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WKÖ-Kühnel: "Lehrlingsausbildung lässt die Corona-Folgen hinter sich"

Ende Jänner plus 6,8 Prozent bei Lehranfängern - nach wie vor Bewerbermangel

GSV Mag. Mariana Kühnel, M.A.
© WKÖ

"Die Lehrlingsausbildung ist dabei, die Folgen der Pandemie abzuschütteln. Es starten wieder nahezu gleich viele Menschen ihre Ausbildung in den Betrieben wie in Vor-Corona-Zeiten", sagt Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zu den sehr erfreulichen aktuellen Lehrlingszahlen. 

Konkret werden mit Stichtag 31. Jänner 2022 exakt 29.730 vornehmlich junge Lehranfänger (Lehrlinge im ersten Lehrjahr) in den heimischen Betrieben ausgebildet - ein kräftiges Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Gesamtzahlen machen sich noch die zwei hürdenreichen Corona-Krisenjahre bemerkbar, wo einzelne Branchen aufgrund von Lockdowns weniger ausbilden konnten. Mit 99.925 Lehrlingen ist aber egenüber dem Vorjahr nur noch ein kleines Minus von -0,1 Prozent zu verzeichnen.

"Wir sind auf einem guten Kurs, schon bald wieder mehr als 100.000 Lehrlinge in der betrieblichen Ausbildung zu haben. Das wäre schon längst der Fall, wenn es mehr Bewerber gäbe: Die Betriebe finden nicht genügend Kandidaten, das ist für uns ein kleiner Wermutstropfen. Umso wichtiger ist, dass wie in den Vorjahren, die Betriebe unten den gültigen Corona-Regelungen Schnuppertage abhalten und damit den BewerberInnen die Möglichkeit haben, sich einen Eindruck vom künftigen Beruf zu machen", stellt Kühnel fest. Beim AMS sind momentan wesentlich mehr offene Lehrstellen als Bewerber gemeldet. Ende Jänner 2022 beträgt dieser österreichweite "Lehrstellenüberhang" 11.128. Er hat verglichen mit Jänner 2021 stark zugenommen, nämlich um 3.546 unbesetzte Stellen (+47 Prozent).

Österreichweit Bewerbermangel

Besonders eklatant ist dieser Lehrstellenüberhang in Oberösterreich (+3.928 aktuell unbesetzte Stellen), Niederösterreich (+1.815), Steiermark (+1.768), Tirol (1.641) und Salzburg (+1.597), gefolgt von Kärnten (+901), Vorarlberg (+872) und Burgenland (+225). Das einzige Bundesland mit einer rechnerischen Lehrstellenlücke ist Wien (-1.619 Stellen).

"Unter den mehr als 210 Lehrberufen in Österreich ist für jede Begabung und jedes Interesse ein passendes Berufsbild dabei", so Kühnel. Sie rät: "Bewerbt euch rechtzeitig, denn auch die Betriebe beginnen immer früher zu suchen. Noch nie waren Lehrabsolventen so gefragt wie heute, Stichwort ‚green jobs‘ und Fachkräftebedarf. Ihr ergreift damit eine Ausbildung, die krisenfest und zukunftssicher ist und tolle Aufstiegschancen eröffnet."

Stets am Puls der Zeit

Die Fachkräfteausbildung bleibt auch stets am Puls der Zeit: Die Ausbildungsinhalte werden spätestens alle fünf Jahre evaluiert und an die Bedürfnisse und Technologien angepasst. "Das jüngste Lehrberufspaket, das derzeit in Vorbereitung ist, erneuert beispielsweise den modularen Lehrberuf Metalltechnik, ergänzt diesen um den Bereich Digitale Fertigungstechnik und betrifft in Summe rund 11.000 Lehrlinge", sagt Kühnel. Neu ist der Lehrberuf "Bahnreise- und Mobilitätsservice"; Neben weiteren Novellierungen erhält die Berufsfotografie einen neuen Bereich digitale Fotografie oder der Lehrberuf Oberflächentechnik einen Schwerpunkt auf Dünnschicht- und Plasmatechnik. 

Kühnel: "Die Ausbildung wird gemeinsam mit engagierten Unternehmen laufend überarbeitet. So ist garantiert, dass Lehrlinge nur das lernen, was sie auch wirklich brauchen. Das ist nur einer von vielen Vorteilen: Sie haben bereits einen Fuß im Unternehmen, können einem möglichen Arbeitgeber ihre Fähigkeiten präsentieren. Und, nicht zu vergessen: Anders als auf der Schulbank verdienen Lehrlinge vom Start weg ihr eigenes Geld."
(PWK056/HSP)

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