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UBIT: "Digitale Grundbildung" nicht genug - Informatik muss Schwerpunkt des neuen Schulfachs werden

UBIT-Harl: "Um international mithalten zu können, brauchen junge Österreicherinnen und Österreicher dringend fundierte Informatik-Skills"

Kinder in der Klasse
© Envato

"Wir begrüßen natürlich, dass unsere langjährige Forderung, ein eigenes Schulfach für digitale Kompetenzen zu schaffen, endlich aufgegriffen wurde. Die Vorschläge des Bildungsministeriums sind so aber sicher nicht weitreichend genug", kritisiert Alfred Harl, Obmann des Fachverbands Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT), die vorgeschlagenen Lehrpläne für das neue Pflichtfach "Digitale Grundbildung", das ab Herbst 2022 in der Mittelschule und der AHS Unterstufe unterrichtet werden soll. "Seit Jahren fordern wir eine tiefgehende und praxisorientierte Informatik-Bildung in der Schule. Der vorliegende Entwurf hat jedoch mehr mit der Vermittlung von Medienkompetenzen als mit echten Informatikkompetenzen zu tun, die von den Unternehmen dringend benötigt werden", betont Harl. Die Vermittlung von Medienkompetenz, die grundsätzlich wichtig sei, könne durchaus in bestehenden Fächern integriert werden, so Harl, der überzeugt ist: "Informatik ist der Grundstein für Digitalisierung und damit für unseren nachhaltigen Wohlstand. Wenn wir international nicht den Anschluss verlieren wollen, brauchen wir dringend junge Mädchen und Burschen mit Informatik-Skills. Sie sind das Fundament für die aktive Mitgestaltung der digitalen Transformation."

UBIT-Obmann Stv. Martin Zandonella unterstreicht: "Es ist höchste Zeit, international erfolgreiche Wege einzuschlagen und den 10- bis 14-Jährigen eine fundierte Informatik-Grundbildung zu ermöglichen. Diese kann nur vermittelt werden, in dem auch fachlich ausgebildete Informatik-Lehrkräfte zum Einsatz kommen. Wir müssen verhindern, dass diese eine Schulstunde mit zu unterschiedlichen Inhalten überladen und verwässert wird. Deshalb sollten Kompetenzen für die reine Anwendung digitaler Medien im Rahmen bereits bestehender Unterrichtsfächer vermittelt werden und sich das neue Pflichtfach auf Informatik fokussieren."

IT-Bildung als Treiber des IT-Fachkräftemangels

Aktuell fehlen in Österreich rund 24.000 IT-Fachkräfte, was für Österreichs Wirtschaft ein jährlicher Wertschöpfungsverlust von rund 3,8 Milliarden Euro bedeutet. Als einen wesentlichen Ursprung ortet der Fachverband UBIT die Ausbildung von IT-Fachkräften. An Österreichs Fachhochschulen und Universitäten, an denen IT- und IKT-Studienrichtungen unterrichtet werden, herrschen weiterhin hohe Dropout-Quoten – zu viele Studierenden brechen ihr Studium vorzeitig ab. Besonders jene, die ein Bachelor-Studium abbrechen, sind für die IT-Branche in den meisten Fällen für immer verloren. "Die IT-Bildung muss grundlegend reformiert werden. Leider kann bei der aktuellen Ausgestaltung des Schulfachs ‚Digitale Grundbildung‘ nicht von einer effektiven Informatik-Bildung gesprochen werden", appelliert Harl an die Bundesregierung – insbesondere Wirtschafts- und Bildungsministerium -, den vorliegenden Vorschlag dahingehend zu überarbeiten.

Den aktuellen Status quo der IT-Ausbildung und wie diese mit dem IT-Fachkräftemangel zusammenhängt, hat der Fachverband im diesjährigen IKT Statusreport zusammengefasst.

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) 

Mit mehr als 76.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Informationen unter www.ubit.at // www.beratertag.at // www.ubit-oesterreich.at

(PWK171/ES)

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