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WKÖ-Klacska: „Brauchen technologieoffene Transformationsstrategie statt übereiltem Verbot von Verbrennern und eFuels“

Verkehrswirtschaft beschließt Resolution mit wichtigsten Forderungen, damit die Branche wettbewerbsfähig bleibt und die Klimaziele erreichen kann 

Wiese neben Straßenverkehr
© Pixabay

"Die Verkehrswirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Es geht darum, die Klimaziele zu erreichen und weiterhin die Mobilitätsgarantie, die die Verkehrswirtschaft sowohl durch Ermöglichung individueller Mobilität als auch durch umfassende Güterversorgung und -entsorgung für die österreichische Bevölkerung erbringt, leisten zu können. Und das kann weder von heute auf morgen noch mit massiven Einschränkungen bei den Alternativen zu fossilen Treibstoffen geschehen“, sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er spricht damit die gestrige Abstimmung des EU-Parlaments für das Aus von Benzin- und Dieselmotoren bei neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen an. "Wir stehen zu den Klimazielen, aber sie sind realistischerweise nur dann zu erreichen, wenn es wettbewerbsfähige Alternativen gibt“, so Klacska.  

Im Lkw-Bereich heißen jene Alternativen, die aus heutiger Sicht am zukunftsfähigsten sind, Wasserstoff und eFuels. Dass das EU-Parlament sich auch gegen diese synthetisch hergestellten, klimaneutralen Kraftstoffe aussprach, sei daher „nicht nur schade, sondern auch kurzsichtig“. Denn auch im Pkw-Bereich könnten eFuels eine sinnvolle Alternative sein, die sehr rasch und ohne Umrüstungsaufwand einsetzbar wäre. "eFuels haben den Vorteil, dass man sie beim Bestand anwenden kann. Das heißt, die 5,1 Millionen Pkw in Österreich, die es derzeit gibt und von denen erst 86.000 E-Autos sind, könnte man sehr einfach zu klimaneutralen Fahrzeugen machen“, sagt Klacska. 

Einzig der Ablehnung des Vorschlags der Europäischen Kommission, den EU-Emissionshandel (ETS) auf Straßen und Gebäude auszuweiten, sei etwas abzugewinnen. "Hier bedanken wir uns ausdrücklich bei der österreichischen EU-Abgeordneten Barbara Thaler, die sich für die Anliegen unserer Branche eingesetzt hat. Denn weitere Kosten wären für die Verkehrswirtschaft, die durch die massiv steigenden Energiekosten ohnehin stark belastet ist, zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr verkraftbar“, so Klacska. 

Verkehrsbranche fürchtet existenzielle Schäden 

In Summe lassen die derzeitigen Herausforderungen die Branche immer mehr "existenzielle Schäden“ befürchten. Um diese abzuwenden und die Verkehrswirtschaft bei der Transformation zu unterstützen, hat die Bundessparte, die gesetzliche Interessenvertretung für rund 35.000 österreichische Verkehrs- und Logistikunternehmen, eine Resolution beschlossen. Darin sind die nötigen Voraussetzungen formuliert, die es braucht, damit die Mobilitätswirtschaft auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben kann. Sie reichen von der Verfügbarkeit von Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen bis hin zu Entlastungsmaßnahmen für die Branche. Unter anderem fordert die Bundessparte die Senkung der Mineralölsteuer auf das EU-Mindestmaß, der Einführung eines Gewerbediesels wie etwa in Frankreich, Spanien und Belgien, eine steuerliche Entlastung von Bahnstrom sowie die Verschiebung der CO2-Bepreisung – und zwar so lange, bis sich die Preissituation wieder stabilisiert hat.

Welche Maßnahmen im Detail notwendig sind, um die Versorgungsicherheit der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen auch in Zukunft zu gewährleisten, die ambitionierten Klimaziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhalten, hat die Bundessparte auch in ihrem Mobilitätsmasterplan 2030 dargelegt. Fest stehe jedenfalls: "Die österreichische Verkehrswirtschaft unterstützt das Pariser Klimaabkommen und das europäische Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, ist eine gesamthafte und technologieoffene Transformationsstrategie notwendig, aber keine Einschränkung der Erwerbsausübungsfreiheit wie sie dadurch droht, dass man für die Branche sehr sinnvolle Alternativen wie eFuels von vornherein ausschließt“, so der Bundesspartenobmann. 

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