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WKÖ-Umfrage: Lehre weiter im Aufwind

So viele Lehranfänger wie zuletzt 2013 – Acht von zehn Lehrlingen geben Bestnoten – WKÖ-Kühnel: "Stimmungsbild ist frühlingshaft"

Lehre
© Envato

Die Lehre ist in Österreich im Aufwind: Das belegen nicht nur gestiegene Lehrlingszahlen, sondern auch eine aktuelle Umfrage, die das market-Institut im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich unter 487 Lehrlingen durchgeführt hat. Diese zeigt ein steigendes Karriere- und Selbstbewusstsein der jungen Menschen. Demnach sind 82 Prozent der Befragten überzeugt, dass sie mit einer abgeschlossenen Lehre leicht einen Arbeitsplatz finden werden.  Eine Lehre bereitet besser auf das Arbeitsleben vor als die Schule: Das wird von 79 Prozent unterstrichen. Und sogar 85 Prozent wissen um die Weiterbildungsmöglichkeiten nach einer Lehre.

"Das Stimmungsbild ist frühlingshaft. Nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie und angesichts des akuten Fachkräftemangels wissen die Lehrlinge bestens um den Wert ihrer Ausbildung. Die Lehre wird längst nicht als Einbahnstraße empfunden, sondern als Highway in Richtung berufliche Zukunft", sagt Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "In der Lehre sind der Karriereleiter keine Grenzen gesetzt". Zu den gefragtesten Berufen im 1. Lehrjahr zählt die Elektrotechnik (2.699, +7 %), Mechatronik (866 Lehrlinge, +29,8 %) oder die Informationstechnologie (502 Lehrlinge, +23,6 %), "Alles Berufe, die ganz stark auf die Themen Transformation der Wirtschaft und Green Skills einzahlen", betont die stv. WKÖ-Generalsekretärin. 

Besonders gut wird das Verhältnis zum Chef/zur Chefin bewertet (80 % sehr zufrieden/zufrieden), aber auch die fachliche Kompetenz der Ausbilder:innen (79 %), die Anerkennung der erbrachten Leistung (75 %) oder die Berufschancen im Unternehmen (73 %) werden gut oder sehr gut bewertet. 74 % würden sich "jederzeit wieder" für eine Lehre entscheiden. In der Öffentlichkeit könnte das freilich durchaus mehr Widerhall finden: 47 % der Befragten würden sich "mehr Anerkennung und Respekt für die Lehre als Ausbildung wünschen". 

Lebenslanges Lernen: Lehrlinge wollen sich weiterbilden

Bemerkenswert ist, dass 53 % der befragten Lehrlinge sich bereits Gedanken über ihre eigene Weiterbildung nach der Lehre machen. 44 % wünschen sich - ergänzend zu den Meister- und Befähigungsprüfungen – noch mehr Möglichkeiten, im Beruf höhere Bildungsabschlüsse zu erwerben. "Weiterbildung und Lebenslanges Lernen sind essenzielle Standortfragen. Aus Sicht der Wirtschaft braucht es deshalb eine baldige Umsetzung der höheren Berufsbildung", fordert Kühnel.

Die Digitalisierung ist in den Betrieben schon angekommen: 66 % setzen digitale Medien in der Ausbildung ein, Tendenz steigend: Im Vorjahr lag der Wert bei 57 %. 61 % der Lehrlinge sind (sehr) interessiert, Online-Plattformen zum Lernen zu nutzen.

"Je selbstverständlicher der Umgang mit digitalen Lerninhalten wird, umso zukunftsfähiger können sich die heimischen Arbeitskräfte und Betriebe aufstellen. Um das digitale Lernen zu fördern, haben die Wirtschaftskammern mit wîse up eine Plattform geschaffen, die allen Unternehmen einen einfachen Touchpoint in die digitale Aus- und Weiterbildung eröffnet", so Kühnel.  

Lehranfänger: Höchster Wert seit 2013 

Die endgültigen Lehrlingszahlen für das Jahr 2022 zeigen, dass die Corona-Delle mehr als wettgemacht ist: Mit 35.233 Lehrlingen im ersten Lehrjahr haben in Österreich im abgelaufenen Jahr so viele junge Menschen eine Lehre begonnen wie zuletzt 2013 – davon 32.064 in Ausbildungsbetrieben, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 8,5 Prozent. "Unsere Ausbildungsbetriebe setzen damit die bestmögliche Zukunftsinvestition. Denn wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte in großer Zahl, um die Energie-, Mobilitäts- und Klimawende zu schaffen", zeigt sich Kühnel erfreut.

Besonders viele Lehranfänger:innen verzeichnen Information & Consulting (+29 %), Tourismus & Freizeitwirtschaft (+28 %) sowie Bank & Versicherung (+31 %). Zahlenmäßig die höchsten Zuwächse gab es in der Industrie (+17 % oder 684), erneut in Tourismus & Freizeitwirtschaft (+28 % oder 605) sowie in Gewerbe und Handwerk (+3 % oder 405).

Insgesamt waren mit Jahresende 2022 in Österreich 108.085 Lehrlinge in Ausbildung (+0,5 %), davon 101.857 in Ausbildungsbetrieben (+1,1 %). Es könnten aber noch deutlich mehr sein, denn beim AMS sind momentan um fast 10.000 mehr offene Lehrstellen als Bewerber:innen gemeldet. Kühnel: "Das Werben um die jungen Fachkräfte und die vielen attraktiven Möglichkeiten wie Lehre mit Matura oder die neue Duale Akademie zeigen Wirkung. Jetzt gilt es, diese Zukunftschancen noch breiter an Zielgruppen wie Maturant:innen oder Umsteiger:innen von den Unis und Hochschulen zu kommunizieren."

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