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MMI: Seriöse KV-Verhandlungen ohne klare Ausgangslage unmöglich

MMI unterbricht die Verhandlungen mit den Gewerkschaften

Die Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI) hat heute die KV-Verhandlungen mit den Gewerkschaften in der 1. Verhandlungsrunde unterbrochen. Der Grund: Der Industrie fehlt die seriöse Entscheidungsbasis für einen KV-Abschluss. Sollte etwa die als vereinbart kolportierte 6. Urlaubswoche tatsächlich ausgeweitet werden, hätten die bereits schwer unter Druck geratenen Betriebe der Branche beträchtliche Mehrkosten zu stemmen.

Gleichzeitig haben die Gewerkschaften heute ein völlig überzogenes Forderungspaket überreicht, das u.a. die 6. Urlaubswoche, eine Arbeitszeitverkürzung und weitere Belastungen beinhaltet. Der Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie verlangt daher von den Regierungsparteien und den Gewerkschaften Klarheit zu den Rahmenbedingungen, ehe die KVVerhandlungen weitergehen können.

Überzogene Forderungen in einer sehr ernsten Lage

„Die Politik und die Gewerkschaften verstehen offenbar noch immer nicht den Ernst der Lage. Der Standort rutscht in Sachen Wettbewerbsfähigkeit immer weiter ab. Während die Betriebe um Aufträge und jeden Arbeitsplatz kämpfen, diskutiert die Regierung ein Arbeitsmarktpaket mit unabsehbaren Kostenbelastungen und die Gewerkschaft überreicht ein völlig überzogenes Forderungspapier. Schon einzelne Maßnahmen daraus haben das Potenzial, Österreich in Rekordzeit zur industriefreien Zone zu machen. So wird eine 6. Urlaubswoche kolportiert, es gibt aber noch kein Bekenntnis der Verantwortlichen dazu. Unter diesen Voraussetzungen ist es unmöglich, seriös über ohn- und Gehaltserhöhungen zu verhandeln“, erklärte heute Christian Knill, Obmann der österreichischen Maschinen- und Metallwarenindustrie, warum der Fachverband in der ersten Verhandlungsrunde mit den Gewerkschaften die Notbremse gezogen hat. „Die Unternehmen sind an einem extrem kritischen Punkt angelangt, aber die politische Diskussion geht meilenweit an der Realität vorbei. Unsere Produktivität sinkt laufend, rund 30 % der Betriebe in der Branche schreiben derzeit rote Zahlen. Wir können in einer solchen Situation kein kalkulatorisches Risiko eingehen.“

MMI erwartet mehr Verständnis für die Rahmenbedingungen der Industrie

Generell erwartet die Branchenvertretung von der Politik, dass sie ihre Rechnung nicht mehr ohne
betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen und Verständnis für die Rahmenbedingungen der Industrie macht. Würde sie das tun, wären laut Knill aktuelle Themen wie die 6. Urlaubswoche und Arbeitszeitverkürzung vom Tisch. Man brauche hier nur den Blick Richtung Schweiz zu richten, wo die 5. Urlaubswoche in einer Volksabstimmung abgelehnt wurde. Oder nach Frankreich, wo man on der 35-Stunden-Woche de facto abgegangen ist.

Allein obige Maßnahmen würden in der MMI die Arbeit so massiv verteuern, dass angesichts der ohnehin schon extrem hohen Arbeitskosten und gravierenden Probleme der Betriebe der Produktionsstandort Österreich bald Geschichte wäre. Dazu Arbeitgebervertreter Knill: „Wir gehören schon jetzt zu den Ländern mit den am schnellsten steigenden Arbeitskosten in der EU, dann wären wir endgültig einsame Spitze“.

Der Fachverband sei jederzeit bereit, den KV-Zeitplan einzuhalten, wenn es Klarheit und Planungssicherheit gibt. „Kein Blindflug mehr, die Fakten müssen auf den Tisch. Sollte die Politik tatsächlich etwas beschließen, das die Betriebe weiter belasten würde, müssen wir als Arbeitgebervertreter das genau einpreisen können, bevor wir verhandeln. So machen das verantwortungsbewusste Geschäftsleute nämlich“, so Knill.

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