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WKÖ-Handelstag: Top-Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutierten Risiken und Zukunftschancen für den heimischen Handel

Wichtigster Branchenevent des Jahres unter dem Motto HANDELN #schaffenwir - mit dabei u.a. Bundesminister Kocher und EuroCommerce-Präsident Morales

EuroCommerce-Präsident Juan Manuel Morales, BSH-Obmann Rainer Trefelik und WKÖ-Präsident Harald Mahrer (v.l.n.r.)
© MARKO's PHOTOGRAPHY EuroCommerce-Präsident Juan Manuel Morales, BSH-Obmann Rainer Trefelik und WKÖ-Präsident Harald Mahrer (v.l.n.r.)

Die derzeit schwierigen Rahmenbedingungen für den Handel standen im Mittelpunkt des Handelstags, der unter dem Motto HANDELN #schaffenwir gestern in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) stattfand. Zahlreiche Teilnehmer waren der Einladung der Bundessparte Handel gefolgt, um auf dem hochkarätig besetzten Branchenevent die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren. Und dieser, so betonte Bundesspartenobmann Rainer Trefelik, gibt es dieser Tage genug: "Vom derzeit alles beherrschenden Thema Energiekrise bis hin zum Fachkräftemangel: Es gibt eine Reihe von Zukunftsthemen, für die wir gemeinsam mit der Politik Lösungen finden müssen", so Trefelik. 

Welche Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel getroffen werden können, war dann auch gleich erstes Schwerpunktthema am Handelstag, durch den ORF-Moderator Tobias Pötzelsberger führte. Denn gerade der Einzelhandel ist beschäftigungsintensiv und hat auch bedeutende Beschäftigungseffekte auf andere Wirtschaftsbereiche, wie Peter Voithofer vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung ausführte. 

Wirtschaftsminister Kocher für rasche Veränderung der Strompreisbildung

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher betonte in seiner Keynote, dass die demografische Entwicklung dem Arbeitsmarkt noch länger zu schaffen machen werde. "Und fehlende Arbeitskräfte bedeutet, dass wir Potenziale nicht nutzen können", sagte Kocher, der neben den Anstrengungen der Regierung gegen den Fachkräftemangel aber auch das aktuell dringendste Problem der Handelsunternehmen ansprach: "Viele Unternehmen sind in einer sehr unangenehmen Sandwich-Position, weil sie mit enormen Kostensteigerungen konfrontiert sind, diese aber nur zu einem Teil weitergeben können", so Kocher, der dann die Eckpunkte des Energiekostenzuschusses für energieintensive Betriebe vorstellte. Dabei kündigte er an: "Im Juni wurde das Energiekostenzuschussgesetz mit einem Budget von 450 Mio. Euro beschlossen. Nach den enormen Preissteigerungen wird es nun aber eine Budgeterhöhung brauchen. Wir führen dazu derzeit intensive Gespräche mit dem Koalitionspartner und sind kurz vor der Finalisierung der entsprechenden Richtlinie." Gleichzeitig wies der Minister darauf hin, dass der Staat nicht die gesamte Kostensteigerung übernehmen kann. "Es braucht auch rasch eine Veränderung der Preisbildung auf europäischer Ebene", betonte Kocher. 

Die Pläne der Politik, die Erfordernisse der Wirtschaft und wie sich die Einstellung der jungen Leute in der Arbeitswelt ändert, wurde in der anschließenden Talk-Runde diskutiert. Neben Bundesminister Kocher, WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf und Handelsobmann Trefelik waren Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm, Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier und René Tritscher, Geschäftsführer der Austrian Business Agency, mit dabei. Staatssekretärin Plakolm betonte: "Wir brauchen die besten Köpfe in der Lehre, weil wir die besten Fachkräfte brauchen. Lehrlinge von heute sind die Fach- und Führungskräfte von morgen. Wir müssen deshalb am Image der Lehre arbeiten: Die Lehre darf nicht Plan B sein, wenn es mit der Schule nicht klappt, die Lehre muss Plan A für eine praktische Ausbildung sein. Wir müssen weiter an der Durchlässigkeit im Bildungssystem arbeiten und das tun wir auch mit dem Ausbau der Höheren Beruflichen Bildung." Jugendforscher Heinzlmaier ist in Summe aber positiv gestimmt: "Die Generation Corona hat zur gleichen Zeit einige Krisen zu ertragen. Sie ist aber nicht entmutigt. Anstatt zu resignieren, versucht sie sich durchzukämpfen. Auch am Arbeitsmarkt."

Der zweite Programmschwerpunkt am Handelstag widmete sich den Themen Digitalisierung und Zukunftstrends. Zukunftsforscher Tristan Horx (Zukunftsinstitut) stellte dabei die These auf, dass "wir uns bereits in einer digitalen Korrekturschleife befinden. Für den Handel heißt das: Bei aller Digitalisierung gibt es auch wieder eine Renaissance der zwischenmenschlichen beratenden Funktionen", sagte Horx, der daher rät, bei der Weiterbildung den Fokus auf zwischenmenschliche Kompetenzen zu legen. Zu den Top-Speakern zu diesem Thema zählten außerdem: Christoph Teller, Leiter des Instituts für Handel, Absatz und Marketing an der JKU Johannes Kepler Universität, und Ernst Gittenberger, Leitung Centre of Retail and Consumer Research an der JKU, Barbara Thaler, Abgeordnete im Europäischen Parlament (ÖVP), Tino Kopanakis, Geschäftsführer der Inandout Distribution Gmbh und Iris Thalbauer, Geschäftsführerin und Digitalexpertin der Bundessparte Handel.  

Dass der österreichische Handel nicht losgelöst von europäischen bzw. internationalen Umfeld betrachtet werden kann, stand dann beim dritten Themenschwerpunkt im Mittelpunkt, den WKÖ-Präsident Harald Mahrer eröffnete und dabei erneut die Notwendigkeit eines neuen Energiemarktdesigns auf europäischer Ebene betonte. "Special guest" dieses Programmschwerpunkts war EuroCommerce-Präsident Juan Manuel Morales, der auch darauf hinwies, was auf dem Spiel steht, wenn die Situation auf den Energiemärkten weiter außer Kontrolle gerät. Schließlich arbeiten europaweit rund 30 Millionen Menschen im Handel. Weitere spannende Speaker zum Thema, welche Risiken die aktuellen geopolitischen Veränderungen bergen, aber auch welche Chancen sich für den heimischen Handel möglicherweise ergeben können: Karl Pisec, Sprecher des europäischen Außenhandels, Jürgen Roth, Vizepräsident von EuroCommerce und Fachverbandsobmann des österreichischen Energiehandels, Thomas Oberreiter, Botschafter und Sektionsleiter für Europa und Wirtschaft im Außenministerium, Tobias Thomas, Generaldirektor der Statistik Austria, WKÖ-Vizepräsident Philipp GadyKatherina Ulz, Gründerin und CEO von I AM INK, sowie Jürgen Schöls, Geschäftsführer und Eigentümer des heurigen Exportpreissiegers im Bereich Handel, der APV Technische Produkte GmbH.

Zu den Fotos der Veranstaltung HANDELN #schaffenwir geht es hier.

PWK362/DFS)

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