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Investitionen schaffen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Steuereinnahmen

WKÖ Investitionsradar 2020

Quelle: Statistik Austria. WKÖ Statistik. IO Tabellen 2015.
© WKÖ Quelle: Statistik Austria. WKÖ Statistik. IO Tabellen 2015.

Untersuchungen mit Hilfe von Input-Output-Tabellen zeigen, welche Effekte Investitionen in Österreich auf die Wertschöpfung, die Beschäftigung aber auch das Steueraufkommen haben. Es werden mehr als 500.000 Vollzeit-Arbeitsplätze durch Investitionen gesichert. Einen besonders hohen Anteil an der erzeugten Beschäftigung haben Investitionen in Gebäude (Wohnbauten und sonstige Bauten). Den zweitgrößten Effekt haben Investitionen in immaterielle Anlagegüter, was zeigt, dass auch die wissensbasierte Ökonomie starke Beschäftigungseffekte mit sich bringt.

Mehr als 500.000 Vollzeit-Arbeitsplätze werden durch Investitionen gesichert.

Die Wertschöpfung durch Bruttoanlageinvestitionen beträgt in Österreich etwa 46 Mrd. Euro, wovon der größte Teil auf Investitionen in Bauten fällt. Auch hier spielen aber auch Investitionen in immaterielle Anlagegüter eine wichtige Rolle. In diesem Bereich fällt knapp 13 Mrd. Euro an Wertschöpfung an. 

Quelle: Statistik Austria. WKÖ Statistik. IO Tabellen 2015.
© WKÖ Quelle: Statistik Austria. WKÖ Statistik. IO Tabellen 2015.
Die Wertschöpfung durch Investitionen beträgt in Österreich jährlich etwa € 46 Mrd.

Investitionen erzeugen Steuereinnahmen. Entweder durch Steuern, die direkt im Investitionsprozess anfallen oder durch Einkommenssteuern von Personen, die im Zuge eines Investitionsprojektes beschäftigt werden. Laut eines Modells der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsforschung entstehen durch eine nicht genauer definierte Investition von 1 Mrd. Euro im Jahr 2020 in Österreich ein Steueraufkommen von 451 Mio. Euro über drei Jahre. Dieser Wert verändert sich je nachdem in welchen Sektor investiert wird, und wie hoch die Importquote der Investition ist.

Maßnahmen die Investitionen stärken sind auch positiv für die Arbeitsproduktivität.

Exkurs: Wie hängen Investitionen, Produktivität und Reallohnsteigerungen zusammen?

Die Arbeitsproduktivität hat sich in Österreich und den meisten Industrieländern in den letzten Jahren deutlich abgeschwächt. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnete Österreich außerdem ein geringeres Produktivitätswachstum als z.B. Deutschland, die Schweiz oder die USA. Ein Grund dafür ist, dass ein wichtiger Bestandteil der Arbeitsproduktivität – die totale Faktorproduktivität (TFP) – langsamer wächst. Das TFP-Wachstum bildet den technologischen Fortschritt ab und fällt in Europa geringer aus als in den USA. 

In Volkwirtschaften, in denen die Erwerbsbevölkerung zurückgeht, ist jedoch das Produktivitätswachstum eine wichtige Voraussetzung, um Wohlstand, Wirtschaftswachstum und Reallohnsteigerungen zu erlangen ohne international an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. Klaus Weyerstraß zeigte in einer empirischen Untersuchung in den Wirtschaftspolitischen Blättern (Ausgabe 1/2017), dass der Rückgang der Investitionsquote mitunter für das schwache Produktivitätswachstum verantwortlich ist. 

Materielle Investitionen haben einen direkten Einfluss auf die Kapitalintensität und immaterielle Investitionen wirken sich positiv auf den technischen Fortschritt aus. Ebenso wirken sich Investitionen in neue Maschinen auf den technischen Fortschritt aus, da dieser gewissermaßen in den Maschinen „gebunden“ ist. In seiner empirischen Untersuchung zeigt Weyer, dass eine um einen Prozentpunkt höhere Investitionsquote mit einer Steigerung der Wachstumsrate der Arbeitsproduktivität um 0,1 Prozentpunkte verbunden ist. Bei Ausrüstungsinvestitionen liegt dieser Effekt sogar bei 0,4 Prozentpunkten. 

Fazit: Maßnahmen, die die Investitionen bzw. die Sachkapitalbildung stärken, sind auch positiv für die Arbeitsproduktivität. Forschung und Entwicklung, aber auch Innovationen und technischen Fortschritt wirken sich positive auf die Arbeitsproduktivität aus. Ebenso ist internationaler Handel ein wichtiger Faktor zur Stärkung der Produktivitätsentwicklung, da dadurch Wertschöpfungsketten vertieft und Spezialisierungen ermöglicht werden.

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[1] Wertschöpfung bezeichnet die wirtschaftliche Leistung, die in einzelnen Wirtschaftsbereichen erbracht wird.

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