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WorldSkills: Erfolge machen Rot-Weiß-Rot aktuell zur zweitbesten EU-Nation

Das „Team Austria“ ist weiter auf Erfolgskurs: Vier „Medallions for Excellence“ gehen aktuell nach Kärnten, Niederösterreich, Tirol und die Steiermark – Österreich ist im EU-Vergleich top

Worldskills 2022 Austria
© WorldSkills

Gleich vier „Medallions for Excellence“ hat das erfolgreiche österreichische Team an diesem Wochenende bei der aktuell stattfindenden Berufsweltmeisterschaft abgeräumt: Das Leistungsdiplom, das bei WorldSkills für außergewöhnlich starke Leistungen nach den Podiumsplätzen vergeben wird, geht an das Tiroler Gartengestalter-Duo Julian Erharter aus Stans und den Itterer Christoph Schipflinger. Die beiden, die bei Hussl Gartengestaltungs- und Landschaftsbau in Brixlegg arbeiten, schrammen als Fünfte nur hauchdünn am Podest vorbei. „Wahnsinn, dass wir unser Ziel, ein ‚Medallion for Excellence‘, erreicht haben. Vor allem angesichts der extrem starken Konkurrenz aus dem Ausland ist die Freude darüber, dass wir hier in Estland ganz vorne dabei sein konnten, wirklich gewaltig“, erklärt das Duo unisono. „Die letzte Woche war eine sehr anspruchsvolle für mich und meinen Teamkollegen Julian, weil wir die gesamte Zeit über unter Zeitdruck gestanden sind und dennoch probiert haben, das Bestmögliche herauszuholen“, sagt Schipflinger. „Wir sind megastolz auf uns! Es war ein total cooler Wettbewerb. Aber es war immer stressig und angespannt, die Stimmung trotzdem gut. Das Projekt war sehr aufwendig: Wir mussten u. a. einen kleinen Garten mit Teich, Springbrunnen, verschiedenen Pflasterungen, Hecken und eine Bank mit Gabionen entwerfen und realisieren – ein sehr, sehr vielseitiges Projekt. Mit der ‚Medallion‘ sind wir sehr zufrieden“, betont Teamkollege Erharter. 

Kärntner Koch kämpft sich in Weltspitze

Der Kärntner Christoph Guggi sichert sich mit einer starken Performance Platz acht und ein „Medallion for Excellence“ in Luzern.  „Mit der Leistung, die ich während der Wettbewerbstage abgerufen habe, bin ich mehr als zufrieden. Das Konzept, das ich in den letzten Monaten intensiv trainiert habe, konnte ich zu 100 Prozent umsetzen – darum ist die Freude über das ‚Medallion‘ sehr, sehr groß“, freut sich der Ebenthaler, der sich in Luzern mit den besten Köchen der Welt in seinem Fach gemessen hat. Zur Orientierung: Als Hauptgang musste Guggi „Chicken Kiew“, ein im östlichen Europa weit verbreitetes Hühnergericht, nach eigener Interpretation zubereiten. Ovomaltine, Bündnerfleisch, getrocknete Birnen und Pilze sowie Hartkäse – allesamt kulinarische Delikatessen des WM-Gastgeberlandes der Köche – musste Guggi in das Menü spontan einflechten.

Starke Performance von Niederösterreicherin

Im eidgenössischen Luzern hat auch die Niederösterreicherin Natalie Fehringer reüssiert: Im „Skill“ Restaurantservice erkämpft sich die Pulkauerin den hervorragenden achten Platz. „Es war von der ersten Sekunde an ein sehr fordernder Wettbewerb. Die Vorbereitung war hart, aber im Nachhinein gesehen absolut erforderlich: Denn das war die entscheidende Basis, um das ‚Medallion for Excellence‘ zu erobern“, freut sich Fehringer, die im Vienna Marriott Hotel arbeitet, über den Erfolg.

