th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

WKÖ-Trefelik warnt: Energiekosten treiben Handel an den Abgrund

Handelsobmann sieht Unterstützungsmaßnahmen „höchst an der Zeit“ – Energiekostensteigerungen lassen viele Händler in Verlustzone schlittern 

Teuerung Energie und Strom
© envato/jirkaejc

"Die Energiekostensituation nimmt bereits existenzbedrohende Ausmaße an. Viele Händler können die Kostenexplosion nicht mehr allein stemmen“, warnt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Denn die Gewinnmargen im Handel sind äußerst gering. Sie liegen von Branche zu Branche unterschiedlich nur zwischen einem und drei Prozent. "Gibt es auf der Kostenseite solche Ausreißer wie derzeit, dann macht das nicht nur jegliche Kalkulation unmöglich, sondern manche Händler rutschen massiv in die Verlustzone“, so Trefelik. Denn gänzlich an die Kunden weitergeben könne man die derzeitigen Kostensteigerungen nicht. 

Beispiele zeigen: Stromkosten steigen exorbitant  

Wie hoch die Kostensprünge sind, illustriert der Handelsobmann anhand mehrerer Beispiele:

Bei einem Elektrohändler stiegen die Energiekosten von 500.000 Euro im Vorjahr auf 1,8 Mio. Euro heuer.

Eine Modekette, die im Vorjahr Stromkosten von 150.000 Euro hatte, muss 2022 rund 800.000 Euro für Strom zahlen. Und bei einem Multibrandanbieter legten die Energiekosten von 2,1 Millionen auf stolze 11 Millionen Euro zu.  

"Solch exorbitante Kostensteigerungen gehen zulasten des Eigenkapitals und der Liquidität. Das hält kein Betrieb lange aus“, sagt Trefelik. Noch dazu sei es in vielen Handelsbranchen nach zweieinhalb Jahren Corona und der derzeit erneut eingetrübten Konsumlaune ohnehin nicht gut um die Liquidität bestellt.

Aus diesem Grund sieht Trefelik Unterstützungsmaßnahmen für den Handel "höchst an der Zeit“, etwa in Form des Energiekostenzuschusses, den die Regierung der Wirtschaft bereits vor längerer Zeit in Aussicht gestellt hat. Wichtig sei es jedenfalls, rasch zu handeln. "Es muss jetzt zu einer Abfederung der Kostenexplosion kommen. Ansonsten stehen viele Handelsbetriebe vor dem Aus“, warnt der Handelsobmann. 

Das könnte Sie auch interessieren

Grafik zu Vernetzen, Digitalisierung

Start der Cable Days 2022: Visionen für Daten, Medien und Kommunikation

WKÖ-Branchenobmann Gerhard Haidvogel eröffnet in Linz Österreichs zentrales Branchenevent für die Breitband- und digitale Medienwelt mehr

Transportbranche

WKÖ-Klacska: Rasche Umsetzung der Härtefallregelung nötig, um CO2-Bepreisung zu verkraften

Mobilitätsbranche begrüßt Energiekostenzuschuss, fordert angesichts der CO2-Abgabe ab Oktober aber rasche weitere Hilfen für Transportunternehmen ein mehr