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Recovery Watch zur österreichischen Wirtschaft

Trends anhand von Echtzeit-Indikatoren 

Wie steht es momentan um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Echtzeit-Indikatoren stellen wir wöchentlich Tendenzen dar. 

Frau hält Blatt mit Statistiken in der Hand
© Giorgio Fochesato / Westend61 / picturedesk.com

22.1.2021: Diskrepanzen zwischen der aktuellen Lage und den Zukunftserwartungen

Die Tage werden wieder länger, und im Gleichschritt wächst - trotz der fortgesetzten Lockdowns in vielen europäischen Ländern - die Hoffnung, dass die Corona-Pandemie dem Ende zugeht. Viele Menschen gehen davon aus, dass sie im zweiten Halbjahr 2021 wieder uneingeschränkt reisen, einkaufen und in Restaurants essen dürfen. Wenn alle Personen, die geimpft werden möchten, im ersten Halbjahr 2021 auch geimpft werden, wird sich die Situation deutlich verbessern.

Sicher ist, dass derzeit von vielen Gütern und Dienstleistungen weniger konsumiert wird, als es seitens der Konsumenten gewollt ist. Im Zeitraum von Oktober 2019 bis September 2020 sparten die österreichischen Haushalte 11,5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens, ein Jahr davor waren es 8,1 Prozent. Dies liegt neben dem Vorsichtsmotiv auch an den reduzierten Einkaufsmöglichkeiten. Der Konsumrückstau wartet darauf, aufgelöst zu werden. Noch aber befinden wir uns mitten in einer Krise, in der viele Unternehmen monatelang weder Kunden noch Erlöse gesehen haben. Außerdem sind 533.512 Personen arbeitslos oder in AMS-Schulungen sowie 440.384 Beschäftigt ein Kurzarbeit.

Die Zentralbanken halten die Geldschleusen weiterhin offen, und die Regierungen verlängern ihre Hilfsmaßnahmen, um Liquiditätsengpässe, krisenbedingte Insolvenzen und Existenzsorgen zu verhindern. Interessant ist, dass der neue US-Präsident Biden ein zusätzliches Corona-Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar starten möchte. Derartige Maßnahmen wirken in Krisenzeiten positiv auf die Zukunftserwartungen.

Indikatoren


 
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Stabile BIP-Lücke bei 11,5 Prozent

Das wöchentliche BIP der vergangenen Kalenderwoche lag um 11,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die BIP-Lücke veränderte sich in den letzten drei Wochen wenig - mit Werten zwischen 10,8 und 11,5 Prozent unter den Vergleichswerten des Vorjahres.



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Schweizer Wirtschaftsaktivität: Minus 2 Prozent

Der Weekly Economic Index (WEI) weist für die USA in der Kalenderwoche 2 eine Lücke von 2,0 Prozent zur Vorjahresperiode aus. Der Index zur wöchentlichen Wirtschaftsaktivität für die Schweiz zeigt für die erste Kalenderwoche des Jahres ein Minus von 2,1 Prozent zur Vorjahresperiode. Die Schweiz hat ihre Maßnahmen seit dieser Woche jedoch verschärft, unter anderem mit einem Lockdown im Handel.




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Arbeitslosigkeit steigt diese Woche nur leicht

In der letzten Woche ist die Anzahl der beim AMS als arbeitslos gemeldeten und in Schulungen befindlichen Personen nur leicht angestiegen. Es sind derzeit 533.512 Personen arbeitslos oder in AMS-Schulungen. Aktuell gibt es über 112.000 zusätzliche Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahr. Im Tourismus sind um 40.000 mehr Menschen arbeitslos als letztes Jahr. 



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Stromverbrauch gedämpft

Der Stromverbrauch lag letzte Woche um 6,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Wegen des Endes der Weihnachtsferien und aufgrund der relativ niedrigen Temperaturen war der Stromverbrauch zuletzt zwar höher als in den Wochen davor, jedoch nicht im Vergleich zum Vorjahr.



 

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Schienengüterverkehrsleistung sinkend

Erstmals seit sechs Wochen befindet sich die Schienengüterverkehrsleistung wieder unter dem Vorjahreswert. Sie lag nun um 3,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.



 

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LKW-Neuzulassungen unter Vorjahr

Im Dezember wurden um 3 Prozent weniger LKW neu zugelassen als in demselben Monat des Vorjahres. Über das gesamte Jahr 2020 gesehen, lag die Anzahl der LKW-Neuzulassungen um 17 Prozent unter dem Wert des Jahres 2019. Im Gegenzug wurden im Jahr 2020 jedoch um 5 Prozent mehr gebrauchte LKW als im Vorjahr zugelassen.




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Lockdown bremst Einkaufshäufigkeit

Der Lockdown führte - wenig überraschend - auch letzte Woche zu einer niedrigen Besuchsfrequenz im stationären Einzelhandels- und Freizeitbereich. Sie lag um durchschnittlich 64 Prozent unter dem Medianwert der ersten fünf Wochen des Jahres 2020. Erstaunlicherweise lag zuletzt aber auch die Einkaufsfrequenz im Lebensmittelhandel, bei Drogerien und Apotheken um 19 Prozent unter der Benchmark vom Jahresanfang 2020.


Fazit 

Schon seit einigen Monaten gibt es eine starke Diskrepanz zwischen der Beurteilung der aktuellen Lage und den Zukunftserwartungen der Unternehmen. Die Verlängerung der Lockdowns in vielen europäischen Ländern einerseits und die Aussicht auf flächendeckende Impfungen im Laufe des Jahres 2021 andererseits verstärken diesen Kontrast. Sobald die Impfungen Fahrt aufnehmen, sollte es bergauf gehen.


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