Steirer im Spitzenfeld

Im absoluten Spitzenfeld landet auch der steirische Kfz-Spezialist Markus Maier: Der Dobler, der bei AVL List in Graz arbeitet, wird im stark umkämpften Bewerb der Automotive-Techniker hervorragender Zehnter. „Dieses Leistungsdiplom ist der Lohn einer brutal harten Vorbereitung – es ist richtig cool, dass es gelungen ist, meine Leistung an den Wettbewerbstagen punktgenau abzurufen. Ich freu mich einerseits darüber, dass der sehr fordernde Wettbewerb nun abgeschlossen ist, andererseits auch über das Ergebnis. Beim Bewerb bin ich mehrfach absolut an meine Grenzen gestoßen – es war extrem knifflig“, sagt Maier.  

Österreich ist zweitbeste EU-Nation

Die bisherigen Leistungen der heimischen Fachkräfte – nach 48 von 62 WM-Bewerben – sind hoch einzuordnen: Im EU-Vergleich liegt Österreich derzeit – mit je zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie 17 „Medallions for Excellence“ (die detaillierte Auflistung finden Sie weiter unten) – auf dem sensationellen zweiten Platz. Nur Frankreich konnte – mit fünf Gold, einer Silber- und fünf Bronzemedaillen – öfter anschreiben. Im weltweiten Vergleich rangieren die rot-weiß-roten Asse derzeit auf Rang acht. Angeführt wird der WM-Medaillenspiegel zurzeit von China: Das „Reich der Mitte“ konnte bislang 14 Bewerbe für sich entscheiden. Auf den weiteren Plätzen folgen Korea und Japan.

Starke Österreich-Bilanz

In der Berufs-WM-Geschichte durfte Rot-weiß-rot bis dato insgesamt über 83 Gold-, 68 Silber- und 73 Bronzemedaillen jubeln. Bei der bislang erfolgreichsten Berufsweltmeisterschaft – 2019 in Kazan – eroberte Österreich 12 Medaillen (sechs Gold-, fünf Silber- und eine Bronzemedaille). Das erfolgreichste Bundesland ist bis dato Vorarlberg: Fachkräfte aus dem „Ländle“ holten bislang 20 Gold-, 14 Silber- und neun Bronzemedaillen bei Berufsweltmeisterschaften. 

„Sensationelle Leistungen“

SkillsAustria-Präsident Josef Herk jubelt: „Die Leistungen unserer heimischen Berufs-Asse sind sensationell! Unsere Fachkräfte haben bei dieser Weltmeisterschaft eindrucksvoll Kompetenz und Qualität der beruflichen Ausbildung in Österreich in die Welt getragen. Die Vorfreude auf die weiteren Bewerbe und ganz besonders auf die Heimweltmeisterschaft in Salzburg, wo die weltbesten ‚Young Professionals‘ in sieben ‚Skills‘ um Medaillen kämpfen, ist riesengroß!“

„Gleich vier ‚Medallions for Excellence‘ für Österreich! Diese Erfolge sind der verdiente Lohn für unermüdlichen Einsatz und große Leidenschaft für den Beruf. Wir freuen uns sehr mit unseren Weltklasse-Profis und sind stolz auf ihre Leistungen. Zugleich ist die rot-weiß-rote Erfolgsbilanz aber auch ein unbestechlicher Beleg für die hohe Qualität der Ausbildung in Österreich. Wir hoffen, dass sich ganz viele junge Menschen davon inspirieren lassen und eine Karriere als Fachkraft anstreben“, sagt Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).  

WorldSkills als “Special Edition”

Es ist eine ganz besondere Premiere, die 2022 stattfindet: Nach der Absage von Shanghai finden die WorldSkills-Bewerbe rund um den Globus statt. Erstmals in der Geschichte werden die Berufs-Weltmeisterschaften in insgesamt 15 Ländern ausgetragen.

Neben Österreich sind das Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Schweden, Schweiz, Südkorea, die USA und das Vereinigte Königreich. Österreich tritt in der Version „Skills around the world“ mit 45 jungen Fachkräften an, die sich mit über 1.000 Mitstreitern aus der ganzen Welt messen.

