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Dritte KV-Runde Maschinen- und Metallwarenindustrie ohne Ergebnis

 Knill: Gewerkschaften fehlen Augenmaß, Vernunft und Realitätssinn

  • Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI) sieht keinen Spielraum für hohe KV-Steigerung
  • Überzogene 3 %-Forderung hat keine Faktenbasis, sondern baut auf Luftschlössern
  • Alle wirtschaftlichen Daten der MMI sprechen für moderaten Abschluss
  • Historisch niedrige Inflation, geringe Produktivität, wirtschaftliche Unsicherheit
  • Gewerkschaften müssen von realitätsfremder zu vernünftiger Forderungsbasis kommen, dann kann rasch ein Abschluss erzielt werden

Statement Christian Knill, Obmann des Fachverbands der Maschinen-, Metallwaren und Gießereiindustrie (FMMGI) zur dritten KV-Runde für die MMI:

„Die Maschinen- und Metallwarenindustrie ist selbstverständlich zu Lohn- und Gehaltserhöhungen bereit, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Branche leisten hervorragende Arbeit. Eine KV-Erhöhung für die gesamte Branche betrifft aber erfolgreiche Unternehmen ebenso wie jene, die ums Überleben kämpfen. Die Basis für vernünftige KV-Verhandlungen bilden die wirschaftlichen Rahmenbedingungen der speziellen Branche sowie die Daten zu Inflation und Produktivität. Das sind die Fakten dazu: Die Inflation liegt aktuell bei 0,75 %, die gesamtwirtschaftliche Produktivität lag 2015 bei 0,5 %, für das laufende Jahr liegt die Prognose bei 1 %. Die Produktivität in der MMI liegt bei mageren 0,15%, das Wachstum bei knapp über Null. Das alles ist seit langem bekannt, transparent kommuniziert und nachvollziehbar.

Industrie fordert neue, realistische Forderung für die Betriebe

Die von den Gewerkschaften geforderte 3%ige Lohn- und Gehaltssteigerung ist vor diesem Hintergrund vollkommen realitätsfremd und es fehlt jedes Augenmaß für die Leistungsfähigkeit unserer Betriebe. Das haben wir bereits vor einem Monat festgehalten. Dennoch bauen die Gewerkschaften weiterhin Luftschlösser auf nicht belegten Zahlen zu angeblichen Gewinnausschüttungen und Erfolgen in der Branche. Aber diese sogenannte Untersuchung liegt nicht öffentlich vor und bezieht sich laut Auskunft lediglich auf die erfolgreichsten 130 Betriebe unserer Branche. Wir verhandeln aber für mehr als 1.200 Betriebe, von denen wiederum rund ein Drittel Verluste schreibt.

Diese Forderung ist Gift für unsere Unternehmen und die über 120.000 Arbeitsplätze in der Maschinen- und Metallwarenindustrie. Die Gewerkschaften sind aufgefordert, eine neue, realistische Forderung zu stellen, auf deren Basis wir gemeinsam im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Standorts weiterverhandeln. Wir sind jedenfalls zu einem raschen, aber fairen Abschluss bereit."  

Über den FMMGI

Die Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie umfasst in Österreich alle Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei. Mit über 1.200 Unternehmen und 118.000 Beschäftigten erwirtschaftete die Maschinen- und Metallwarenindustrie im Jahr 2015 einen Produktionswert von 33,4 Milliarden Euro. Die Gießereiindustrie mit 7.000 Beschäftigten erzielte einen Produktionswert von 1,5 Milliarden Euro. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar.

Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen-, Metallwaren- und Gießereibranche im internationalen Wettbewerb zu sichern. 

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