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Wissensbasierte Dienstleister haben coronabedingte Durststrecke überwunden

WKÖ-Sery-Froschauer: Sind als Innovationstreiber wichtige Multiplikatoren für heimische Betriebe – Aktueller Fokus: Cybersecurity und Fachkräftemangel 

Dienstleister
© Envato

„Unsere Mitgliedsbetriebe, die technische und wissensbasierte Dienstleistungen erbringen, sind oft die stillen Helden im Hintergrund. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen sind sie gefordert – als Multiplikatoren und wichtige Innovationstreiber der heimischen Wirtschaft – Perspektiven für Zukunftsstrategien zu entwickeln. Die Schwerpunkte liegen hier in der Digitalen Transformation, der Bewältigung der Klimaziele und der Erschließung neuer Märkte“, sagt Angelika Sery-Froschauer, Obfrau der Bundessparte Information und Consulting (BSIC) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute, Mittwoch, vor Journalisten. 

Die Bundessparte Information und Consulting vertritt die Interessen der 142.000 Unternehmen und Selbständigen aus den Sektoren Information, Kommunikation und Consulting. Diese beschäftigen derzeit über 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  

Wie eine aktuelle Konjunkturerhebung der KMU Forschung Austria zeigt, konnte der coronabedingte Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung 2020 (-5,4 %) im Jahr 2021 - quer über die Branchen - größtenteils wieder aufgeholt werden. Die Umsätze sind gegenüber 2020 nominell um 3,7 % gestiegen. Das Wachstum war jedoch noch zu gering, um das Corona-Vorkrisenniveau von 2019 wieder zu erreichen. Auch das Investitionsniveau lag 2021 - mit 7,5 % des Umsatzes - wieder deutlich höher als in den beiden Vorjahren (2019: 4,6 % bzw. 2020: 4,5 %). Insgesamt tätigte die Hälfte der Betriebe im vergangenen Jahr Investitionen (im Vergleich 2020: 46 %). Für 2022 zeigen die Betriebe eine deutlich erkennbare positive Erwartung (+ 5% Umsatzerwartung). Offen ist jedoch, wie sich Russlands Krieg gegen die Ukraine sowie die damit verbundenen Sanktionsmaßnahmen künftig auswirken werden. 

Cybersecurity: Über www.it-safe.at Betriebe und Mitarbeiter informieren und schützen 

Zur durch den Ukraine-Krieg stark im Fokus stehenden Cybersecurity betont die oberste Branchenvertreterin: „Auch wenn die aktuelle Lage in der EU und Österreich derzeit ruhig  ist und sich die Cyberattacken derzeit auf Ukraine und Russland konzentrieren, ist genau jetzt der Zeitpunkt, um entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.“ Dies gelte nicht nur  für staatliche Institutionen, Betreiber kritischer Infrastruktur und im Energie- bzw. Finanzsektor, sondern für alle heimischen Unternehmen. 

Kurzfristig sollten Betriebe prinzipiell eine erhöhte Bereitschaft bei ihren IT-Systemen anordnen. Verstärkte Beobachtung verdächtiger IT-Kommunikation, die Prüfung der internen Kommunikation zu IT-Vorfällen oder die kritische Prüfung aller Systemaktualisierungen bzw. -updates, die oft als „Einfallstor“ dienen können, seien einfache, aber essentielle To-Do’s, so Sery-Froschauer. Aktuelle und detaillierte Informationen sowie konkrete Hilfestellung und wichtige Maßnahmen finden alle Betriebe unter www.it-safe.at.  

„Neben Checklisten und Leitfäden, Online-Ratgebern und IT-Sicherheitshandbüchern für Unternehmen und Mitarbeiter:innen finden sich wir hier auch Informationen über die aktuelle Bedrohungslage im Bereich Cybersicherheit durch den Ukraine-Krieg“, erklärt Sery-Froschauer, die sich den Ausbau einer zentralen staatlichen Stelle für Cybersicherheit - analog zum deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) - wünschen würde. 

Brennpunktthema Fachkräftemangel: Enorme Herausforderung der nächsten Jahre 

Ein weiteres Brennpunktthema und eine enorme Herausforderungen für die Branchen ist der Fachkräftemangel, wie die Spartenobfrau unterstreicht: „Der digitale Wandel eröffnet Möglichkeiten und Chancen, stellt die Unternehmen gleichzeitig aber vor große Herausforderungen und verschärft die Wettbewerbssituation. Neben begrenzten finanziellen Möglichkeiten stellen fehlende Mitarbeiter:innen und fehlendes Know-how die bestimmenden Hemmnisse im Rahmen der digitalen Transformation von heimischen Unternehmen dar.“ Besonders betroffen, so Sery-Froschauer, sind hier etwa die Finanzdienstleister, die Werbebranche, die Betriebe des Entsorgungs- und Ressourcenmanagements und – last but not least - der IT-Bereich, wo mehr als 24.000 Fachkräfte in Österreich fehlen. Allein in diesem Bereich entsteht in den kommenden Jahren ein Wertschöpfungsverlust  von 3,8 Milliarden Euro pro Jahr. Nach dem IKT Statusreport des Kärntner Instituts für Höhere Studien (KIHS) liegt der wesentliche Grund dafür in der IT-Bildung im Hochschulsektor. 

Bestätigt wird die Sorge der Branche auch durch die aktuelle Erhebung der KMU-Forschung Austria.  Demnach sehen 21 % der Unternehmen der Sparte Information und Consulting den Fachkräftemangel als eine der größten Herausforderungen. 

Richtig sind aus Sicht von Sery Froschauer das seit vergangenen Freitag geltende umfassende Aufenthaltsrecht und der unkomplizierte Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtende aus der Ukraine in Österreich. „Neben der humanitären Hilfe ist es in einem zweiten Schritt wichtig, den Menschen aus der Ukraine eine Perspektive zu geben und sie schnell und unkompliziert in Beschäftigung zu bringen. Sie müssen konkret bei der Vermittlung unterstützt werden. Gerade in Branchen, in denen ohnehin enormer Fachkräftemangel herrscht, hilft das beiden Seiten“, spricht Sery-Froschauer etwa den IT-Bereich an.

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