehrungskorb errichtet – oberhalb einer aufwändigen Wandschalung. Sie haben unterschiedliche Mauerstärken, Abstufungen und Winkel sowie eine Rohrdurchführung realisiert. Einen Teil davon haben sie betoniert – und in die Oberfläche des Mauerstücks ein Yin-Yang-Symbol eingearbeitet.

Oliver Waily betont in der ersten Stellungnahme: „Man hat das Gefühl, man hat gute Arbeit geleistet, 130 Prozent gegeben. Dann hofft man aufs Stockerl. Dass es jetzt wirklich der Erste worden ist, da geht es um einen halben Millimeter – und den waren wir vorn.“

Teamkollege Jonas Schulner erklärt: „Am Vortag vor dem Bewerb hab ich gesagt: Nie! Der steht des psychisch net durch, den zerreißt es bald. Ich bin im Bett drin gelegen: Es hilft nichts, wir müssen das jetzt machen. Dass wir Gold haben, unglaublich. Ich freu mich jetzt einfach nur. Nie wieder schau ich den Plan an, was wir da aufgebaut haben. Alles egal, wir haben gewonnen.“

Waily weiter: „Wir haben keine Sekunde unnötig trainiert. Jede Sekunde war wichtig, damit wir das schaffen. Es liegt zwar viel an uns, aber ohne unseren Trainer und die Firma wäre es nicht gegangen. Die Medaille ist ordentlich schwer, morgen tut mir sicher das Genick weh.“ Silber bei den Betonbauern geht an Deutschland, Bronze an China. Eine schier unglaubliche Erfolgsserie geht damit weiter: Die rot-weiß-roten Betonbauer, trainiert von Thomas Prigl, haben seit 2015 bei jedem WM- oder EM-Antritt Gold geholt.

Tiroler Chemielabortechnikerin holt Bronze

Groß ist die Freude auch bei der Tiroler Chemielabortechnikerin Caroline Pahle: Die 22-Jährige aus Jenbach, die bei Novartis AG arbeitet, wird sensationelle Dritte. Damit sorgt sie für die erste österreichische WM-Medaille aller Zeiten bei den Chemielabortechnikern. Die Tirolerin hat während des Wettbewerbs Inhaltsstoffe von Medikamenten analysiert, Verunreinigungen identifiziert und Berechnungen angestellt – und mit analytischer Genauigkeit und fachgemäßem Handling der Geräte und Chemikalien auf der weltweiten Bühne überzeugt.

Pahle kann den Erfolg noch gar nicht fassen: „Die Drittbeste der Welt in der Chemielabortechnik! Ich bin überwältigt, voller Freude und richtig erleichtert, dass ich das geschafft hab. Die Wettbewerbstage waren ziemlich anstrengend, die Projekte waren richtig, richtig schwer und hart. Aber ich hab's durchgestanden, jede Aufgabe gemacht und jetzt bin ich echt stolz auf mich.“ Die Bronzemedaillen-Gewinnerin muss sich nur den Mitstreitern aus China (Gold) und Singapur (Silber) geschlagen geben.

Bronze für Vorarlberger Speditionslogistiker

Für die erste Medaille für Vorarlberg bei dieser WM-Spezialausgabe – die Wettbewerbe sind in insgesamt 15 Ländern ausgetragen worden, Salzburg markiert das Finale – sorgt Marko Nebrigic: Der Speditionslogistiker aus Nenzing erobert Bronze. Die internationalen Juroren hat der Mitarbeiter von Gebrüder Weiss mit einer starken Performance – er hat eine verkettete Frachtlogistik entworfen – beeindruckt. Der Vorarlberger sagt: „Die Emotionen sind gerade brutal. Ich zittere am ganzen Körper, sogar meine Stimme versagt ein bisschen. Ich bin überglücklich, dass ich hier auf dieser tollen Bühne auf dem Podest stehen durfte. Persönlich habe ich meine Leistung viel schlechter eingeschätzt, als sie nun tatsächlich war. Ich habe überhaupt nicht mit diesem Erfolg gerechnet. Dass ich nun Bronze erreicht habe, freut mich umso mehr. Die letzten Tage waren einfach sehr anstrengend – nicht nur körperlich, sondern eher mental. Du musst immer bei der Sache bleiben, bekommst einen Tunnelblick vor dem Computer. Heute wird noch richtig gejubelt – vielleicht gibt es auch noch das eine oder andere Bier.“ Gold bei den Speditionslogistikern geht an China, Singapur holt Silber.

