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WKÖ-Klacska fordert ökosoziale Klimapolitik auf dem Fundament des Marktes, die auch für Verkehrsbranche verträglich ist

Konjunkturaussichten der Branche haben sich eingetrübt – daher braucht es eine machbare und sozial verträgliche Transformation

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© Envato

"Österreich ist in der Vergangenheit sehr gut gefahren mit einer ökosozialen Marktwirtschaft, wir vermissen jedoch eine ökosoziale Klimapolitik“, sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), im Rahmen einer Pressekonferenz. Dabei zeigen die aktuellen Konjunkturdaten der Verkehrsbranche, dass es eine machbare und sozial verträgliche Klimapolitik braucht.  

So bewerten die im Konjunkturtest für das 4. Quartal befragten Transport- und Verkehrsunternehmen schon die Nachfrage der vergangenen drei Monaten leicht negativ, die Erwartungen für die kommenden Monate haben deutlich ins Negative gedreht. Ganz ähnlich sind die Einschätzungen der Befragten, was Geschäftslage und Auftragslage betrifft, und auch die Beschäftigtensituation ist nicht mehr ganz so gut, wie sie in den Monaten davor war: "Hier ist Vorsicht eingekehrt, die Betriebe sind in abwartender Position und nehmen derzeit kaum neue Leute auf. Sie setzen aber auch keine frei, weil sie wissen, wie schwierig es ist, dann wieder ausreichend Personal zu bekommen“, sagt Klacska. Denn der Arbeitskräftemangel wird nach wie vor als größtes Hemmnis der Geschäftstätigkeit angesehen: "Vier von zehn Unternehmen geben an, dass sie mehr Aufträge abwickeln und somit mehr Umsatz generieren könnten, wenn sie mehr Arbeitskräfte finden würden“, führt Klacska aus.  

Die aktuellen Daten für die Verkehrswirtschaft weisen ebenso auf die sich abschwächende Konjunktur hin: So war die Fahrleistung von Lkw, die auch einen wichtigen Indikator für die konjunkturelle Entwicklung im Allgemeinen darstellt, 2021 und Anfang 2022 von hohen Zuwächsen geprägt. „Das waren nicht nur Nachholeffekte, sondern teilweise auch echte Zuwächse. Seit heurigem Februar jedoch zeichnet sich eine Stagnation ab“, sagt Erik Wolf, Geschäftsführer der Bundessparte Transport und Verkehr. Die Zahl der Fahrzeug-Neuzulassungen ist von Jänner bis Oktober 2022 im Vergleich zu 2021 um rund fünf Prozent zurückgegangen, auch wenn der Fahrzeugbestand sowohl bei Lkw über 3,5 Tonnen als auch bei Sattelschleppern und Bussen gestiegen ist.  

Im Schienengüterverkehr konnte das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden. Anders auf der Donau: Hier ist das Transportaufkommen in den ersten beiden Quartalen 2022 um sechs bzw. 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen, während im Gesamtjahr 2021 noch ein geringfügiger Zuwachs zu verzeichnen war.  

Bundesregierung muss für ausreichend erneuerbare Energie sorgen

Auch aufgrund der aktuell schwierigen Situation braucht es den Branchenvertretern zufolge daher eine "ökosoziale Klimapolitik, aber auf dem Fundament von Marktmechanismen“, so Klacska. Eine wichtige Voraussetzung für die notwendige Transformation ist dabei, dass Energie leistbar bleibt und ausreichend verfügbar ist. "Wir wissen, dass wir aktuell schon rund 70 Prozent der Energie importieren. Diese Lücke wird mit rein in Österreich hergestellter erneuerbarer Energie nicht zu schließen sein. Das heißt, wir müssen auch erneuerbare Energien importieren.“ Dazu braucht es etwa im Bereich Wasserstoff Abkommen mit anderen Ländern, so wie es Deutschland vormacht. "Aber auch die Schweiz hat hier interessante Projekte. Daher sollten wir den Schulterschluss mit unseren deutschsprachigen Nachbarn suchen. Die DACH-Region wäre prädestiniert, zur Wasserstoff-Region zu werden“, sagt Klacska. "Wenn man den Ausstieg aus fossiler Energie anstrebt, ist es die Pflicht der aktuellen und jeder nachfolgenden Bundesregierung, die Versorgung mit erneuerbarer Energie sicherzustellen“, so Klacska.  

Neben Wasserstoff müssen auch andere Technologien gefördert werden, darunter eFuels. Auch hier seien andere Länder weiter als Österreich. "Dort, wo man es mit Wasserstoff nicht schaffen kann, muss es andere Technologien geben. Wir brauchen einen Wettbewerb um die besten Technologien“, so Klacska. Denn letztlich werde die Transformation des Verkehrsbereichs nur mit einem Mix aus verschiedenen Technologien gelingen: "Unterm Strich heißt das, dass es einen ökosozialen Verkehrsmix geben muss“, betont der Bundesspartenobmann.

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