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Aktuelle Studie: Wie die Österreicher über ihre private Vorsorge denken

Sparbuch und Bausparvertrag sind beliebteste Vorsorgeformen

In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der NÜRNBERGER Versicherung und des Fachverbands Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat das Linzer Market-Institut die Befindlichkeiten, Erwartungen und Zufriedenheit der Österreicher in Sachen private Vorsorge erhoben. Es wurden 1.000 Teilnehmer ab 16 Jahren befragt.

„Neben dem Ausloten des Spar- und Vorsorgeverhaltens im Allgemeinen ging es bei der Studie insbesondere um die Erwartungen und die Zufriedenheit der Menschen mit fondsgebundenen Vorsorgeprodukten, wie der Fondsgebundenen Lebensversicherung“, so Kurt Molterer von der NÜRNBERGER zu den Zielsetzungen der Befragung.

Was die eingesetzten Vorsorgeformen betrifft, so liegen, wenig überraschend, das Sparbuch (71%) und der Bausparvertrag (61%) ganz vorne. Fondsgebundene Lösungen (Fondssparplan oder FLV) haben dabei einen Anteil von 46%.

Knapp 40% der Befragten wenden zwischen 50 und 150 Euro pro Monat für die private Vorsorge auf. Ein knappes Viertel – darunter vermehrt Ältere – legen monatlich mehr als 200 Euro zur Seite. „Was uns freut, ist, dass rund ein Viertel der Sparer vorhat, in nächster Zeit mehr Geld für die Vorsorge aufzuwenden – dabei vorrangig die Jüngeren bis 29 Jahre“, erläutert Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister.

Wie die Studie zeigt, sind fondsgebundene Produkte in der langfristigen Vorsorge für knapp 40% ein Thema. Was die wesentlichen Anforderungen der Befragten an die Fondsgebundene Lebensversicherung betrifft, so werden die Leistungsmerkmale Individualität (Anlagestrategie), Flexibilität (täglicher Fondswechsel, Zuzahlungen) und Bequemlichkeit (professionelles Management bzw. Ablaufmanagement) am häufigsten genannt“, so Molterer. Das Thema Ethik und Nachhaltigkeit spielt bereits für rund jeden Zweiten eine Rolle.

Obwohl sich nur ein Drittel der Befragten die prognostizierte Pensionslücke berechnen ließ, gehen knapp zwei Drittel davon aus, später mit der staatlichen Pension allein nicht das Auslangen für die Erhaltung des Lebensstandards zu finden. „Für Berater wird wieder einmal deutlich, dass wir uns im Beratungsgespräch noch stärker mit der individuellen Kundensituation, der konkreten Lebensplanung und auch mit den Kundenerwartungen auseinandersetzen müssen, insbesondere was das Thema Risiko und Sicherheit betrifft“, so Dolzer. Denn, wie die Studie zeigt, setzen 7 von 10 Österreicher bei der Vorsorge klar auf den Faktor Sicherheit und sind nur in geringem Maße bereit, ein Risiko in Kauf zu nehmen, um dadurch ihre Renditechancen zu erhöhen. Dennoch erwartet sich jeder Zweite von seiner Vorsorgeform eine Mindestverzinsung von 4 bis 6%.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Finanzdienstleister
Mag. Philipp H. Bohrn, Mag. Dagmar Hartl-Frank
Tel.: 05 90 900-4818
E-Mail: finanzdienstleister@wko.at
Internet: wko.at/finanzdienstleister

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