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WIFIs starten Infokampagne zum Thema Fachkräfte

Arbeitskräftemangel auf neuem Höchststand – WIFI macht mit innovativen Bildungsangeboten individuelle Karrierechancen als Fachkraft möglich

Heizungstechnikger
© Envato

Sieben von zehn Unternehmer:innen haben aktuell Schwierigkeiten bei der Besetzung von offenen Stellen. Laut WIFI-Weiterbildungsbarometer 2022 ist für Österreichs Wirtschaft die größte Herausforderung der Zukunft der Mangel an Fachkräften und Arbeitskräften generell. Eine enorme Belastung für die heimische Wirtschaft in ohnehin herausfordernden Zeiten. Industrie, Tourismus, Transportwesen sowie Gewerbe und Handwerk zählen zu den am stärksten betroffenen Branchen. Als Österreichs Fachkräfteschmiede Nummer eins wollen die WIFIs für eine Trendumkehr sorgen und Menschen für die vielfältigen Fachkarrieren begeistern. 

Neben gestiegenen Produktionskosten und Lieferengpässen zählt der Fachkräftemangel zu den größten wirtschaftlichen Hemmnissen für die heimischen Unternehmen. Auch laut dem vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) durchgeführten WKO Fachkräfteradar hat der Mangel an qualifizierten Fachkräften 2022 ein neues Allzeithoch erreicht: 87% aller Betriebe gaben an, in irgendeiner Form betroffen zu sein; 73% sogar stark oder sehr stark. Bei rund 63% jener Unternehmen hat der Fachkräftemangel bereits zu Umsatzeinbußen geführt, für 48% sind die Möglichkeiten zur Innovation bzw. Entwicklung neuer Produkte dadurch eingeschränkt und 44% führen Qualitätseinbußen bei Produkten und Dienstleistungen als negative Konsequenz an. Auch im Hinblick auf die kommenden Jahre herrscht Pessimismus vor: 83% der befragten Betriebe befürchten in den nächsten drei Jahren eine weitere Verschärfung der Personalsituation in ihrer Branche.  

Größter Fachkräfteengpass seit 70 Jahren

"Über 270.000 nicht besetzbare Fachkräftestellen sprechen eine eindeutige Sprache – Österreichs Unternehmen sehen sich derzeit mit dem größten Mangel an Fachpersonal seit der Nachkriegszeit konfrontiert“, bringt Markus Raml, Kurator des WIFI Österreich, die angespannte Situation am Arbeitsmarkt auf den Punkt. „Das WIFI Weiterbildungsbarometer hat gezeigt, dass in der persönlichen Umsetzung des lebensbegleitenden Lernens bei vielen Erwerbstätigen noch großes Entwicklungspotential ruht. Diese Ergebnisse decken sich mit dem aktuellen WKO Fachkräfteradar, das zeigt, dass es in Betrieben besonders an Absolventinnen und Absolventen der Lehre mangelt.“ Die Zahl der Erwerbspersonen mit Lehrabschluss ist seit Jahren rückläufig. Am fehlenden Angebot liegt die Entwicklung jedoch nicht. Mehr als die Hälfte aller Betriebe wäre bereit, mehr Lehrlinge auszubilden, findet jedoch nicht genug interessierte Jugendliche. Mit Ende 2022 waren beim AMS um fast 10.000 Lehrstellen mehr offen gemeldet, als es Lehrstellensuchende gibt.  

Noch nicht dagewesene Karrierechancen für Fachkräfte

Um die Vorzüge und attraktiven Zukunftsaussichten einer modernen Fachberufsausbildung vor den Vorhang zu holen, starten die WIFIs österreichweit eine Fachkräfte-Infokampagne. „Ziel der multimedial ausgespielten Initiative ist es, Jugendliche und interessierte Personen aller anderen Altersgruppen über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten der Fachkraft zu informieren“, betont Tatjana Baborek, Institutsleiterin WIFI Österreich, und verweist auf die umfassenden Aus- und Weiterbildungsangebote an den WIFIs: „Als Österreichs führende Fachkräfteschmiede entwickeln wir unsere Bildungsangebote laufend entsprechend dem künftigen Bedarf der Wirtschaft weiter. Egal in welchem Lebensabschnitt und auf welcher Bildungsstufe, Interessierte finden an den WIFIs garantiert maßgeschneiderte Ausbildungsformate am Puls der Zeit.“  

Zu den Ausbildungsinnovationen zählt etwa die Duale Akademie, die sich speziell an junge Erwachsene richtet, die bereits die Matura haben und nach einem raschen Berufseinstieg als Schlüsselfachkraft streben. Das neue Format bietet ihnen eine verkürzte Lehrausbildung mit attraktivem Einkommen in den gefragtesten Zukunftsberufen. Über die Berufsausbildung auf höchstem Niveau hinaus können außerdem gesuchte Kompetenzen erworben werden – u.a. Projektmanagement und Business Englisch. 
Die Duale Akademie wird aktuell österreichweit in den vier besonders stark nachgefragten Berufen - App-Entwicklung/Coding, Elektrotechnik, Mechatronik und Speditionskauffrau/-mann - angeboten. 

Karrieresprung mit der WIFI-Fachakademie

Wer sich auf den nächsten Schritt im beruflichen Werdegang vorbereiten will, den erwartet in der WIFI Fachakademie eine Top-Ausbildung speziell für Fachkräfte. Im Sinne des Leitgedankens durchlässiger und durchgängiger Bildungswege bereitet die WIFI-Fachakademie berufsbegleitend auf Leitungs- und Beratungstätigkeiten bis hin zur Selbstständigkeit im jeweiligen Fachbereich vor. Die zweijährige Ausbildung punktet vor allem mit großer Praxisnähe und Trainer:innen unmittelbar aus der Wirtschaft. Aktuell gibt es die WIFI-Fachakademie zu den Themen Angewandte Informatik, Automatisierungstechnik, Medieninformatik und -design, Digitalisierte Produktion, Fertigungstechnik und Produktionsmanagement. Details unter: www.wifi.at/fachakademie

Unternehmer:innen, die das fachliche Potential ihrer Mitarbeiter:innen weiterentwickeln möchten, finden auf der Seite des WIFI Österreich fachkraefte-entwickeln unzählige Fortbildungsmöglichkeiten. 

Über die WIFIs

Die WIFIs, die Wirtschaftsförderungsinstitute der Wirtschaftskammern, sind mit einem Marktanteil von rund 20% der größte Anbieter für berufliche Aus- und Weiterbildung in Österreich. Pro Jahr besuchen mehr als 320.000 Kundinnen und Kunden über 33.000 Kurse, Seminare und Lehrgänge. Aktuell sind für die WIFIs 12.000 Trainer:innen im Einsatz. Seit mehr als 75 Jahren ist das WIFI mit einer Dachorganisation (WIFI Österreich), neun Landesinstituten und 80 Außenstellen kompetenter Partner der österreichischen Wirtschaft. Das WIFI International begleitet international tätige, österreichische Unternehmen mit beruflicher Aus- und Weiterbildung „Made in Austria“ in Länder der CEE- und SEE-Region. Siehe auch: wifi.at, blog.wifi.at

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