Drei Auszeichnungen für starke Leistungen

Den starken Auftritt der österreichischen Teilnehmer:innen runden drei Medallions for Excellence ab, die für hervorragende Leistungen knapp hinter den Medaillenrängen vergeben werden: Maurer Kilian Lupinski (Karl Puchleitner BaugesmbH) aus der Steiermark, Elektrotechniker Christoph Rumpler (Windisch Elektro Technik), ebenfalls aus der Steiermark, und Philipp Bruckner (voestalpine Stahl) aus Oberösterreich erhalten diese Auszeichnungen.

Kilian Wallner, der Salzburger Lokalmatador aus St. Johann im Pongau, der bei Liebherr arbeitet, landet im stark umkämpften Bewerb der Land- und Baumaschinentechniker auf Platz neun.

Österreich zweitbestes Team der EU

Im Medaillenspiegel wird Österreich damit EU-weit sensationell Zweiter - vor Team Austria liegt lediglich Frankreich. Den Sieg im internationalen Medaillenspiegel holt sich bei WorldSkills 2022 SE China, gefolgt von Korea und Taiwan.

Eine der erfolgreichsten Weltmeisterschaften aller Zeiten

Österreich holt bei dieser Berufs-Weltmeisterschaft somit insgesamt 12 Medaillen (6 in Gold, 2 in Silber und 4 in Bronze). Damit zählt die diesjährige Berufs-WM zu den erfolgreichsten aller Zeiten für Rot-Weiß-Rot - gemeinsam mit Linz 1983 (insgesamt 19 Medaillen, davon fünf Mal Gold, acht Mal Silber und sechs Mal Bronze) und Kasan 2019, wo Team Austria ebenfalls zwölf Medaillen eroberte (sechs Mal Gold, fünf Mal Silber und ein Mal Bronze).

Statements: "Bereit für die Zukunft"

In seiner Eröffnungsredes sagte Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft: „Die letzten drei Tagen hier in Salzburg waren extrem aufregend. Die Leidenschaft, die Emotionen und die geballte Kompetenz war zu jedem Zeitpunkt spürbar. WorldSkills steht international für höchste Qualität und Innovation. Die Weltmeisterschaft vernetzt nicht nur Menschen über Länder hinweg, sondern zeigt auch, dass unsere jungen Fachkräfte bereit für die Herausforderungen der Zukunft sind. Die WM-Teilnehmer haben gezeigt, dass sie Lösungen zu Problemen – wie dem Klimawandel – beisteuern können. Ich darf allen Teilnehmern ganz herzlich zu den tollen Leistungen gratulieren.“

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer: „Dieses Finale ist ein ganz spezieller Moment für uns alle, weil es das Finale eines einzigartigen Wettbewerbs markiert. In den letzten Tagen haben wir hier 97 Teilnehmer aus 36 Nationen erlebt, aber auch bemerkenswerte Leistungen, eine unglaubliche Leidenschaft und herausragende Fähigkeiten. Danke an alle Beteiligten, die an diesem einzigartigen Event beteiligt waren.“

Amelie Groß, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich: „Jeder, der die strahlenden Gesichter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sieht, spürt sofort den Skills-Spirit. Ihr habt der ganzen Welt vorgeführt, was ihr drauf habt. Niemand von euch tut nur das Nötigste, Jeder und Jede ist bereit, die Extrameile zu gehen. Ihr seid Vorbilder für alle jungen Menschen, eure Leidenschaft ist eine Inspiration für uns alle.“ Sie kündigte überdies die neue Initiative „Skills Week Austria“ an, mit der Österreich ab 2023 den Skills-Spirit in die ganze Bevölkerung tragen möchte.

