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WKÖ-Kopf: Regierung greift bei Pflegereform wichtige Anliegen der Wirtschaft auf

Attraktivierung der Ausbildung wichtig gegen Fachkräftemangel im Pflege-Bereich – Praktiker werden bei Ausgestaltung der Details mit ins Boot geholt

Pflege, Pflegesituation
© WKÖ

"Da wir Gott sei Dank immer länger leben, steigt der Pflegebedarf insbesondere im Alter rasant. Es ist daher erfreulich, dass sich die Regierung dieses wichtigen Themas annimmt und eine groß angelegte Pflegereform einleitet“, begrüßt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute präsentierten Eckpunkte der Regierungspläne zur Pflegereform. Positiv wertet der WKÖ-Generalsekretär dabei auch, dass die Regierung „zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt, ausreichend Zeit für die Begutachtung und Detailausarbeitung durch die Sozialpartner angekündigt hat und bei den präsentierten Maßnahmen auch wichtige Forderungen der Wirtschaft aufgegriffen hat“. 

"Was uns dabei besonders freut, ist, dass es zur dringend notwendigen Attraktivierung der Pflegeausbildung kommen soll“, sagt Kopf. Etwa soll ein Pflegestipendium eingeführt werden und im Herbst 2023 die Pflegelehre als Ausbildungsversuch starten. Dabei wird sowohl eine vierjährige Lehre zur Pflegefachassistenz als auch eine dreijährige Lehrausbildung zur Pflegeassistenz möglich sein. Zudem soll es im Rahmen der Rot-Weiß-Rot-Karte Erleichterungen bei der Nostrifizierung geben. "All diese Punkte werden wesentlich dazu beitragen, dass der Pflegeberuf neue Zielgruppen erreicht und somit den gravierenden Fachkräftemangel im Bereich Pflege zumindest lindern“, so Kopf. 

Verbesserungen auch bei 24-Stunden-Betreuung

Zusätzlich sind Verbesserungen bei der 24-Stunden-Betreuung geplant. Die längst fällige Valorisierung soll nun angegangen werden, die Details der Attraktivierung wird mit den Sozialpartnern ausgearbeitet werden. Hier sei zu begrüßen, dass "die Regierung die Praktiker mit ins Boot holt“. In Summe habe die Regierung daher ein "vielversprechendes Paket in Aussicht gestellt. Jetzt geht es darum, dass die Pflegereform auch rasch durchgezogen und umgesetzt wird“, betont Kopf.

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