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Recovery Watch zur österreichischen Wirtschaft

Trends anhand von Echtzeit-Indikatoren 

Wie steht es momentan um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Echtzeit-Indikatoren stellen wir wöchentlich Tendenzen dar. 

Grafik Recovery Watch
© AdobeStock/WKÖ

Fachkräftemangel wird zunehmend zum bremsenden Faktor

Der aktuelle WKÖ Wirtschaftsbarometer zeigt, dass die Hälfte der mittleren und großen Unternehmen, aber nur ein Drittel der kleinen Unternehmen das Vorkrisenniveau bereits erreicht haben. Mittlere und große Unternehmen blicken außerdem mit mehr Zuversicht in die Zukunft und haben eine höhere Bereitschaft, Investitionen zu tätigen und Neueinstellungen vorzunehmen als kleine Unternehmen. Frühindikatoren der Statistik Austria auf Branchenebene zeigen auf, dass sich das Bauwesen bereits sehr gut erholt hat. Die Umsätze im Bauwesen lagen im Mai um 14 Prozent über den Werten vom Mai 2019. Sorgen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung bereitet der Fachkräftemangel. Laut WKÖ-Wirtschaftsbarometer sehen rund 85 Prozent der großen und mittleren Unternehmen sowie 65 Prozent der kleinen Unternehmen den Fachkräftemangel als eine Herausforderung für 2021 und 2022 an. Die Entwicklung der Preise für Vorprodukte und Rohstoffe sowie Lieferengpässe stellen weitere Gründe der Besorgnis dar.

Indikatoren


Wirtschaft erholt sich gut im Sommer

Die wöchentliche Wirtschaftsleistung nähert sich an das Vorkrisenniveau an und lag zuletzt nur mehr um 0,1 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt 2019. Die Nachfrage nach Dienstleistungen der Beherbergung und Gastronomie steigt durch die Ausweitung der Nachtöffnungszeiten sowie durch den Sommertourismus an. Die Einzelhandelsumsätze legen mit dem startenden Sommerschlussverkauf auch weiter zu.

 
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Arbeitslosigkeit sinkt, aber viele Kurzarbeitende

Die niedrigen Infektionszahlen ermöglichen in vielen Branchen eine Rückkehr zur Normalität und senken damit die Arbeitslosenzahlen. Derzeit sind 349.471 Personen als arbeitssuchend gemeldet, wovon 65.512 in AMS-Schulungen sind. Die anziehende Nachfrage nach Arbeitskräften zeigt sich auch in der Anzahl der unselbständig Beschäftigten, sie lag Ende Juni über dem Vorkrisenniveau. Allerdings sind noch 296.461 Beschäftigte zur Kurzarbeit angemeldet.


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Fachkräftemangel zeigt sich im Anstieg der offenen Stellen

Ende Juni gab es 109.000 offene Stellen auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Das sind um knapp 24.500 mehr als vor zwei Jahren. Verglichen mit dem Vorjahr sind es sogar um fast 45.800 zusätzliche offene Stellen mehr. Die hohe Anzahl der offenen Stellen, die starke Steigerung im heurigen Jahr sowie der Befund aus dem WKÖ-Wirtschaftsbarometer deuten auf einen Fachkräftemangel hin.


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Stromverbrauch um 2 Prozent unter Vorkrisenniveau

In der vergangenen Woche befand sich der Stromverbrauch um 2 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Dies könnte etwa daran liegen, dass die Tourismusnachfrage im Sommer 2019 besonders hoch war. Die Anzahl der Nächtigungen war damals auf einem langjährigen Höchststand. Die Buchungslage vom heurigen Sommer ist zwar gut, durch das weitgehende Ausbleiben von internationalen Gästen wird sie mit dem Sommer 2019 aber nicht mithalten können.

 

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Lebensmittel dominieren weiterhin das Einkaufsverhalten

Durch das Zurückdrängen der Pandemie erholt sich nun endlich auch die Besuchsfrequenz im Nichtlebensmittel-Einzelhandel und Freizeitbereich. Sie lag zuletzt nur mehr um 4 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Der Lebensmittelbereich wurde weiterhin stärker frequentiert als vor der Krise, vermutlich wegen der Fußball-EM - und vielleicht, weil weniger Personen ins Ausland verreist sind. Die Frequenz im Lebensmitteleinzelhandel, in Drogerien und Apotheken übertraf den Vorkrisenwert um 16 Prozent.

 

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Höhenflug der Rohstoffpreise

Seit Mai 2020 geht der vom IWF-Preisindex für Industrie-Inputs stetig hinauf. Der Index war zuletzt im Frühjahr 2011 so hoch wie jetzt. Er lag im Juni 2021 um 71 Prozent über dem Niveau vom Jänner 2019. Der Grund für den rasanten Anstieg war eine deutlich schnellere weltweite Erholung der Nachfrage nach Baustoffen, Rohstoffen und Industrievorprodukten, als erwartet worden war.


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Spitzenwert bei LKW-Neuzulassungen

Im ersten Halbjahr des heurigen Jahres wurden um 77 Prozent mehr LKW neu zugelassen als in demselben Zeitraum des Vorjahres. Es wurden sogar um ein Viertel mehr LKW neu zugelassen als im ersten Halbjahr 2019. Die mit Anfang Juli des heurigen Jahres wirksam werdende Erhöhung der NoVA für Klein-LKW löste Vorzieheffekte aus, die im Juni besonders hoch waren.



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Fazit 

Die Anzahl der offenen Stellen befindet sich auf einem Höchstwert. Mittlerweile sehen 85 Prozent der mittleren und großen Unternehmen den Fachkräftemangel als herausfordernd für das heurige und kommende Jahr an. Zukunftssorgen bereiten den Unternehmen auch weiterhin Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen sowie deren Preisentwicklung.


Hinweis: Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, 30. Juli 2021.


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