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WKÖ-Edlauer: Nicht die gesetzmäßig indexierten Mieten, sondern die Betriebskosten steigern die Wohnkosten

Fachverband der Immobilientreuhänder: Statt haltloser Schuldzuweisungen braucht es faktenbasierte Diskussion über Preistreiber und Lösungen für Mieter und Vermieter

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Angesichts aktueller Pauschalanwürfe auf die Immobilienwirtschaft stellt Georg Edlauer, Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder, klar: "Wir haben in Österreich ein Mietrechtsgesetz, das sicherstellt, dass Mieten nicht willkürlich festgesetzt oder nach oben geschraubt werden können. Die Wertsicherung der Mieten erfolgt in grundsätzlich alle zwei Jahre stattfindenden Indexierungsschritten mit dem Ziel, die Inflation nachträglich aufzufangen.“ Im Zuge der Covid-19-Pandemie wurde die Indexierung ausgesetzt, weshalb sich die Kategoriemieten immer noch auf der Wertbasis des Dezember 2017 und die Richtwertmieten auf jener des Dezember 2018 befinden.  

Obmann-Stellvertreter Gerald Gollenz betont: "Ohne Wertsicherung der Mieten bzw. ein dauerhaftes Hinauszögern der Valorisierungen würde die ohnehin niedrige Sanierungsquote – bis hin zu einem Sanierungsstopp – weiter sinken. Damit würden wir einen Bumerang-Effekt auslösen, da notwendige Erhaltungsmaßnahmen an der Substanz der Wohnhäuser nicht mehr finanziert werden könnten. Unterm Strich verlieren so alle: Mieter und deren Wohnqualität ebenso wie Eigentümer. 

"Angesichts der starken Preissteigerungen im Energiebereich ist es wichtig, die aktuellen Preissteigerungen für die Menschen in Österreich, Betriebe und Haushalte, bestmöglich abzufedern. Dazu braucht es eine faktenbasierte Analyse der Auswirkungen statt haltloser Vorwürfe“, zeigt sich Edlauer überzeugt und verweist auf die überdurchschnittlich stark gestiegenen Betriebskosten. 

Steigende Betriebs- und Energiekosten: Rasches Handeln seitens Politik nötig

Diese sind in rund 10 Jahren (Vergleich 2008 zu 2019)  unverhältnismäßig um rund 36 Prozent gestiegen und tragen so spürbar zur Steigerung der Wohnkosten bei, wie der Betriebskostenspiegel der Mietervereinigung deutlich zeigt. Energie- und Heizkosten sind in dieser Berechnung noch gar nicht berücksichtigt. "Das sind wesentlich größere Preistreiber als die gesetzesmäße Indexierung jedes zweite Jahr. Diese Preissteigerungen stellen für viele Haushalte eine große Herausforderung dar - sowohl für Mieter als auch für Eigentümer“, unterstreicht Michael Pisecky, stellvertretender Fachverbandsobmann.

Die Branchenvertreter sind sich einig: "Die – aufgrund der geopolitischen Situation - zu erwartenden weiteren enormen Energiepreissteigerungen und die daraus resultierenden Kosten können weder Mieter noch Betriebe stemmen. Hier braucht es ein rasches Handeln der Politik, um zu verhindern, dass die Energiepreise noch weiter auf die Inflation durchschlagen. Wichtig ist dabei nicht, auf welches der in Diskussion stehenden Modelle man sich einigt, sondern dass rasch eine Lösung im Sinne aller auf den Weg gebracht wird.“ 

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