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WKÖ-Arbeitskräfteradar: Arbeitskräftemangel in Österreich so dramatisch wie nie zuvor

Betroffenheit quer durch alle Branchen – von der Produktion bis zur Dienstleistung

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© (C) Monty Rakusen/cultura/Corbis

Der Arbeitskräftemangel ist so dramatisch wie nie zuvor. Wir sprechen nicht mehr "nur" von einem Fachkräftemangel, sondern von einem Arbeitskräftemangel, Personal fehlt in allen Bereichen – von hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über Handwerker, Lehrlingen bis hin zu geringer qualifizierten Arbeitskräften. Das sind die Kernaussagen einer Umfrage des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) für den WKÖ Arbeitskräfteradar an der im April und Mai rund 4.000 Betriebe teilgenommen haben. 

Die zentralen Ergebnisse des WKÖ Arbeitskräfteradars 

  • 73 Prozent der Unternehmen sind derzeit stark oder sehr stark von einem Arbeitskräftemangel betroffen

  • Die Betroffenheit zieht sich quer durch alle Branchen. Besonders hoch ist sie
    • in der Industrie mit 85,6 Prozent,
    • in Tourismus und Freizeitwirtschaft mit 80,9 Prozent,
    • in Transport und Verkehr mit 78,9 Prozent
    • und in Gewerbe und Handwerk mit 75,9 Prozent.
  • Und es wird auch nicht davon ausgegangen, dass sich die Situation rasch bessert:
    82,7 Prozent meinen, dass der Arbeitskräftemangel in ihrer Branche in den nächsten drei Jahren noch zunehmen wird, wovon 65,8 Prozent von einer sehr starken Zunahme ausgehen.

  • Interessant ist auch, dass 71 Prozent der Befragten angeben, dass sie derzeit offene Stellen anzubieten haben.

  • Dabei sind vor allem Handwerksberufe, Techniker:innen, Beschäftigte im Gastgewerbe, aber auch Führungskräfte und Mitarbeiter:innen für Büro/Verwaltung schwer zu finden. 

  • Hochgerechnet auf ganz Österreich kommen die Experten des ibw damit auf einen aktuellen Arbeitskräftebedarf von 272.000. Das sind um fast 100.000 Personen mehr, die fehlen, im Vergleich zu 2020.

  • Die Auswirkungen des Arbeitskräftebedarfs sind:
    • Zusatzbelastung sowohl für bestehende Mitarbeiter:innen als auch Firmenleitungen
    • höhere Ausgaben für die Personalsuche
    • und Umsatzeinbußen, weil Unternehmen Aufträge gar nicht annehmen können, wenn ihnen die ausführenden Beschäftigten fehlen

  • Als Ursachen des Arbeitskräftemangels nennen die Unternehmen:
    • zu wenige geeignete Bewerber:innen
    • generell weniger Fachkräfte bei gleichzeitig hoher Nachfrage 
    • aber auch Defizite in der Pflichtschulausbildung
    • und eine mangelnde bzw. geringe Bereitschaft zur Mobilität 

  • Aus Sicht der Unternehmen ist kurz- und mittelfristig folgendes notwendig:
    • mehr Beschäftigungsanreize für Arbeitslose,
    • Lehrstellenförderung für Personen über 18 Jahre,
    • finanzielle Förderung für die Beschäftigung Älterer und Langzeitarbeitsloser,
    • attraktive Angebote zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen,
    • Vereinfachung der Beschäftigung von Arbeitskräften aus "Nicht-EU-Staaten".

  • Reform der RWR Karte sowie Arbeitsmarktreform sind entscheidend:
    •  Reform der RWR Karte bringt Vereinfachung der Beschäftigung von Arbeitskräften aus Drittstaaten. 
    • In Summe braucht es jedoch noch mehr Maßnahmen (u.a. Lehre stärken, Ausbau der aktiven Arbeitsmarktpolitik, Ausbau der Kinderbetreuung, verstärkte Gesundheitsprävention)   
    • Mitentscheidenden wird die Arbeitsmarktreform sein
    • Wesentlicher Bestandteil der Reform müssen mehr Beschäftigungsanreize sein (u.a. durch degressive Staffelung des Arbeitslosengeldes, Einschränken des Zuverdiensts)

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