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Recovery Watch zur österreichischen Wirtschaft

Trends anhand von Echtzeit-Indikatoren 

Wie steht es momentan um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Echtzeit-Indikatoren stellen wir wöchentlich Tendenzen dar. 

Grafik Recovery Watch
© AdobeStock/WKÖ

Ab Sommer sollte auch Europa wieder in Schwung kommen

Die USA und China ziehen derzeit an der europäischen Wirtschaft vorbei. Chinas Exporte befanden sich im März um 31  Prozent über dem Vorjahreswert, die Importe sogar um 38 Prozent. Die US-Industrieproduktion übertraf im März 2021 den Vorjahreswert leicht. Während der IWF für China heuer ein BIP-Wachstum von 8,4 Prozent und für die USA eines von 6,4 Prozent prognostiziert, wird für die Eurozone ein Plus von 4,4 Prozent und für Österreich ein Anstieg um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

In Österreich wird das Ausmaß der wirtschaftlichen Erholung davon abhängen, wann und mit welcher Intensität der Tourismus durchstarten kann. Aufgrund des Tourismus-Lockdowns während der ersten vier Monate des Jahres erwartet das WIFO für heuer ein deutliches Nächtigungsminus von 49% im Vergleich zum Jahr 2019, und das auch nur unter der Annahme, dass Beherbergungsbetriebe ab Pfingsten wieder Gäste empfangen dürfen und Reisewarnungen von den wichtigsten Auslandsmärkten bis Mitte Juni aufgehoben werden. Die vorgezogenen Impfstofflieferungen an Europa bis Sommerbeginn erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass gesundheitspolitisch motivierte Restriktionen aufgehoben werden können und alle Branchen bald wieder ihrer Geschäftstätigkeit nachgehen dürfen.

Indikatoren


Wirtschaftsaktivität um 3,1 Prozent unter Vorkrisenniveau

Der OECD Weekly Tracker weist für Österreich eine um 3,1 Prozent unter dem Vorkrisenwert liegende Wirtschaftsaktivität aus. In den USA hat der starke Impffortschritt eine rasche Erholung der US-Wirtschaft befeuert. Die US-Wirtschaftsaktivität liegt gemäß dem OECD Weekly Tracker um 4,2 Prozent über dem Vergleichswert des Jahres 2019.

 
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Weiterer Rückgang bei der Anzahl der Arbeitslosen

Die elfte Woche in Folge sinkt die Anzahl der Personen, die in Österreich arbeitslos oder in AMS-Schulungen sind. Derzeit befinden sich 440.448 Personen in Arbeitslosigkeit oder in AMS-Schulungen, das sind insgesamt um fast 9.300 weniger als in der Vorwoche. Der Anteil der Schulungsteilnehmer an den beim AMS gemeldeten Jobsuchenden ist seit Jahresbeginn deutlich angewachsen.


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LKW-Neuzulassungen stark über Vorjahr

Im ersten Quartal wurden heuer um 44 Prozent mehr LKW neu zugelassen als in den ersten 3 Monaten des Vorjahres. Es wurden sogar um 6 Prozent mehr LKW neuzugelassen als im 1. Quartal 2019. Der Wert des heurigen März lag sehr deutlich über den Vergleichswerten der letzten 2 Jahre. Zu beachten ist dabei, dass die NoVA auf Klein-LKW ab Juli erhöht wird, wodurch Vorzieheffekte auftreten können.


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Stromverbrauch über Vorjahr, aber unter Vorkrisenwert

Der Stromverbrauch war in der vergangenen Aprilwoche 2021 um rund 4 Prozent höher als in der Vergleichswoche des Vorjahres – vermutlich aufgrund des aktuell weniger strengen Lockdowns als vor einem Jahr. Es wurde letzte Woche allerdings um rund 2 Prozent weniger Strom als im Vergleichszeitraum 2019 verbraucht. 

 

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Starker Passagierrückgang, kleinerer Frachtrückgang

Das Frachtaufkommen lag im März um rund ein Prozent unter dem Wert vom März 2020. Das Passagieraufkommen war wegen der Pandemie und Reisebeschränkungen immer noch sehr stark gedämpft. Es befand sich um 73,3 Prozent unter dem Vorjahreswert, wobei der Flugverkehr in der zweiten März-Hälfte des Vorjahres fast komplett stillstand. 

 

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Deutlich mehr Schienenfracht als im April 2020

Die Schienengüterverkehrsleistung lag in der vergangenen Woche um 30 Prozent über der Vergleichswoche vom April 2020. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Industrie während des Lockdowns im Frühling 2020 erheblich in ihrer Tätigkeit eingeschränkt war. Im Vorkrisenvergleich entspricht die aktuelle Schienengüterverkehrsleistung in etwa jener des Jahres 2019.


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Einzelhandelsfrequenz stark gedämpft durch Lockdown

Die Besuchsfrequenz im Einzelhandels- und Freizeitbereich lag in der vergangenen Woche um durchschnittlich 48 Prozent unter den Werten vom Jahresanfang 2020. Der gedämpfte Wert erklärt sich durch den Handelslockdown im Osten sowie durch den Lockdown der Gastronomie im Großteil Österreichs. Die Einkaufshäufigkeit im Lebensmitteleinzelhandel, bei Drogerien und Apotheken befindet sich hingegen fast auf Vorkrisenniveau


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Fazit 

Die USA und China ziehen derzeit der europäischen Wirtschaft davon. Europas Wirtschaftsaktivität ist durch die Pandemie vor allem im Dienstleistungssektor noch deutlich gebremst. Die verstärkte Verfügbarkeit von Impfstoff sollte Europa ab Sommerbeginn Schwung für die Erholung in allen Branchen geben.


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