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WKÖ-Kopf zu Konjunkturprognosen: Bei Energiehilfen für Unternehmen rasch handeln

WIFO/IHS-Konjunkturprognose unterstreicht: Wettbewerbsnachteile durch Energiepreise rasch abfedern

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Marek Knopp

"Die Energiepreise bleiben 2023 das große Thema und die zentrale Herausforderung für Österreichs Unternehmen. Das wird anhand der aktuellen Konjunkturprognosen einmal mehr deutlich", so Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, zu den heute von WIFO und IHS veröffentlichten Prognosen für das kommende Jahr. "Hohe Energiepreise belasten unsere Wettbewerbsfähigkeit auch 2023 massiv. Eine europäische Lösung ist nach monatelangen Debatten nicht in Sicht und dürfte sich auch beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs nicht abzeichnen. Es sollte den EU-Mitgliedern aber daran gelegen sein, den gemeinsamen Weg in dieser so herausfordernden Situation zu suchen. Aktuell können daher die Betriebe dem internationalen Wettbewerb nur durch nationale Maßnahmen standhalten", so der WKÖ-Generalsekretär: "Es braucht daher einen Energieschutzschirm für die Unternehmen, der bis Ende 2023 hält und den Betrieben Planungssicherheit gibt."

"Jetzt Nägel mit Köpfen machen"

Deutschland ist bereits in Vorlage gegangen, zuletzt hat Bundeskanzler Nehammer eine rasche Nachfolgelösung für den Energiekostenzuschuss in Aussicht gestellt. "Jetzt heißt es Nägel mit Köpfen machen – am besten noch vor Weihnachten, um den heimischen Unternehmen im neuen Jahr die Planungssicherheit zu bieten, die so dringend benötigt wird", so Kopf, der zudem auf das aktuelle WKÖ-Wirtschaftsbarometer verweist, wonach die Energiekosten für 83 Prozent der heimischen Unternehmen die größte Herausforderung im kommenden Jahr sind.

WIFO und IHS sehen für die heimische Wirtschaft im kommenden Jahr zunächst eine Winterrezession, gefolgt von einer leichten Erholung – insgesamt aber eine stagnierende Entwicklung mit einem BIP-Wachstum von nur knapp über der Nulllinie (WIFO: +0,3 %, IHS: +0,4 %). Die heimische Industrie, die besonders unter den Energiekosten leidet, werde laut Einschätzung beider Institute 2023 schrumpfen bzw. die Bruttowertschöpfung sinken. Auch Österreichs Warenexporte werden stagnieren. "Angesichts dieses Szenarios muss ein Wettbewerbsnachteil für österreichische Unternehmen verhindert werden, es müssen Maßnahmen ergriffen werden, damit wir gegenüber unseren europäischen Mitbewerbern – allen voran Deutschland – nicht ins Hintertreffen geraten", stellt der WKÖ-Generalsekretär klar. Zwar erweise sich der Inlandskonsum als stabilisierender Faktor und die konjunkturellen Aussichten seien für 2024 laut WIFO und IHS vergleichsweise positiv, "darauf dürfen wir uns aber keinesfalls ausruhen, im Gegenteil: Sind Aufträge, Arbeitsplätze und in letzter Konsequenz Unternehmen infolge nicht mehr wettbewerbsfähiger Energiepreise einmal weg – sei es durch Abwanderung oder Marktaustritt – könnte sich das als irreparabler Schaden für den Standort erweisen. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen", so Kopf abschließend.

(PWK531/RA)

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