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WKÖ-Mahrer: An sicherer und leistbarer Energie hängt der Wohlstand des Landes

WKÖ-Wirtschaftsparlament – „Stehen vor extrem herausfordernder Situation, Geschwindigkeit im Ausbau von Energie-Infrastruktur hat oberste Priorität“

WKÖ-Präsident Harald Mahrer beim Wirtschaftsparlament im Juni 2022
© WKÖ/Marek Knopp

"Wir stehen vor einer extrem herausfordernden Situation, denn an sicherer und leistbarer Energie hängt der Wohlstand des Landes. Geschwindigkeit ist angesagt, um Planungssicherheit zu haben und um im internationalen Wettbewerb weiter konkurrenzfähig zu bleiben. Deshalb ist Österreich aufgefordert, schnell zu reagieren und den Ausbau von neuen Energieprojekten und in der Energieinfrastruktur sicherzustellen“, sagte Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), in seiner Rede vor dem Wirtschaftsparlament.  

Grundlage für das Ausrichten von politischen Maßnahmen ist aus seiner Sicht das Schaffen einer Balance im Dreieck aus Klima- und Umweltschutz, nachhaltiger Transformation sowie Leistbarkeit- und Verfügbarkeit von Energie. "Wir brauchen diese Balance, um im Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten“, so Mahrer. Es sei klar, dass Gas weiterhin als Energieträger fungieren wird, da es nicht rasch zu substituieren sei.  

Gleichzeitig brauche es eine rasche Diskussion darüber, wie Österreich den Lückenschluss im Gastransit bewerkstelligen könne – auch, um diese Infrastruktur künftig für Wasserstoff nutzen zu können. Österreich müsse alle Optionen prüfen, etwa, wie an erhöhten möglichen Gaslieferungen aus anderen Quellmärkten, beispielsweise nach Italien, partizipiert werden könne. Deutschland zeige durch klare Prioritätensetzungen in Form von Eil- und Notgenehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte den Weg. "Der Umstieg auf andere Energieformen soll zu einem Aufstieg und nicht zu einem Abstieg führen. Deshalb: Wenn Österreich nicht schnell ist, verlieren wir wertvolle Zeit und es wird teuer werden. Denn Energie ist das aktuelle Schlüsselthema“, betonte Mahrer. 

Gradmesser sei jedenfalls die Entwicklung der heimischen Exportwirtschaft, die im Vorjahr ein All-Time-High im Exportvolumen erreicht habe. Bereits jetzt gebe es teilweise enorme Betroffenheit in den unterschiedlichen Branchen in Folge des Russland-Ukraine-Krieges. Fehlende Planungs- und Versorgungssicherheit dürfe jedenfalls nicht dazu führen, dass der heimische Export international zurückfalle. "Deshalb ist eine gute Abstimmung innerhalb der Sozialpartnerschaft ebenso wichtig wie mit den Wirtschaftsvertretern auf europäischer Ebene. Beides funktioniert sehr gut“, so Mahrer, der abschließend für einen nationalen Schulterschluss und für ein klares Prioritätensetzen in energiepolitischen Fragen warb. 

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