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WKÖ-Analyse: Wirtschaftskraft KMU 2018

Leistungen der kleinen und mittleren Unternehmen Österreichs

Der aktuelle Bericht „Wirtschaftskraft KMU 2018“ stellt umfangreiche Informationen und Analysen zur Struktur der Unternehmenslandschaft, deren Entwicklung und der betriebswirtschaftlichen Situation der KMU dar.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) prägen die österreichische Wirtschaft. Seit 2008 haben diese per Saldo mehr als 61.000 zusätzliche Arbeitsplätze für selbstständig und unselbstständig Beschäftigte geschaffen. Die Umsätze sind um mehr als 10 % gestiegen, die Bruttowertschöpfung um fast 16 %. Damit beschäftigten KMU fast zwei Drittel der heimischen Erwerbstätigen und tragen etwa 60 % zu den Umsätzen, der Wertschöpfung und den Bruttoinvestitionen der gewerblichen Wirtschaft bei.

Wirtschaftskraft KMU 2018

Die neu erschienene Publikation „Wirtschaftskraft KMU 2018“ stellt die Leistungen der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und ihre
Bedeutung für die österreichische Wirtschaft dar.

Die Broschüre analysiert die wirtschaftliche Entwicklung der KMU der vergangenen Jahre und schlägt wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen vor, um die Wettbewerbsfähigkeit der KMU zu stärken.

Zudem wird das Thema Bürokratie analysiert. Der große Einfluss der Bürokratie auf KMU impliziert, dass Bürokratieabbau weiter forciert werden muss, um die unternehmerische Freiheit zu erhöhen und dadurch den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiver zu machen.

Bedeutung und Analyse der klein- und mittelständischen Unternehmen

Die aktuellsten Zahlen zeigen, dass 99,6 % aller in Österreich aktiven Unternehmen - das entspricht rund 248.800 Unternehmen - KMU sind. Sie beschäftigen knapp zwei Drittel der gesamten Erwerbstätigen, etwa 1,7 Mio. Personen. KMU in Österreich erzielten 2015 Umsätze in der Höhe von rund 401 Mrd. Euro sowie eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von mehr als 99 Mrd. Euro. Damit gaben die KMU 2015 fast zwei Drittel aller Beschäftigten innerhalb der gewerblichen Wirtschaft einen Arbeitsplatz und haben 63 % zu den Erlösen sowie 59 % zur gesamten Wertschöpfung beigetragen. Zudem entfielen 61 % aller im Jahr 2015 getätigten Bruttoinvestitionen (rund 16 Mrd. Euro) auf KMU. 

Darüber hinaus spielen die heimischen KMU für die Lehrlingsausbildung eine wichtige Rolle, denn sie bilden fast zwei Drittel der Lehrlinge der gewerblichen Wirtschaft aus (2015: rund 54.600). Das duale Ausbildungssystem in Österreich gilt international als Vorzeigemodell. 

Innerhalb der KMU handelt es sich beim Großteil (2015: rund 85 %) um Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern. Die Beschäftigten von KMU verteilen sich relativ gleichmäßig auf die einzelnen Größenklassen. Im Jahr 2015 arbeiteten rund 22 % in Kleinstunternehmen, rund 24 % in Kleinbetrieben mit 10 bis 49 Beschäftigten und rund 20 % in mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Arbeitnehmern. Die meisten Lehrlinge werden von Kleinunternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten ausgebildet (2015: 32 %). Der höchste Anteil des Outputs entfällt auf die mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten (2015: 27 % der Umsätze, 23 % der Bruttowertschöpfung und 30 % der Bruttoinvestitionen).

Die Ergebnisse aus dem WKO Wirtschaftsbarometer von 2017 zeigen eine deutlich verbesserte Stimmung bei den KMU. Im Frühjahr 2017 haben die Unternehmer das Wirtschaftsklima erstmals seit dem Frühjahr 2011 wieder mehrheitlich positiv eingeschätzt. Auch im Herbst 2017 zeigt sich im Vergleich zu 2016 eine deutliche Verbesserung. 

KMU beschäftigen zwei Drittel der Erwerbstätigen, erwirtschaften 60 % der Umsätze, der Wertschöpfung der Investitionen

Sonderkapitel: Bürokratie

Österreichische Unternehmer beklagen finanzielle und zeitliche Belastungen, die nicht in direktem Zusammenhang mit ihrer unternehmerischen Tätigkeit stehen. Laut WKÖ Wirtschaftsbarometer vom Herbst 2017 lassen sich diese in den meisten Fällen auf Rechtsvorschriften zurückführen, die das Arbeitsrecht und die Arbeitszeit betreffen (82 % der Nennungen).

Regelungen betreffend Arbeitsschutz und Gesundheit, Steuergesetzgebung und Genehmigungsverfahren bzw. Betriebsanlagen folgen auf den nächsten Plätzen. Für einen vergleichsweise geringen Anteil an Unternehmen verursachen demzufolge der Konsumentenschutz, Lebensmittelsicherheit sowie der Bereich Umweltrecht den höchsten bürokratischen Aufwand.

Rechtsvorschriften, die die meiste Bürokratie bzw. Probleme verursachen, Anteil der Unternehmen in %

Rechtsvorschriften Bürokratie
© WKÖ

Durch nicht absolut notwendige administrative Belastungen werden gleichzeitig personelle und monetäre Ressourcen im Unternehmen in Anspruch genommen. Diese Verwaltungsaufgaben sind auf das notwendige Maß zu reduzieren, damit sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können.

82 % der Unternehmen: Arbeitsrecht und Arbeitszeit verursacht viel Bürokratie

KMU-politische Forderungen  

Der große Einfluss der Bürokratie auf KMU impliziert, dass Bürokratieabbau weiter forciert werden muss, um die unternehmerische Freiheit zu erhöhen und dadurch den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiver zu machen. Um den wirtschaftlichen Aufschwung zu verstärken und zu verlängern, müssen weitere Maßnahmen zur Unterstützung von KMU gesetzt werden. 

In der Broschüre werden, neben dem Bürokratieabbau, auch weitere wirtschafts-politische Forderungen der WKÖ angeführt, die unterstreichen, dass Entlastung der Unternehmen, Anreize für Investitionen und die Sicherung der Fachkräfte als Kernziele der österreichischen Wirtschaftspolitik anzusehen sind. Diese sowie weitere Forderungen und Erfolge sind in der aktuellen Broschüre unter news.wko.at/kmu ausführlich dargestellt.


Fazit

Die neu erschienene Publikation „Wirtschaftskraft KMU 2018“ stellt die Leistungen der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und ihre Bedeutung für die österreichische Wirtschaft dar.

Neben der wirtschaftlichen Entwicklung der KMU der vergangenen Jahre werden wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen präsentiert, um die Wettbewerbsfähigkeit der KMU zu stärken.

Zudem wird das Thema Bürokratie analysiert. Bürokratieabbau muss weiter forciert werden, um die unternehmerische Freiheit zu erhöhen und dadurch den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiver zu machen.

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