Bewerbe in Salzburg als krönender Abschluss

Die Bewerbe in Österreich bilden den krönenden Abschluss von WorldSkills Competition 2022 Special Edition In der Mozartstadt werden von 23. bis 27. November sieben Wettbewerbe ausgetragen: Konkret sind das Betonbau, Hochbau, Elektrotechnik, Anlagenelektrik, Speditionslogistik, Chemie-Labortechnik und Schwerfahrzeugtechnik. Das Wettbewerbsgelände wird im Messezentrum Salzburg sein, die Bewerbe finden zeitgleich zur BIM Berufs-Info-Messe statt. 

Medaillenbilanz von Österreich bei dieser WM (Stand: 31.10., 9 Uhr)

Medaille Teilnehmer Bundesland Bewerb
Gold Anna Karina Feldbauer Oberösterreich Steinmetz
Gold Nicola Hochegger Steiermark Floristik
Silber Lukas Schwärzler Vorarlberg Maschinenbautechnik
Silber Patrick Danninger Oberösterreich Kälte- und Klimatechnik
Bronze Lucas Dolinar Vorarlberg Maschinenbau-CAD
Bronze Wolfgang Ramminger Steiermark Bautischler

Steckbrief

Bildmaterial

Aktuelles Bildmaterial ist auf folgenden Flickr-Kanälen abrufbar und für Pressezwecke unter Nennung der Bildrechte (WKÖ/SkillsAustria/Florian Wieser bzw. WorldSkills) kostenfrei verwendbar.

Weitere Informationen zu den Berufswettbewerben auf nationaler und internationaler Ebene finden Sie auf unserer

Über SkillsAustria

SkillsAustria ist ein gemeinnütziger Verein der WKO und koordiniert als Zentrum für Berufswettbewerbe die österreichischen Staatsmeisterschaften (AustrianSkills). Deren Sieger vertreten Österreich bei den internationalen Bewerben – EuroSkills und WorldSkills. Darüber hinaus ist SkillsAustria für die Vorbereitung und Entsendung des österreichischen Teams zu den internationalen Berufswettbewerben sowie für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Seit 1958 ist die Wirtschaftskammer Österreich Mitglied von WorldSkills International und entsendet seit 1961 regelmäßig ein österreichisches Team zu den internationalen Berufsweltmeisterschaften. Zudem ist die WKÖ seit 2007 Mitglied von WorldSkills Europe. Österreich ist bei EuroSkills seit den ersten Europameisterschaften 2008 am Start.

SkillsAustria wird von der WKÖ, den neun Wirtschaftskammern in den Bundesländern sowie den Fachorganisationen der Sparten Gewerbe und Handwerk, Industrie, Tourismus und Freizeitwirtschaft, Information und Consulting, Handel sowie Transport und Verkehr finanziert. Mitfinanziert werden die Tätigkeiten von Seiten des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft. Unterstützt wird das SkillsAustria-Team zusätzlich von workwear engelbert strauss, Schütze Schuhe, Würth, dem WIFI Österreich und dem Fachverband Personenberatung und Personenbetreuung.

Über WorldSkills

WorldSkills International wurde 1950 gegründet und ist heute eine weltweite gemeinnützige Organisation mit 85 Mitgliedsländern auf fünf Kontinenten. Ihre Mission ist die ständige Aufwertung des Ansehens der handwerklichen, industriellen und Dienstleistungsberufe bzw. der Berufsbildung weltweit. Ziel dieser internationalen Plattform ist es, junge Fachkräfte zu fördern und neue, innovative Wege der Berufsbildung zu entwickeln.

Alle zwei Jahre richtet WorldSkills International Berufsweltmeisterschaften in wechselnden Austragungsorten aus. Jedes WorldSkills-Mitgliedsland hat die Möglichkeit, je einen Teilnehmer bzw. ein Teilnehmer-Team pro Beruf zu entsenden. Mittlerweile treten bis zu 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den WorldSkills Mitgliedsländern in über 60 Berufen an und wetteifern um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen und natürlich um den Titel „Weltmeister“ in ihrem Beruf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von WorldSkills dürfen im Wettbewerbsjahr nicht älter als 22 Jahre alt sein (Ausnahmen in einzelnen Berufen bis 25 Jahre). (PWK442/HSP)

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