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FEEI: Bestbieterprinzip muss für alle Branchen verpflichtend sein

Bei komplexen nicht standardisierten Vergabeverfahren ist Bestbieterprinzip immer die bessere Wahl - Umdenken gefordert: Lebenszykluskosten als zentraler Bestandteil für öffentliche Vergaben

„Innovationen und lokale Wertschöpfung müssen bei öffentlichen Vergaben stärker berücksichtigt werden“, fordert Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und spricht sich daher einmal mehr für die verstärkte Anwendung des Bestbieterprinzips bei öffentlichen Vergaben aus.

„Gerade bei komplexen Verfahren, wie sie in der Elektro- und Elektronikindustrie immer vorkommen, stellt das Bestbieterprinzip die bessere Wahl dar“, erläutert Roitner, „da nur dadurch ausreichend Rücksicht auf die Qualität, Nachhaltigkeit, lokale Wertschöpfung und im Endeffekt auch den Gesamtpreis genommen werden kann.“

Lebenszyklusbetrachtung muss an Bedeutung gewinnen

Bei öffentlichen Ausschreibungen sollen nicht nur die unmittelbaren Anschaffungskosten herangezogen werden, sondern vielmehr die gesamten Lebenszykluskosten. Denn nur die Kosten entlang der gesamten Nutzungsphase stellen die Kostenwahrheit sicher.
Roitner: „Der beste Preis kristallisiert sich erst heraus, wenn man die Kosten über den
Lebenszyklus betrachtet."

Den Vorteil einer Betrachtung der Lebenszykluskosten zeigen Modellrechnungen auf, wonach rund 85 Prozent von Gebäuden auf die  Nutzungskosten fallen und durch innovative Straßenbeleuchtung 75 Prozent der Energiekosten gespart werden können.

Lob für IÖB Servicestelle

„Die Einrichtung der IÖB Servicestelle in der Bundesbeschaffungsgesellschaft zeigt, dass es der öffentlichen Hand ein Anliegen ist, innovative Beschaffungen langfristig zu erhöhen“, so Roitner weiter und weist insbesondere auf den Ansatz der lösungsorientierten Beschaffung hin.

Über den FEEI

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit über 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 13,4 Milliarden Euro (Stand 2015). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, UFH, die Plattform Industrie 4.0, Forum Mobilkommunikation (FMK), Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. 

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