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WKÖ: Deutliches Plus belegt hohe Attraktivität der Lehrlingsausbildung 

Hohes Niveau der dualen Ausbildung – Gemeinsame Verantwortung der Sozialpartner für moderne Lehre 

Tischler-Lehrlinge und ihr Ausbildner
© Adobe Stock

Das Beste aus beiden Welten erlernen: Österreichs international hoch angesehene duale Ausbildung erfreut sich nach den schwierigen Corona-Jahren wieder hoher Attraktivität und eines kräftigen Zustroms, wie die aktuellen Zahlen belegen: Mit Stand Ende Oktober 2022 haben in Österreich um 7,8 Prozent mehr vornehmlich junge Menschen eine Lehre begonnen (Lehrlinge im ersten Lehrjahr) als noch ein Jahr davor. 

„Das Niveau der dualen Ausbildung ist hoch. 80 Prozent der heimischen Lehrlinge sind „zufrieden“, 50 Prozent davon sogar „sehr zufrieden“. 76 Prozent würden sich „jederzeit wieder“ für eine Lehre entscheiden. 81 Prozent sehen sich besser auf das Arbeitsleben vorbereitet als durch die Schule. Und 72 Prozent wissen „gute Verdienstmöglichkeiten“ mit abgeschlossener Lehre zu schätzen“, betont Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit Verweis auf eine Market-Umfrage im Auftrag der WKÖ.   

Kühnel verweist auch auf die  gemeinsame Verantwortung als Sozialpartner, wenn es um das Funktionieren der dualen Berufsbildung gehe – etwa durch das Schaffen der richtigen Rahmenbedingungen, Initiativen zur Modernisierung der Lehrberufe, Entwicklung von neuen Lehrberufen, Lehrabschlussprüfungen, Prüfungen, Förderungen und Kontrollen. Umso erfreulicher sei, dass ein deutlicher Zuwachs an Lehrlingen zu verzeichnen ist: Konkret gab es im Oktober den größten Zuwachs mit plus 742 Lehrlingen in der Industrie, gleich dahinter folgt bereits der Tourismus mit 561 neuen Lehrlingen in den Ausbildungsbetrieben.  

Auch im Handel konnten um 193 mehr Lehranfänger:innen begrüßt werden. Zuwächse im ersten Lehrjahr gab es freilich in allen Sparten zu verzeichnen, auch im Gewerbe und Handwerk (plus 301), Transport und Verkehr (plus 73), Information und Consulting (plus 226) sowie bei Banken und Versicherungen (plus 99). Insgesamt sind aktuell beim AMS von den Betrieben um 6.713 mehr Lehrstellen als offen gemeldet, als es Lehrstellensuchende gibt. 

Das zeige: Die Kombination von theoretischem Fachwissen aus der Berufsschule und der praktischen Anwendung im Ausbildungsbetrieb trifft den Nerv der Zeit. Gerade im Tourismus ist der große Zuwachs besonders erfreulich. Und auch der Bereich der Green Jobs treffe auf hohes Interesse unter den Jugendlichen:  75 Prozent der Schüler:innen sind an Jobs mit Umwelt-Fokus interessiert. Die guten Zahlen belege auch der  Lehrlingsmonitor, der von Gewerkschaftsjugend und AK zuletzt 2021 präsentiert wurde: 76 Prozent der Lehrlinge sind demnach mit ihrer Berufswahl zufrieden und würden diesen wieder wählen. 68 Prozent der Befragten würden sich wieder für exakt denselben Ausbildungsbetrieb entscheiden.

„Junge Menschen wollen lernen, was wirklich gebraucht wird, und schätzen es, während der Ausbildung bereits einen Fuß in einem Betrieb zu haben und ein eigenes Lehrlingseinkommen zu beziehen. Diese sind in den vergangenen Jahren übrigens jeweils deutlich über dem Durchschnitt angehoben worden“, so Kühnel.  

So wurde erst vor wenigen Tagen im Rahmen des KV-Abschlusses für die Metalltechnische Industrie bei den Lehrlingseinkommen eine dreijährige Regelung beschlossen, die bis 2024 zu einer Erhöhung der Entgelte im 1. Lehrjahr auf 1.050 bis in das 4. Lehrjahr auf 2.110 Euro führt. Im Tourismus etwa beträgt das Lehrlingseinkommen aktuell im 1. Lehrjahr 815 Euro und steigt auf 1.055 Euro im dritten Lehrjahr. Im Handel liegen diese Werte bei 730 Euro im ersten Lehrjahr und steigen auf 1.200 Euro im dritten Lehrjahr. Gleichzeitig bieten viele Ausbildungsbetriebe Zusatzbonifikationen wie etwa Gratis-Führerscheine.  

„Wichtig ist, dass sich Jugendliche in der Berufswahl nicht fremdbestimmen lassen, sondern den für sie geeigneten Lehrberuf gemäß ihren eigenen Talenten, Neigungen und Interessen wählen. Die gute Nachricht: Unter den mehr als 200 Lehrberufen in Österreich - von A wie Applikationsentwicklung und Coding bis Z wie Zimmereitechnik – ist für jeden jungen Menschen ein passender Lehrberuf dabei. Sie wählen damit jedenfalls eine Ausbildung, die zukunftssicher ist und beste Beschäftigungsmöglichkeiten bietet“, so die stv. WKÖ-Generalsekretärin abschließend.

(PWK454/HSP) 

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