th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Recovery Watch zur österreichischen Wirtschaft

Trends anhand von Echtzeit-Indikatoren 

Wie steht es momentan um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Echtzeit-Indikatoren stellen wir wöchentlich Tendenzen dar. 

Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, 5. November 2021.

Grafik Recovery Watch
© AdobeStock/WKÖ

Der Warenhandel boomt, die Gesamtwirtschaft aber nicht

Der weltweite Warenhandel soll laut der Welthandelsorganisation (WTO) in diesem Jahr voraussichtlich um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen, wobei der größte Zuwachs in Asien erwartet wird. In Österreich rechnet das IHS damit, dass die Warenexporte das Vorkrisenniveau heuer um 3 Prozent übersteigen werden. Österreichs Bruttoinlandsprodukt soll laut WIFO und IHS bis zum Jahresende rund 97,5 Prozent des Vorkrisenwertes erreichen. Noch ist die Krise also nicht durchtaucht, insbesondere nicht im Dienstleistungssektor.

Positiv ist allerdings, dass sich die gute wirtschaftliche Erholung auch auf dem Arbeitsmarkt zeigt. Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist sogar so hoch, dass viele offene Stellen derzeit nicht besetzt werden können. Fast jedes fünfte Industrieunternehmen in Österreich berichtet über Produktionshemmnisse aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Ein Drittel der Industrieunternehmen gibt an, durch Materialengpässe in der Produktion gebremst zu sein. Rohstoffe und Vorprodukte sind nicht nur knapp, sondern auch teuer. Der IWF-Preisindex für Industrieinputs war im August um 49 Prozent über dem Wert vom Jahresbeginn 2020.

Indikatoren


Wirtschaftsaktivität schwächelt am Anfang des 4. Quartals

Die wöchentliche Wirtschaftsleistung rutschte im September knapp unter das Vorkrisenniveau, zuletzt ergab sich ein Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Der Konsum befindet sich immer noch leicht unter dem Vorkrisenwert. Sowohl exportiert als auch importiert werden aktuell um rund 5 Prozent mehr Waren als vor der Krise, netto ergibt sich aus dem Warenaußenhandel aber nur ein geringfügig positiver Beitrag zum BIP.

 
Grafik zur weiteren Verwendung


Viele offene Stellen am Arbeitsmarkt

Die Anzahl der offenen Stellen kletterte im Sommer auf einen Höchststand. Ende September waren 113.690 offene Stellen registriert, das ist über ein Drittel mehr als vor zwei Jahren. In den nächsten Monaten ist saisonal bedingt mit einer leichten Entspannung in der Beherbergung und Gastronomie zu rechnen. In anderen Branchen dürfte der Fachkräftemangel allerdings ohne Unterbrechung anhalten.


Grafik zur weiteren Verwendung


Exporte wieder mit Aufwärtstrend

Das Frachtvolumen im Roten Meer stieg im September trotz Staus vor manchen internationalen Seehäfen wieder an. Die österreichischen Warenexporte nahmen gemäß des Kiel Trade Indicators im September nominell um 3,2 Prozent zu. Für Oktober wird mit einem weiteren Zuwachs um 2,1 Prozent gerechnet. Dies ergeben Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft auf Basis von Schiffsbewegungsdaten.


Grafik zur weiteren Verwendung


LKW-Zulassungen signalisieren positiven Ausblick

Der Boom bei den LKW-Neuzulassungen hält auch nach der NoVA-Erhöhung von Anfang Juli an. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres um über ein Viertel mehr LKW neu zugelassen als in demselben Zeitraum des Jahres 2019. Die Unternehmen scheinen eine anhaltend gute Nachfrage zu erwarten. Interessant ist auch, dass im September erstmals mehr PKW mit Elektroantrieb als dieselbetriebene PKW neu zugelassen wurden.

 

Grafik zur weiteren Verwendung


Aufwärtstrend bei der Beschäftigung erwartet

In Österreich erwarten die Unternehmen in den nächsten Monaten laut dem Employment Expectations Indicator insgesamt einen Beschäftigungsanstieg im Unternehmenssektor. Der Zuwachs soll in der Industrie und im Bauwesen besonders hoch ausfallen. Auch im Dienstleistungssektor ist eine Personalaufstockung geplant. Im Einzelhandel gehen die Unternehmen hingegen von einem gleichbleibenden Beschäftigtenstand aus. 

 

Grafik zur weiteren Verwendung


Stromverbrauch leicht schwächer

Die Entwicklung des Stromverbrauchs schwächelt leicht im Vergleich zum Jahr 2019. Dies verstärkt die Vermutung, dass sich die Industrie derzeit eher in einer Seitwärts- als in einer Aufwärtsbewegung befindet. Es wurde in der vergangenen Woche um 2,6 Prozent weniger Strom als in der Vergleichswoche des Jahres 2019 verbraucht.


Grafik zur weiteren Verwendung


Einkaufsfrequenz im Einzelhandel zuletzt rückläufig

Die Einkaufshäufigkeit im Nicht-Lebensmitteleinzelhandel schwächte sich in den letzten drei Wochen ab. Sie lag zuletzt um 12 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Eine mögliche Erklärung für den Rückgang wäre, dass durch das kühlere Herbstwetter wieder seltener im stationären Handel gekauft wurde. Im Bereich Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien und Apotheken lag die Besuchsfrequenz hingegen weiterhin über dem Vorkrisenwert.


Grafik zur weiteren Verwendung


Fazit 

Das heurige Jahr brachte bislang einen Boom beim Warenhandel und bei der Bautätigkeit. Nun scheint die Dynamik des Produzierenden Bereichs durch Lieferengpässe sowie hohe Inputpreise und Frachtraten gebremst zu werden. Die gesamtwirtschaftliche Dynamik ist jedenfalls zu Beginn des vierten Quartals recht schwach. Außerdem hinkt der Dienstleistungssektor nun schon einige Zeit lang hinter dem Produzierenden Bereich her.


Berichte als PDF








Das könnte Sie auch interessieren

SPIK - Sozialpolitik informativ & kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit 6.9.2021 mehr

https://www.wko.at/service/mitarbeiter.html?id=3665015

WKÖ-Kopf: Raschere UVP-Verfahren sind für Energiewende essenziell

Nur wenn klimarelevante Projekte rechtzeitig genehmigt und umgesetzt werden, sind die Klimaziele erreichbar mehr

Mehrwertsteuersenkung in der Hotellerie

Nächtigungen künftig mit 10 Prozent besteuert mehr