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Recovery Watch zur österreichischen Wirtschaft

Trends anhand von Echtzeit-Indikatoren 

Wie steht es momentan um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Echtzeit-Indikatoren stellen wir die Entwicklung dar. 

Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, 1. Juli 2022.

Grafik Recovery Watch
© AdobeStock/WKÖ

Sorgen um eine leistbare und sichere Energieversorgung

Europas Wirtschaft wächst trotz der hohen Inflation und der spürbaren Unsicherheit über die zukünftige Gasversorgung derzeit noch. Die inputseitigen Angebotsengpässe und die steigenden Energiepreise führen allerdings zu immer höheren Erzeuger- und Verbraucherpreisen. Das angekündigte EU-Embargo für russisches Öl verleiht dem Ölpreis einen zusätzlichen Schub. Die geplanten Anhebungen der Leitzinsen durch die EZB werden die Inflation vermutlich nur langsam herunterbringen können. Deutlich gesunken sind allerdings die Container-Frachtraten, die seit Jahresbeginn bereits um ein Viertel gefallen sind. Dies dürfte eine Folge der Aufhebung vieler Covid-Schutzmaßnahmen sein, könnte aber auch eine Verlangsamung der Güternachfrage anzeigen. Das angekündigte Ende des strengen Lockdowns in China trägt jedenfalls zu einem reibungsloseren Ablauf der Produktion und des globalen Handels bei. Die größten konjunkturellen Risiken gehen weltweit von der Geopolitik und der Zinsentwicklung aus.

Indikatoren


Tiefere Erwartungen in allen Branchen

Im Mai sind die Erwartungen der Unternehmen im Vergleich zum April in allen Branchen gefallen. In der Sachgütererzeugung zeichnet sich eine Abschwächung der hohen Nachfrage ab, die Erwartungen befinden sich hier auf dem niedrigsten Stand seit April 2021. Das Bauwesen und die EDV-Dienstleistungen dürften trotz des Rückgangs der Erwartungen im Mai allerdings kräftig weiterwachsen.

 
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Auftragseingänge erstmals seit fast zwei Jahren gesunken

Fast zwei Jahre lang legten die Neuaufträge der heimischen Industrie Monat für Monat zu. Im Mai sind sie nun erstmals wieder unter die Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten gefallen. Die Lieferzeiten sowie der Preisdruck bei Rohstoffen und Vorprodukten nahmen weiter zu. Die Produktionserwartungen sind auf den tiefsten Wert seit dem Frühjahr 2020 gesunken und deuten auf eine Bremsung hin.


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Inflationsrate auf Höchststand seit dem Jahr 1975

Die Inflationsrate erreichte im Mai den Höchststand seit dem Jahr 1975 und lag laut der Schnellschätzung der Statistik Austria bei 8,0 Prozent. Haupttreiber waren weiterhin die Energie- und Treibstoffpreise. Der Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet, verteuerte sich im April um 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


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Gaspreis verdreifacht, Weizen + 74 % zum Vorjahr 

Der Weizenpreis ist durch die geopolitischen Verwerfungen in die Höhe getrieben worden und ist nun um 74 % höher als vor einem Jahr. Der Gaspreis gab nach dem steilen Höhenflug kurz nach Kriegsausbruch zwar wieder nach, er ist allerdings immer noch mehr als dreimal so hoch wie vor einem Jahr und verteuert damit die Industrieproduktion wesentlich.

 

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Verlangsamung der Exporte Ostasiens

Die Lockdowns in China haben zu einem deutlichen Rückgang des dortigen Exportwachstums im April geführt. In Südkorea war ein ähnlicher Trend zu beobachten. Dies deutet auf eine Verlangsamung der Wirtschaftsleistung hin. Die Aufhebung der strengen Covid-Maßnahmen in China könnte dort eine Trendumkehr bewirken.

 

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Rekordzahl an offenen Stellen steigt und steigt

Der Rekordwert an offenen Stellen wandert nun bereits den vierten Monat in Folge hinauf. Derzeit sind 138.000 sofort verfügbare offene Stellen beim AMS gemeldet, das sind um 48.000 mehr als vor einem Jahr. Rund ein Viertel der offenen Stellen befindet sich im Tourismus. Außerdem kommen auf jeden Lehrstellensuchenden schon fast zwei offene Lehrstellen.


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Arbeitslosenrate auf 14-Jahres-Tiefstand

Seit 14 Jahren war die Arbeitslosenrate nicht mehr so niedrig wie in diesem Mai. Als arbeitssuchend sind derzeit rund 311.543 Personen gemeldet, knapp ein Viertel davon besucht AMS-Schulungen. Es wird mit einer weiteren Verbesserung im Sommer gerechnet. Trotz der erfreulichen Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit sind derzeit immer noch 49.000 Personen zur Kurzarbeit vorangemeldet. Außerdem besteht ein erheblicher Arbeitskräftemangel.


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Fazit 

Im ersten Quartal stagnierten die drei größten Volkswirtschaften der EU bereits, während sich Österreichs Wirtschaft noch gut entwickelte. Die Europäische Kommission revidierte zuletzt ihre Wachstumsprognosen nach unten und hob die Inflationsprognosen an. Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise sollten Entlastungsmaßnahmen für Betriebe und Haushalte angedacht werden. Die größte konjunkturelle Gefahr für Österreich birgt ein Gaslieferstopp, dann käme es zu einer Stagnation mit noch höherer Inflation.


Berichte als PDF

Juni 2022

Ausgabe 3.6.


März 2022

Ausgabe 4.3.

Februar 2022

Ausgabe 4.2.









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