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Recovery Watch zur österreichischen Wirtschaft

Trends anhand von Echtzeit-Indikatoren 

Wie steht es momentan um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Echtzeit-Indikatoren stellen wir wöchentlich Tendenzen dar. 

Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, 4. Februar 2022.

Grafik Recovery Watch
© AdobeStock/WKÖ

Das zweite Pandemiejahr geht dem Ende zu. Die Omikron-Variante dürfte für den Tourismus und den Nichtlebensmittel-Einzelhandel auch im ersten Quartal 2022 eine Fahrt mit angezogener Handbremse bedeuten. Gut läuft es hingegen für den Online-Handel. Die Österreichische Post transportierte im vergangenen Jahr 57 Mio. Pakete mehr als im Jahr 2019, das war ein Plus von 45 Prozent. Auch heuer wird mit Zuwächsen gerechnet. Die weiterhin andauernden Lieferengpässe bremsen immer noch die Industrie und den Welthandel.

Eine weitere Entwicklung, die andauern könnte, ist der Anstieg der weltweiten Energiepreise. Für die Zunahme der Gaspreise in Europa war neben einer höheren weltweiten Nachfrage eine Verknappung des Angebots aus Russland ursächlich. Der österreichische Großhandelspreisindex für Gas versiebenfachte sich im vergangenen Jahr, jener für Strom verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr. Die Treibstoff- und Energiepreise waren gemäß einer Schnellschätzung der Statistik Austria auch die Haupttreiber für den Anstieg des Verbraucherpreisindex um 4,3 Prozent im Dezember 2021. In den USA erklomm die Dezember-Inflationsrate ein 40-Jahreshoch von 7 Prozent.

Indikatoren


Tourismus und Handel gedämpft

Die Erwartungen der Unternehmen sackten aufgrund der Lockdowns und der Omikron-Welle im Dezember sowohl in der Beherbergung und Gastronomie als auch im Handel deutlich in den negativen Bereich ab. Im Bauwesen stiegen die Wachstumsaussichten hingegen auf ein Allzeithoch, ein Teil der Haushaltsersparnisse dürfte in diesen Bereich fließen. Die Erwartungen der Industrie blieben stabil positiv.

 
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Trübere Erwartungen im Dezember

Im Dezember verschlechterte sich wegen der neuen Pandemiewelle der konjunkturelle Ausblick laut dem Economic Sentiment Indicator (ESI) nicht nur in Österreich, sondern auch bei unseren wichtigsten Handelspartnern. In Österreich fiel der Rückgang aufgrund des Advent-Lockdowns und der Sorge über eine schwache Tourismus-Wintersaison besonders deutlich aus.


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Verteuerung von Industrie-Inputs verliert an Kraft

Der Einkaufspreisindex der Bank Austria für die heimische Industrie sank im Vergleich zum Vormonat November, liegt aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bedingt durch die Preisentwicklung für Energie, Rohstoffe und Vorprodukte. Der Verkaufspreisindex der Industrie bewegte sich in den letzten Monaten seitwärts mit leicht abnehmender Tendenz.


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Mehr Neuaufträge aus dem In- und Ausland

Die Industrie konnte im Dezember - verglichen mit dem Vormonat - sowohl mehr Aufträge aus dem In- als auch aus dem Ausland gewinnen. Während die inländischen Aufträge leicht zunahmen, fiel das Plus bei den Exportaufträgen größer aus. Gleichzeitig stiegen auch die Produktion und der Jobaufbau in der Industrie. Ende 2021 lag die Arbeitslosigkeit in der Industrie unter den Vorkrisenwerten.

 

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Doppelt so viele offene Stellen wie im Dezember 2019

Ende Dezember gab es rund 102.000 sofort verfügbare offene Stellen, die beim AMS gemeldet waren, das sind doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Außerdem gab es zuletzt mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende. Dies zeigt die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften bzw. den Arbeitskräftemangel in manchen Branchen. Saisonal bedingt waren Ende Dezember jedoch weniger offene Stellen verfügbar als in den beiden Vormonaten. 

 

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Arbeitslosigkeit relativ niedrig, aber viele in Kurzarbeit

Die Anzahl der Arbeitslosen lag auch zu Jahresende unter dem Vorkrisenniveau. Ende Dezember waren 402.378 Personen als arbeitssuchend gemeldet, davon befand sich rund ein Fünftel in AMS-Schulungen. Am 10. Jänner 2022 waren knapp 115.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet. Die Omikron-Welle und der vierte Lockdown haben die Nachfrage nach Kurzarbeit ansteigen lassen, allerdings deutlich schwächer als im Jänner 2021.


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Schwache Frequenz im Handel nach Ende des Lockdowns

Nach dem Ende des Dezember-Lockdowns sprang die Einkaufsfrequenz im Nicht-Lebensmittelhandel und Freizeitbereich zwar wieder an, sie lag jedoch - vermutlich wegen der Weihnachtsferienzeit - deutlich unter den Vorkrisenvergleichswerten. In den Geschäften des täglichen Bedarfs (Supermärkte, Drogerien, Apotheken) wurde hingegen auch in der ersten Woche 2022 eine um 16 Prozent höhere Einkaufsfrequenz als vor der Krise beobachtet.


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Fazit 

Die Erwartungen der Unternehmen zur wirtschaftlichen Entwicklung weisen starke Branchenunterschiede auf. Die Industrie und der Bausektor rechnen weiterhin mit stabil positivem Wachstum - trotz der noch immer bestehenden Lieferengpässe bei Vorprodukten und der hohen Materialpreise. Im stationären Nichtlebensmittelhandel sowie in der Beherbergung und Gastronomie führte Omikron zu einer Dämpfung des Zukunftsausblicks.


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