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WKÖ-Kühnel: Neue EU-Innovationsagenda soll Forschungs- und Innovationspotenzial Europas mobilisieren

Wichtige Forderungen aus der WKO-Innovationsstrategie werden aufgegriffen

GSV Mag. Mariana Kühnel, M.A.
© WKÖ/Marek Knopp

Die Europäische Kommission hat heute ihre "neue europäische Innovationsagenda" mit 25 Maßnahmen und Initiativen für die kommenden Jahre bis 2024 vorgestellt. "Ziel ist, das Forschungs- und Innovationspotenzial Europas besser zu mobilisieren und somit die Innovationsfähigkeit Europas zu stärken, denn um die Herausforderungen von heute zu lösen und zu meistern bedarf es Ideen mit wirksamen Innovationen, um mehr Wertschöpfung zu hebeln. Damit werden nun auf europäischer Ebene auch wichtige Forderungen aus der WKO-Innovationsstrategie umgesetzt", sagt Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören insbesondere Initiativen, die die Erprobung und Testung von neuen Innovationen erleichtern sollen, wobei im Fokus der EU-Innovationsagenda die Bereiche "scale-up", "framework conditions", "innovation ecosystems", "innovation policy" und "talents" stehen.

Mit der neuen Innovationsagenda versucht die EU-Kommission Innovationshotspots in Europa besser zu vernetzen und so den Wissenstransfer zur stärken. Dies ist deshalb essenziell, da Innovation sehr stark auf lokaler Ebene entsteht. Um als Forschungs- und Wirtschaftsraum Europa Synergieeffekte optimal zu nutzen, bedarf es jedoch eines Wissens- und Technologietransfers zwischen den einzelnen Hotspots.

Besserer Zugang zu Finanzierung für Start-ups und innovativen Unternehmen 

Zudem schlägt die Innovationsagenda Lösungen für einen besseren Zugang zur Finanzierung für Start-ups und innovativen Unternehmen vor. Dabei geht es insbesondere um die Schaffung von Anreizen für private und institutionelle Investoren, um Venture Capital in Europa zu stärken. Gleichzeitig fordert Brüssel Maßnahmen, um die Mobilisierung von Kapital für Unternehmen zu erleichtern – z.B. eine Modernisierung der steuerlichen Vorgaben bei Equity oder die Möglichkeit, geistiges Eigentum als Sicherheit zu verwenden. Damit werden Vorschläge der WKO aus dem Programm "WIRTSCHAFT. WACHSTUM. WOHLSTAND." auf europäischer Ebene aufgegriffen.

Die neue Innovationsagenda enthält ferner einen europäischen Rahmen, um Forschung, Innovation und unternehmerische Talente anzuziehen und in Europa zu halten. Für die WKÖ hat dieses Thema Priorität, denn praxisnahe Innovation braucht Talente, und der globale Wettbewerb um die besten Köpfe zwischen Wirtschaftsstandorten hat sich deutlich intensiviert. Konkret wird durch das European Institut for Innovation and Technolgy (EIT) und den European Innovation Council (EIC) eine Initiative gestartet, damit dem Forschungs- und Wirtschaftsraum Europa kurz- bis mittelfristig rund 1 Mio. zusätzliche Deep tech-Talente zur Verfügung stehen.

Optimierung von "Horizon Europe" gefordert

Viele der Ansätze aus der Neuen Europäischen Innovationsagenda werden von der WKO sehr positiv beurteilt. Allerdings sollte auch das EU-Forschungsprogramm "Horizon Europe" durch weitere Vereinfachungen optimiert werden. "Der administrative Aufwand sowie Unklarheiten bei den Förderegeln - vor allem beim Europäischen Innovationsrat (EIC) - sind immer noch eine große bürokratische Barriere für potenzielle Teilnehmer:innen, die uns nicht wie gewünscht weiterbringt. Dies gilt es zu transformieren, denn der Erfolg des Ganzen resultiert aus dem innovativen Beitrag jedes Einzelnen", so Kühnel abschließend.

(PWK299/NIS)

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