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Sozialpartner und IV: Fachhochschulen – Entwicklungs- und Finanzierungsplan 2023/24 – 2025/26 muss Zukunftspaket sein

Finanzierung und Planungssicherheit bis 2026, Aufstockung von MINT-Plätzen, Teuerungsausgleich, mehr Durchlässigkeit und gemeinsame Weiterentwicklung wird gefordert

Studierende, Jugendliche
© wkö

Die Arbeiterkammer (AK), die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Gewerkschaft GPA (GPA) und die Industriellenvereinigung (IV) fordern gemeinsam ein Zukunftspaket für Fachhochschulen. Denn der aktuelle Entwicklungs- und Finanzierungsplan bis 2022/23 ist praktisch ausgeschöpft, so die Sozialpartner und die Industriellenvereinigung in einem gemeinsamen Forderungspaket.

Mit den Fachhochschulen wurde vor 28 Jahren in Österreich erfolgreich ein neuer Bildungssektor etabliert, der nun eine zentrale Rolle in der Hochschullandschaft einnimmt und durch die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften maßgeblich dazu beiträgt, die Attraktivität des Arbeits- und Wirtschaftsstandorts Österreich dauerhaft zu sichern.

Zudem macht der hohe Bedarf an spezialisierten Fachkräften durch die "twin transition“ (digitaler Wandel und Klimawende) eine langfristige Planungsperspektive für die Fachhochschulen unabdingbar.

Es braucht deshalb eine rasche Weiterentwicklung des FH Entwicklungs- und Finanzierungsplans für den Zeitraum 2023/24 – 2025/26, damit die akademisch-berufsfeldbezogene Ausbildung an den 21 Fachhochschulen des Landes weiterwachsen kann. Im Bereich der Gesundheitsberufe bzw. der Pflegeausbildung bedarf es ebenfalls einer Weiterentwicklung gemeinsam mit den Bundesländern, unabhängig von der Bundesfinanzierung.

Die Arbeiterkammer (AK), die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Gewerkschaft GPA (GPA) und die Industriellenvereinigung (IV) appellieren deshalb an Bildungsminister Martin Polaschek und Finanzminister Magnus Brunner, im nächsten FH Finanzierungs- und Entwicklungsplan sechs Prioritäten zu berücksichtigen:

1 Sichere Perspektive für die Fachhochschulen

Für eine gesicherte und auch künftig tragfähige Finanzierungsperspektive braucht es rasch Planungssicherheit: Die Impulse des aktuellen FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplans 2018/19-2022/23 sind praktisch erschöpft. Ein neuer Plan für den Zeitraum 2023/24 bis 2025/26 wird benötigt, der die aktuellen und vorhersehbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen berücksichtigt.

2 Studienplatz-Offensive

Der neue FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplan soll pro Jahr zusätzliche 1.200 bundesfinanzierte FH-Anfängerstudienplätze aus dem gesamten MINT-Bereich vorsehen. Damit wird dem Bedarf an Absolvent:innen für Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft und der Rolle der FHs im Österreichischen Hochschulwesen Rechnung getragen. Fachhochschulen können so ihren Beitrag zur Erreichung des Qualifizierungsziels der FTI-Strategie 2030 leisten (plus 20 Prozent mehr MINT-Graduierte bis 2030).

3 Qualitätssicherung

An den Fachhochschulen werden die Fachkräfte von morgen ausgebildet. Um die Qualität dieser Ausbildung in den Studiengängen langfristig zu sichern und die Teuerung auszugleichen, bedarf es einer regelmäßigen Anhebung der Studienplatzfinanzierung.

