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Tourismusbranchen sehen Lockerungen als „wichtige und richtige Schritte“

WKÖ-Bundessparte Tourismus sowie die Fachverbände Hotellerie, Gastronomie und Reisebüros begrüßen Ausdehnung der Sperrstunde - weitere Erleichterungen nötig

Frau im Urlaub in Salzburg
© WKÖ

„Die angekündigten Lockerungsschritte sind wichtig, um den heimischen Tourismus wieder konkurrenzfähig zu machen. Obwohl österreichische Tourismusbetriebe wie gewohnt mit hohen Qualitätsstandards punkten, sind viele Gäste zuletzt in andere Länder ausgewichen, weil dort weniger strenge Corona-Auflagen gelten. Gerade die Corona-Sperrstunde um 22.00 Uhr hat letzten Dezember eine regelrechte Stornowelle ausgelöst. Dementsprechend sind wir erleichtert, dass Gastronomiebetriebe, aber auch Kinos, Theater und Sporteinrichtungen ab 5. Februar wieder bis 24.00 Uhr geöffnet halten und Feiern mit bis zu 50 Leuten stattfinden dürfen“, begrüßt Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den heute bekannt gegebenen Öffnungsplan.

Aufgrund der milderen Verläufen bei Omikron und dem stetigen Impffortschritt treten wir in eine neue Phase der Pandemie über. „Der nun auch von der Bundesregierung ausgerufene „Paradigmenwechsel“ erlaubt endlich den Blick nach vorne“, so Seeber. In den kommenden Wochen gelte es zwar, die 2G-Regel und die sonstigen Corona-Maßnahmen weiterhin verantwortungsbewusst zu kontrollieren. „Wenn die Intensivbettenauslastung gering bleibt, muss das Ziel aber eine baldige Rückkehr zum größtmöglichen Normalbetrieb sein. Wichtig ist, dass wir dann bald auch jenen Branchen wieder eine Perspektive bieten, die nach wie vor besonders unter Einschränkungen leiden, wie z.B. Nachtgastronomie, Veranstaltungswirtschaft, Schausteller, Stadthotellerie und Reisebüros“, fordert der Bundesspartenobmann.

Verkürzung der Gültigkeit der Impfzertifikate muss verschoben werden

Zudem sollte, so Seeber, die Verkürzung der Geltungsdauer der Impfzertifikate, zumindest bis März verschoben werden, um nicht weitere Gäste in den Semesterferien zu verlieren. Jedenfalls sollte aber ein Ausnahmetatbestand für ausländische Gäste geschaffen werden, bei denen ein dritter Stich noch nicht möglich ist.

Ähnlich begrüßt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie, die Verlängerung der Corona-Sperrstunde als „wichtigen und richtigen Schritt für die Hoteliers, aber auch für unsere Gäste“. Gleichzeitig kritisiert sie aber: „Unverständlich ist für uns, dass die Verkürzung der Gültigkeitsdauer des Grünen Passes nicht verschoben wurde und nun mitten in der Hauptferienzeit, auch unserer wichtigsten Herkunftsmärkte, viele geimpfte aber nicht-geboosterte Personen ihren Urlaub nicht antreten können. Wir wissen, dass vielen Gästen aus unseren Hauptherkunftsmärkten oft noch die Booster-Impfung fehlt. Das ist höchst problematisch wenn man bedenkt, dass in der „Vor-Corona-Zeit“ mehr als drei Viertel der insgesamt 73. Mio. Winter- Nächtigungen von Gästen aus dem Ausland stammten“, sagt Kraus-Winkler. „Eine Verschiebung der Verkürzung des Grünen Passes kann der Branche viele Stornierungen, Sorgen und weitere Verluste ersparen“, so die Hotellerie-Obfrau.

Für Mario Pulker, Obmann des Fachverbands Gastronomie in der WKÖ, ist vor allem die Ausdehnung der Sperrstunde erfreulich: „Die Maßnahme hat zuletzt keiner mehr verstanden. Nach der Aufhebung des Lockdowns für Ungeimpfte und der Einführung der Impfpflicht ist die Verschiebung der Corona-Sperrstunde von 22:00 auf 24:00 Uhr daher ein erster Schritt, der nur logisch und konsequent ist.“ In einem weiteren Schritt müssen sämtliche den Wirten auferlegte Kontrollpflichten fallen, da nach Einführung der Impfpflicht die Kontrollen ja den staatlichen Organen obliegt.

Gregor Kadanka, Obmann des WKÖ-Fachverbands Reisebüros, begrüßt ebenso, „dass wir endlich ein paar Schritte in Richtung Normalität gehen“. Gleichzeitig merkt Kadanka aber an, dass weitere Lockerungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Aufschiebung der Verkürzung der Gültigkeit des Grünen Passes folgen müssten: „Durch praxisferne Coronamaßnahmen des Gesundheitsministers hat der österreichische Incoming-Tourismus bereits großen Schaden genommen und massiv an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Ausland eingebüßt. Hier ist noch einiges zu tun, um das wieder wettzumachen“, so Kadanka. (PKW048/DFS)

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