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WKÖ-Investitionsradar

Die wichtigsten Kennzahlen zu Investitionen in Österreich und was diese für den Standort Österreich bedeuten

Bruttoanlageinvestitionen (in der Folge kurz „Investitionen“) sind Treiber des Wirtschaftswachstums. Neben dem direkten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund einem Fünftel sind Investitionen auch Voraussetzung für das langfristige Wachstumspotenzial einer Volkswirtschaft und die Basis für die Wettbewerbsfähigkeit von morgen.

Sujet Investitionsradar
© WKÖ

Der Investitionsstandort Österreich hat in den letzten Jahrzehnten an Attraktivität eingebüßt, sowohl für Investitionen von Unternehmen aus Österreich als auch aus dem Ausland. Insbesondere in konjunkturell schwierigen Zeiten sind gezielte Investitionsanreize notwendig, um einen Investitionsstau zu verhindern bzw. abzubauen.

Was sind Investitionen eigentlich?

Spricht man von Investitionen sind meistens Bruttoanlageinvestitionen gemeint. Diese umfassen den Kauf und Verkauf von Sachanlagen wie z.B. Gebäude, Maschinen oder Fahrzeuge aber auch immateriellen Anlagegütern wie z.B. Software und Urheberrechte.

Diese Anlagegüter werden kontinuierlich und länger als ein Jahr im Produktionsprozess eingesetzt.

Die Investitionsquote liegt 2020 in Österreich mit 24,4% des BIP derzeit deutlich unter den 25,6% von 2000. Seit dem Tiefstand von 21,6% in 2010 hat sie sich erholt. Seit 2018 ist jedoch der Beitrag der Investitionen zum BIP-Wachstum kontinuierlich gesunken, was darauf hindeutet, dass sich langsam ein Investitionsstau aufbaut. Investitionen von Unternehmen sind wohlüberlegte Entscheidungen, die für Modernisierungen notwendig sind. Ebenso tragen sie dazu bei, dass Unternehmen ihre Wirtschaftlichkeit erhöhen und auch in Zukunft wettbewerbsfähig und effizient bleiben.

Diese Analyse behandelt die Struktur der Investitionen in Österreich und zeigt auf, welche Maßnahmen nötig sind, um optimale Rahmenbedingungen für Investitionen zu schaffen:

  • Österreich erlebte durch die Wirtschaftskrise verlorene Jahre.  Erst 2015 erreichten die Investitionen wieder das Niveau von 2008.
  • Die Investitionsquote in Österreich liegt unter dem Niveau des Jahres 2000. Langfristig verliert Österreich einen Wettbewerbsvorteil, wenn sich die Investitionen wenig dynamisch entwickeln. Andere Länder wie beispielweise Schweden oder Neuseeland konnten ihre Investitionen stärker steigern.
  • Private Investitionen sind in Österreich um ein Vielfaches bedeutender als öffentliche Investitionen. Während der öffentliche Sektor Kapital von Investitionen in Richtung Konsum verlagert, müssen private Investoren mit investitionshemmenden Rahmenbedingungen zurechtkommen.
  • Investitionen wirken sich positiv auf die Produktivitätsentwicklung aus. Eine Steigerung der Produktivität ist wichtig, um Wirtschaftswachstum und Reallohnsteigerungen bei konstanter Erwerbsbevölkerung zu sichern.
  • Österreich liegt bei Abschreibungen hinter seinen Nachbarländern. Bessere Abschreibungsregeln sind ein starker Hebel für private Investitionen.

Indikatoren im Detail


Investitionen lassen als Wachstumstreiber nach

Quelle: Europäische Kommission, AMECO. Stand: November 2019
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Erholung der Investitionen nach der Krise

Quelle: Europäische Kommission, AMECO. Preise: 2015. Stand: November 2019
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Österreich verliert Wettbewerbsvorteil

Quelle: Europäische Kommission, AMECO. Preise: 2015. Stand: November 2019
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Österreich: Private Investitionen sind Trumpf

Quelle: Europäische Kommission, AMECO. Stand: November 2019
© WKÖ

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Investitionen schaffen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Steuereinnahmen

Quelle: Statistik Austria. WKÖ Statistik. IO Tabellen 2015.
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Geistiges Eigentum gewinnt an Gewicht - Anteil der IKT-Investitionen rückläufig

Quelle: Eurostat. WKÖ Statistik.
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Grundstücks- und Wohnungswesen führend bei Investitionen

Quelle: Eurostat. WKÖ Statistik.
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Österreich hat Reformbedarf bei Abschreibungen

Quelle: Asen und Bunn (2019): Capital Cost Recovery across the OECD, Tax Foundation.
© WKÖ

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Fazit

Ein klarer Auftrag an die neue Regierung: Die Investitionsentwicklung in Österreich zeigt deutlich, dass Maßnahmen nötig sind, um Investitionshindernisse zu beseitigen und Investitionsanreize zu setzen. Es gilt den Kapitalstock zu modernisieren und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Unternehmen sehen vor allem die Senkung der Lohnnebenkosten und Unternehmenssteuern, sowie die Stärkung und Begünstigung von Abschreibungen und Verwaltungsvereinfachungen als Investitionsanreize. Hier gilt es anzusetzen, um Innovationen zu ermöglichen und den Wohlstand in Österreich langfristig abzusichern.

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