4 Stärkung der Durchlässigkeit

Die Durchlässigkeit zwischen Hochschultypen und beim Zugang zum Studium mit beruflicher und außerhochschulischer Erfahrung soll erhöht werden. Deshalb braucht es konkrete Maßnahmen, um nicht-traditionelle Studierende zu fördern, diesen den Zugang zu erleichtern und ihre Erfolgsquote zu verbessern:

a Lehrlingstopf, um Lehrabsolvent:innen den Zugang zu Fachhochschulstudien zu erleichtern sowie Finanzierung von Brückenangeboten, um den erfolgreichen Studieneinstieg zu ermöglichen

b Etablierung von Verfahren für die Anerkennung von beruflicher und außerhochschulischer Erfahrung

c Ausbau des Angebots von berufsbegleitenden Studien auf zumindest 50 Prozent gemäß der Strategie zur sozialen Dimension

5 Dialog "Zukunft Hochschule“

Der Stakeholder-übergreifende Dialog sollte mit Einbindung der Sozialpartner und IV fortlaufen, um die Zukunftsperspektiven der Hochschulsektoren gesamthaft und gemeinsam zu planen - insbesondere hinsichtlich der Profilbildung, Arbeitsteilung, Kooperationen und Hebung von Effizienzpotentialen.

6 Einfachere und raschere Akkreditierungsverfahren

damit Fachhochschulen flexibler auf neue Bedarfe und Entwicklungen in der Arbeitswelt reagieren können.

AK Präsidentin Renate Anderl: "Die Fachhochschulen stehen für wissenschaftlich fundierte berufsorientierte Ausbildung, hohe Durchlässigkeit und die Vereinbarkeit von Arbeit und Studium. Sie haben sich seit ihrer Gründung zu einer wesentlichen Säule für die Aus- und Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern entwickelt. Daher ist es besonders jetzt notwendig, die Finanzierung der Fachhochschulen auf solide Beine zu stellen und Impulse für die Weiterentwicklung des Sektors zu setzen. Zur Sicherung der Qualität der Ausbildung bedarf es einer Anhebung der Studienplatzfinanzierung und zur Stärkung der Durchlässigkeit konkrete Maßnahmen zur Förderung von Lehrabsolventinnen und Lehrabsolventen.“

Mariana Kühnel, stv Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "Die Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschulen mit ihrer berufsbezogenen Hochschulausbildung sind in der Wirtschaft überaus gefragt. Die FH´s stellen insgesamt ein wichtiges Bindeglied zwischen Hochschule und unternehmerischer Praxis dar und bilden damit eine wesentliche Know-how-Brücke in die Wirtschaft. Diese praxisorientierte Ausbildung leistet damit einen enorm wichtigen Beitrag in der Bekämpfung des Arbeitskräftemangels. Der Ausbau dieses Sektors – insbesondere mit Lehrgängen, die etwa auf den MINT-Bereich abzielen – ist uns ein großes Anliegen. Dem muss im kommenden FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplan Rechnung getragen werden, denn der Return on Investment für den heimischen Standort ist hoch.“

GPA-Vorsitzende Barbara Teiber: "Als GPA setzen wir uns für die Aufwertung der Lehre ein, eine verbesserte Durchlässigkeit für AbsolventInnen einer dualen Ausbildung auch in Richtung der Fachhochschule ist hierbei ein wichtiger Baustein. Besonders in Zeiten eines eklatanten Fachkräftemangels wäre dies ein wichtiges Signal für junge Menschen, dass nach Abschluss einer Lehre alle Türen offen stehen. Insgesamt fordern wir einen erleichterten Zugang von untypischen Studierenden und den Ausbau von berufsbegleitenden Ausbildungsgängen im FH Bereich.“

Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung (IV): "Der Fachkräftemangel, gerade im MINT-Bereich, ist aktuell und wird auch in Zukunft eine der größten Herausforderungen für den Wirtschafts-und Industriestandort darstellen.“ So würden bis 2025 rund 55.500 neue MINT-Jobs, fast 29.000 allein im IKT-Bereich, entstehen, die es zu besetzen gilt. Auch erinnerte der IV-Präsident an die zentralen Ziele der FTI-Strategie der Bundesregierung: "Am Weg hin zum ‚Innovation Leader‘ braucht es bis 2030 ein Plus von 20 Prozent bei den Absolventinnen und Absolventen von MINT-Fächern. Zur Erfüllung dieses Ziels braucht es einen signifikanten MINT-Ausbau im kommenden FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplan.“

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