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WKÖ-Fachverband Immobilientreuhänder schlägt Alarm: Bestellerprinzip vernichtet Jobs und lässt Mieter im Stich

Branchensprecher Edlauer: „Mit diesem Modell gibt es nur Verlierer“

Wohnungssuche
© WKÖ

Der heute, Dienstag, vorgestellte Entwurf zum Bestellerprinzip bringt erhebliche Nachteile für alle Beteiligten, kritisiert der Fachverband Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Bei näherer Betrachtung gibt es mit dem Bestellerprinzip nur Verlierer. Allen voran die rund 5.500 aktiven Immobilienmakler in ganz Österreich und ihre rund 10.000 Mitarbeiter, die durch ein solches Modell ganz erhebliche finanzielle Verluste hinnehmen müssen“, betont WKÖ-Fachverbandsobmann Georg Edlauer

96 Prozent der Betriebe in der Branche sind Kleinunternehmen, die so einen Eingriff nur sehr schwer verkraften und Mitarbeiter kündigen müssten. Dazu kommen in weiterer Folge Unternehmen und deren Mitarbeiter aus mit der Immo-Wirtschaft eng verbundenen Bereichen, etwa Medien, Werbung und IT-Services. Edlauer: "Damit hat diese als Entlastungspaket titulierte Maßnahme weitreichend negative Folgen.“ 

Die vorgestellten Einsparungen sind offenbar bewusst hochgegriffen, um den Eindruck zu erwecken, dass dieser Eingriff der breiten Bevölkerung helfe, nimmt der Branchensprecher an. So wird in den genannten Beispielen immer die Höchstprovision von zwei Monatsmieten bei langfristigen bzw. unbefristeten Verträgen herangezogen. Dass überwiegend befristete Mietverhältnisse abgeschlossen werden und daher nur eine Bruttomonatsmiete verrechnet wird, wird dabei verschwiegen. 

Wohnungssuche wird erschwert – monatelange Leerstände befürchtet 

"Wer auf der Suche nach einer Mietwohnung ist, schätzt die professionelle Beratung und Begleitung eines Immobilienmaklers bei der Wohnungssuche und beim Mietvertragsabschluss - diese wertvolle Dienstleistung fällt nun weg“, stellt Arno Wimmer, Berufsgruppensprecher Makler im WKÖ-Fachverband, klar. Besonders das Suchen wird deutlich schwieriger werden, da ein erheblicher Anteil der Angebote am sichtbaren Wohnungsmarkt verschwinden wird, wenn diese nicht vom Makler professionell aufbereitet werden. "Es besteht die Gefahr, dass tausende Wohnungen aufgrund längerer Verwertungszeiten monatelang leer stehen werden“. Dazu kommt, dass Wohnungssuchende womöglich häufig mit Geldforderungen vom Vormieter konfrontiert sein könnten, obwohl es im österreichischen Mietrecht grundsätzlich ein Ablöseverbot gibt.

"Wir haben in Deutschland gesehen, dass dieses Modell untauglich und für den Markt schädlich ist. Es erscheint verlockend: Auf den ersten Blick "erspart“ sich der Mieter eine Monatsmiete bei einem Dreijahres-Vertrag. Aber: Was er dafür verliert beziehungsweise dann an Leistungen extra teuer dazu kaufen muss, das sagt man ihm nicht“, kritisiert Wimmer. Edlauer fasst zusammen: "Wohnen wird durch das Bestellerprinzip definitiv nicht billiger, so viel ist fix. Im Gegenteil: der Spruch: Billig ist teuer kommt hier zum Tragen. Der angehende Mieter muss mit Mehrkosten und viel mehr Aufwand rechnen. Und eine ganze Branche mitsamt verbundenen Unternehmen und Mitarbeitern hat massive Einbußen“. 

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