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WKÖ-Hotellerie: Wintersaison besser als erwartet, weiterer Aufwärtstrend notwendig

Spreitzhofer: Betriebe hoffen auf gute Sommersaison - Klare Ansagen der Bundesregierung für Herbst notwendig

Bergwanderung, 2 Frauen wandern über Wiese
© WKÖ

"Wir sind in der vergangenen Wintersaison mit einem blauen Auge davon gekommen. In Anbetracht der sehr schwierigen Rahmenbedingungen können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein, auch wenn wir bei weitem noch nicht an die Vor-Corona-Ergebnisse von 2019 anschließen konnten“, kommentiert Hans Spreitzhofer, Obmann des Fachverbandes in der Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute, Mittwoch, von der Statistik Austria präsentierten Ergebnisse zur touristischen Wintersaison (November 2021 bis April 2022). Von den insgesamt 52,66 Millionen Nächtigungen entfielen 39,73 Millionen auf ausländische Gäste. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 bedeutet dies immer noch ein Minus von 27,8%. Die Wintersaison 2020/21 war coronabedingt total ausgefallen.

"Der Winter war für unsere Betriebe und ihre Mitarbeiter:innen eine emotionale und organisatorische Achterbahnfahrt. Grund dafür waren die oft kurzfristig wechselnden Coronaregeln - von 3G auf 2G oder 2Gplus und wieder zurück – oder etwa die unerwartete Vorverlegung der Sperrstunde über Weihnachten und Silvester sowie die Reisewarnungen aus unseren wichtigsten Herkunftsländern. Kurz: die fehlende Planungssicherheit für Betriebe, Mitarbeiter:innen und vor allem auch Gäste. Das dennoch erfreuliche Ergebnis ist dem unglaublichen Einsatz, Durchhaltevermögen und der Flexibilität der Unternehmer:innen und ihrer Mitarbeiter:innen zu verdanken. Noch einmal können wir so etwas nicht stemmen“, so Spreitzhofer.

Spreitzhofer: Gute Buchungslage für Sommer – aber keine frühzeitige Euphorie angebracht  

Für die bevorstehenden Sommermonate stehen die Betriebe erwartungsvoll in den Startlöchern und auch der Fachverbands-Obmann zeigt sich vorsichtig optimistisch: "Für die Hochsaison ist die Buchungslage quer durch alle Bundesländer gut und auch in den Städten zieht der Seminartourismus wieder an, was sich auf die Buchungen niederschlägt.“ Anders sieht es beim Blick auf den Herbst und die nächste Wintersaison aus: "Bei aller Zuversicht für den Sommer, spüren wir sehr deutlich die Unsicherheit bei Anfragen und Buchungen für Herbst und Winter. Wir brauchen hier klare Ansagen und eine Strategie, wie mit einer etwaigen weiteren Pandemie-Welle umgegangen wird. Vor allem brauchen wir ein felsenfestes Bekenntnis der Regierung, dass es keine weiteren Lockdowns und keine Vorverlegung der Sperrstunde mehr geben wird!“  

Jetzt bestmöglich aufstellen, damit es nicht im Herbst wieder böses Erwachen gibt

Nicht nur für die Branche sondern auch in Richtung der Gäste sei das eine entscheidende Botschaft. "Die Schweiz hat uns im letzten Jahr vorgezeigt, wie es funktionieren kann. Hier hat die Hotellerie – trotz Pandemie - durchgehend offengehalten, während wir uns in Österreich von den Entwicklungen vor uns hertreiben ließen und durch die unkontrollierte ‚Auf-Zu-Taktik‘ enorme Wertschöpfungs- und langfristig gesehen auch Imageverluste hinnehmen mussten“, appelliert Spreitzhofer, sich diesbezüglich am erfolgreichen Weg des touristischen Mitbewerbers und Nachbarlandes zu orientieren. "Wenn wir uns heute schon bestmöglich aufstellen und vorbereiten, bin ich zuversichtlich, dass Österreichs Hotellerie auf gutem Weg zu gewohnter Stärke ist", erklärt Spreitzhofer abschließend. 

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