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WKÖ-Schultz zu aktuellen Kinderbetreuungszahlen: Richtung stimmt – Tempo nicht

Betreuungsquote bei unter 3-Jährigen liegt österreichweit bei 29,1 Prozent 

Kinder in der Klasse
© AdobeStock

"Die Richtung stimmt, das Tempo nicht", kommentiert Martha Schultz, WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), die Ergebnisse der aktuellen Kindertagesheimstatistik, die jährlich von der Statistik Austria erhoben wird. Demnach lag die Betreuungsquote bei den unter 3-Jährigen im vergangenen Jahr bei 29,1 % (2020/2021: 27,6 %), wobei es große regionale Unterschiede gab. "Wenn man bedenkt, dass wir uns bereits 2010 zum Erreichen der Barcelona-Ziele – mit einer Betreuungsquote von 33 Prozent – verpflichtet haben, ist die Steigerung zwar positiv, aber sicher noch kein Grund zu jubeln", betont Schultz.

Enorme Herausforderung für alle Frauen in der Wirtschaft 

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt noch immer eine enorme Herausforderung für alle Frauen in der Wirtschaft mit Kindern dar. "Deshalb setze ich mich weiterhin konsequent für einen raschen, flächendeckenden Ausbau an ganzjähriger, flexibler Kinderbetreuung mit Öffnungszeiten, die dem Bedarf berufstätiger Eltern entsprechen, ein."

Zudem müsse vor allem die Qualität in der frühkindlichen Bildung gewährleistet sein, so Schultz: "Frühkindliche Bildung legt den Grundstein für Chancengerechtigkeit und den späteren Erfolg von Kindern. Unterschiedliche Studien belegen klar, dass Kinder, die von klein auf qualitätsvolle Betreuungsangebote genießen, später über ein besseres Bildungsniveau und Einkommen verfügen."

Langfristig die Ziele hoch stecken

Auch im Hinblick auf den akuten Arbeits- und Fachkräftemangel im Land, ist eine funktionierende, gut ausgebaute Kinderbetreuung das Gebot der Stunde, unterstreicht Schultz. Leider sind es zumeist immer noch die Mütter, die die Doppelbelastung von Job und Familie schultern müssen. "Hier gilt es, schnell in die Gänge kommen, um das Arbeitskräftepotenzial - insbesondere jenes von Frauen - voll auszuschöpfen", appelliert Schultz abschließend.

(PWK308/ES)

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