(PWK497/HSP)

Ergebnisse der Österreicher bei den 7 WorldSkills-Bewerben in Salzburg

1 Mal Gold, 2 Mal Bronze, 3 Medallions for Excellence:

  • GOLD: Jonas Schulner und Oliver Waily - Niederösterreich - Betonbau
  • BRONZE: Caroline Pahle - Tirol - Chemielabortechnik
  • BRONZE: Marko Nebrigic - Vorarlberg - Speditionslogistik
  • Medallion for Excellence: Kilian Lupinski - Steiermark - Hochbau
  • Medallion for Excellence: Christoph Rumpler - Steiermark - Elektrotechnik
  • Medallion for Excellence: Philipp Bruckner - Oberösterreich - Anlagenelektrik
  • Platz 9: Kilian Wallner - Salzburg - Land- und Baumaschinentechnik

Gesamtergebnis WorldSkills 2022 Special Edition: Alle Medaillen von Österreich

6 Mal Gold, 2 Mal Silber, 4 Mal Bronze, 20 Medallions for Excellence:

  • Gold: Christoph Pessl - Steiermark - Maler
  • Gold: Florian Bliem - Tirol - Sanitär- und Heizungstechnik
  • Gold: Alexander Gfellner - Oberösterreich - Fliesenleger
  • Gold: Anna Karina Feldbauer - Oberösterreich - Steinmetz
  • Gold: Nicola Hochegger - Steiermark - Floristik
  • Gold: Jonas Schulner und Oliver Waily - Niederösterreich - Betonbau
  • Silber: Lukas Schwärzler - Vorarlberg - Maschinenbautechnik
  • Silber: Patrick Danninger - Oberösterreich - Kälte- und Klimatechnik
  • Bronze: Lucas Dolinar - Vorarlberg - Maschinenbau-CAD
  • Bronze: Wolfgang Ramminger - Steiermark - Bautischler
  • Bronze: Caroline Pahle - Tirol - Chemielabortechnik
  • Bronze: Marko Nebrigic - Vorarlberg - Speditionslogistik

Zusätzlich holte Team Austria insgesamt 20 Medallions for Excellence (für hervorragende Leistungen knapp hinter den Medaillenrängen):

Gregor und Jakob Litschauer (Teambewerb Mechatronik, NÖ) - Carina Warisch (Hotel Rezeption, NÖ) - Anna Saurer (Konditorin, Tirol) - Kevin Emhofer (CNC Drehen, Vbg.) - Atakan Kocaman (CNC Fräsen, Vbg.) - Lena Decker (Grafik Design, Tirol) - Timon Schwarz (IT Netzwerk- und Systemadministration, NÖ) - Nico Reiter und Matthias Winkler (Robot Systems Integration, Stmk.) - Daniel Schinagl (Schweißen, OÖ) - Lorenz Herzog (Elektronik, OÖ) - Dominik Kainersdorfer (Digital Construction, Stmk.) - Marvin Gornicec und Florian Rauch (Mobile Robotics, Stmk.) - Lisa Lintschinger (Mode Technologie, Salzburg) - Christoph Guggi (Koch, Kärnten) - Natalie Fehringer (Restaurant Service, NÖ) - Julian Erharter und Christoph Schipflinger (Teambewerb Gartengestalter, Tirol) - Markus Maier (Kfz-Technik, Stmk.) - Kilian Lupinski (Hochbau, Stmk.) - Christoph Rumpler (Elektrotechnik, Stmk.) - Philipp Bruckner (Anlagenelektrik, Stmk.)


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